[HU] Kindereisenbahn Budapest

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    • Hallo Holger,

      mein Navi hatte mir auch eine kürzere Fahrzeit angeboten, in der Theorie. Dann den obligatorischen Stau vor München umfahren, bin dort noch nie ohne Stau langgekommen. Gut über den Brenner gekommen, um dann in Italien wegen einer gesperrten Ausfahrt nicht an der richtigen Stelle von der Autobahn fahren zu können. Dann weiter über 100 km quer durch die Berge, was weitere wertvolle Sekunden ( :-D) gekostet hat.
      Die Rücktour hatte wir bereits vorher mit einer Übernachtung in Franken gebucht. Das war dann doch entspannter.

      Gruß
      Detlef der Pollofan
      Pollofan
    • Hallo Detlef,

      wenn Einer eine Reise tut, dann kann er Was erleben. ;)

      Ich mache nochmal einen Sprung zurück zum Bahnhof János-hegy, mit einem Bild, welches ich im Forum schonmal an anderer Stelle gezeigt hatte. Es gehört aber natürlich in dieses Thema.



      Gruß, René

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    • Hier möchte ich nochmals das Thema Mk49 aufgreifen, denn ich habe noch weitere Berichte gesichtet. Dort gibt es leicht abweichende Angaben zur Geschichte der Fahrzeuge. Da es aber in mehreren Berichten gleichlautend wiedergegeben wird, möchte ich sie hier veröffntlichen:

      Der Prototyp kam demnach nicht nach Kecskemét zur Erprobung, sondern nach Sárospatak. Erst mit Ablieferung von von Mk49.2003 und Mk49.2004 wurde Mk49.2001 mit nach Kecskemét umgesetzt. Dort waren die drei Maschinen bis Mitte der 1960-er Jahre beheimatet, zeichneten sich aber durch die beschriebenen technischen Probleme aus. Der weitere Werdegang ist dann, wie beschrieben.

      Abweichungen gibt es dann erst wieder Mk49.2007, die nach ihrer Abstellung zum Hersteller nach Györ überführt worden sein soll und dort mehrere Jahre im Werksgelände gestanden haben soll. Dort soll sie dann wahrscheinlich (eine genaue Angabe lässt sich nicht finden) verschrottet worden sein. Hier gibt es also eine Abweichung zur Aussage, wonach die Baugruppen der Hochschule für Verkehr und Telekommunikation in Györ zur Verfügung gestellt worden sein sollen.

      Ich werde versuchen, weitere Details zu sichten und sie hier ggf. veröffentlichen.

      Gruß, René

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    • Hallo in die Runde,

      ich freue mich, dass die Kindereisenbahn Budapest auch im Forum Eingang gefunden hat. Die Strecke ist eine echte Gebirgsbahn und von der Trassierung vergleichbar mit der HSB Brockenbahn: Fast durchgängig 33 Promille Neigung, ein Tunnel und der Endbahnhof auf einem beliebten Ausflugsberg, wo in der kalten Jahreszeit auch Wintersport betrieben wird (Es gab sogar Ski-Sonderzüge der Kindereisenbahn!) Die Budapester ist wahrscheinlich die bekannteste Kindereisenbahn überhaupt und steht fast in jedem Reiseführer. Vorbildlich ist auch, dass sie 100 % von der MAV betrieben wird, Sorgen um Personal oder Fahrzeug-/ Streckeninstandhaltung müssen sich die Kindereisenbahner nicht machen. Den disziplinierten Ablauf kann ich voll bestätigen, es gibt ein richtiges Ferienlager mit massiven Bungalows und die Kinder fiebern ihrem Einsatz im Betrieb entgegen, denn es sind so viele dort, dass dies bei jedem meist nur 1x die Woche klappt. Die restliche Zeit besteht aus kreativer Freizeitgestaltung, wobei ältere Kindereisenbahner als Jugendbetreuer arbeiten.

      Das Konzept der Kindereisenbahnen ist aber nicht nur in Budapest zu finden. Die erste Kindereisenbahn entstand 1935 in Tiflis, 1937 in Moskau und überhaupt stammt die Idee aus der Sowjetunion. Daher hat Russland heute 26 (!) Kindereisenbahnen (bis auf eine 750 mm Spur - Wagen aus Vorpommern sind z.B. nach 1945 in Moskau gefahren), allesamt von der staatlichen Bahngesellschaft RZD betrieben. In den letzten Jahren sind sogar noch 3 neue hinzugekommen! So funktioniert Nachwuchsförderung für die Eisenbahn!

      Die 12 deutschen Parkeisenbahnen (ex Pioniereisenbahnen) sollten meiner Meinung auch besser Kindereisenbahn heißen, denn das Konzept ist im Prinzip identisch. Kinder und Jugendlich übernehmen verantwortungsvolle Tätigkeiten im Bahnbetrieb. Die Park-/ Pioniereisenbahn Cottbus unterhält seit über 40 Jahren eine intensive Freundschaft zur Kindereisenbahn Budapest (die PE Dresden auch). Es gibt jedes Jahr gegenseitige Jugendaustausche mit einem umfangreichen Programm für die Gastdelegation, die natürlich überwiegend aus Kindern besteht. Höhepunkt ist, neben dem Kennenlernen der Stadt und der Gegend, die Teilnahme am Betrieb der jeweils anderen Bahn. Und ich kann bestätigen, dass es genial ist, eine Mk45 mit 500 PS Caterpillarmotor und Druckluftbremse die Budaer Berge hoch zu fahren ;-)

      Leider wird all das von vielen "klassischen" Eisenbahnfans oft nicht oder nur am Rande wahrgenommen. Daher mein Appell: Besucht nicht nur Sonderfahrten und Bw-Feste, sondern auch mal die Park- und Kindereisenbahnen im In- und Ausland. Es lohnt sich :-)

      Es folgen einige Bilder von meinem Budapest-Besuch im Sommer 2013. Es gehören auch historisch absolut wertvolle Fahrzeuge zum Bestand, wie der kleine Zweiachser, der Dieseltriebwagen oder die Dampfloks (ebenfalls dem Denkmalssockel entstiegen). Die Mk49 2006 ist auch auf einem Bild im Bw zu sehen.

      Viele Grüße,
      Christian













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    • Hallo Christian,

      vielen Dank meinerseits für Deine lesens- und sehenswerten Ergänzungen, die mein vorher Geschriebenes unterstützen.

      Und auch wenn es nicht zur Kindereisenbahn, wohl aber zu meiner Heimat passt: Ich mag die Interaktion von Mensch und Eisenbahn. Viel zu oft sieht man Bilder von Zügen in menschenleerer Landschaft an immer den gleichen Fotostandpunkten, was mich schon beim Betrachten ermüdet. Deshalb dieser kurze Videogruß aus Drei Annen Hohne an Alle mit dem Ausruf meiner Tochter: 'Die Hände!' (vom Heizer sind ganz schwarz) ... ja, die hatte Dein Papa eine Weile auch mal. :-D

      watch?v=m3G5VOrIg3U

      Deshalb gefallen mir Dein letztes und vorletztes Bild besonders gut, Christian. ;)

      Gruß, René

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