Betrieb der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf

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    • Hallo,

      im Grunde mutet es an wenig wie ein Stück aus dem Tollhaus an – ich beziehe mich im Folgenden auf den Artikel in der Sächsischen Zeitung:

      • Zuschusserhöhung um ca. 50 TEUR pro Jahr und eine Reduzierung der Zug-Km um mehr als 15 % mit der Begründung zusätzlichen Aufwands für die Streckenunterhaltung – wohlgemerkt, einer neu erbauten Strecke !! Da müssen wahrlich ganz besondere Vegetatiosbedingungen herrschen ….

      Der eigentliche "Knaller" ist aber in meinen Augen etwas ganz anderes:

      • der Betreiber befürchtet (!) sinkende (!) Fahrgastzahlen – aha. Und lässt sich daraus resultierende Einnahmelücken schon mal vorab vertraglich ausgleichen. Wäre es nicht Pflicht eines Betreibers, wenn er so etwas schon „befürchtet“, zunächst einmal Maßnahmen vorzuschlagen/zu ergreifen dem zu begegnen ? ?! Um es mal plastisch zu machen: das kommt einem vor wie ein Autokonzern, der sinkende Absatzzahlen prognostiziert und sich den Ausfall einfach von Dritten ersetzen lässt (hinkt natürlich zu Teilen - wie jeder Vergleich).
      • Oder anders herum: mit vielen Millionen wird eine Strecke verlängert/wiederaufgebaut mit dem VOR Inbetriebnahme bereits erwarteten Ergebnis, dass auf der Gesamtstrecke die Zahl der Fahrgäste insgesamt sinkt !!!!

      Es verstetigt sich damit für mich der Eindruck (vielleicht ähnlich zu einigen vorherigen Beiträgen), dass sich die SDG (zumindest für dieses Strecke) nicht als Gestalter und i.S. Entwicklung von Nachfrage engagierter Betreiber sieht, sondern eher als jemand der eben technisch Bahnbetrieb kann. Damit jetzt nicht gleich der Entrüstungssturm losbricht: das ist kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung, die auch früher/ in vorherigen Beiträgen diskutierte Gründe hat.

      Im Kern kann ich mir - wiederum zustimmend einem vorangegangen Beitrag - eine echte Perspektive für die Strecke nur vorstellen nach personellen oder strukturellen (Betreiberwechsel) Veränderungen.


      Viele Grüße, echtdampf
    • Ja, mit diesem "Sparfahrplan" ist die Weißeritztalbahn endgültig zum ungeliebten Stiefkind der sächsischen Schmalspurbahnen geworden, auch innerhalb der SDG. Das die Fahrgäastzahlen bei nur 2,5 Zugpaaren eher sinken, dürfte auch klar sein. Schon allein, weil der erste Zug zu zeitig fährt. Welcher Urlauber oder Ausflügler will an seinem freien Tag schon vor 7:42 Uhr nach Kipsdorf starten? Da hätten sie den Fahrplan wenigstens ne Stunde nach hinten verlegen können. Allein das geht schon ziemlich an den touristischen Bedürfnissen vorbei!
      Auch bei den restlichen Angeboten fällt die Weißeritztalbahn meilenweit hinter Fichtelbergbahn und Lößnitzdackel zurück, von der SOEG mal ganz zu schweigen.

      Ich denke mal, die Weißeritztalbahn wird wohl, ähnlich der Selketalbahn im Harz, zukünftig im Schatten ihrer wichtigeren Schwestern so vor sich hinvegetieren. Sie fährt halt auf Sparflamme vor sich hin, während sich die Hauptaktivitäten der SDG auf die lukrativeren Schwesterbahnen konzentrieren. Beim Blick auf die bisherigen Fahrgastzahlen auch irgendwo verständlich. :(
    • Original von Drops
      Guten Morgen,

      zu den Eigentumsverhältnissen der Fahrzeuge im Vergleich zu Rügen: Auch dort gehörten Strecke und Fahrzeuge mal dem Betreiber selbst. Es geht alles, wenn man nur will.
      Aber vermutlich kommt eh bald mal wieder der Rundumschlag von Hutzel, weil alle die an der SDG Kritik üben sowieso Spinner sind.

      Grüße
      Uwe

      Du kannst beruhigt sein, ich werde für diesen Firlefanz keine Zeit mehr opfern. Sind doch genug Experten hier, die wissen wie es geht.