Auf geht's zur Wilden Zicke...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Holger,

      wenn Du mein letztes Bild der 'Ille' meinst? Es zeigt den Tw 51 (Reko, Baujahr 1973), welcher seit Juni 2016 nach 10-jähriger Abstellzeit wieder in den Planverkehr zurückgekehrt ist. Insofern ist es eher mein Baujahr, welches mit dem des gezeigten Tw übereinstimmt. :zwink:

      Rückkehr Tw 51

      Bezüglich der Schifffahrt auf der Unstrut sehe ich wohl derzeit schwarz. Wichtig ist erstmal, dass die Fähre im Blütengrund wieder in Betrieb geht. In Bad Kösen gibt es ja die Saaleschifffahrt in Richtung Rudelsburg. Mal sehen, was auf der Unstrut wird. Als Gedankengang könnte man vielleicht auch von Bad Kösen die Fahrten in Richtung Unstrut anbieten. Dafür wäre dann wohl aber noch ein Schiff notwendig. Mal schauen, was passiert.

      Freundlichen Gruß, René
    • :frech: ... ja, das stimmt. Hab ich gerade übersehen. Hatte in der letzten Nacht nur ein handvoll Stunden an Schlaf. Nach Spätdienst bis Mitternacht gleich in den frühen Morgenstunden nach Bad Kösen und zurück. Da kann sich schonmal ein Schleier vor die Augen legen. Ich sollte mal ein paar Stunden Schlaf nachholen. :zwink:

      Dann haben wir Beide in Naumburg einen Triebwagen, der unserem "Baujahr" entspricht. :klatsch:

      Freundlichen Gruß, René
    • Rolf schrieb:

      Hallo René,
      nochmal vielen Dank für Deinen schönen Bericht! Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich hier noch eine weitere dieser gemütlichen Kleinstadtstraßenbahnen zeige, nämlich die von Woltersdorf. Man könnte fast mal einen Reiseführer "urige Straßenbahnen" erstellen ;-)

      Grüße,
      Rolf
      Salü,

      Idee mit dem Reiseführer finde ich Klasse - doch wie sollte er aussehen? Würde mich bereit erklären über die Straßenbahn in Gotha mit Ihrer Waldbahn und der Kirnitzschtalbahn zu berichten. Schön das hier auch Straßenbahnigeschmalspurfans gibt.
      Euer Saarsachse
      IV K - Fan
    • Hallo,

      ich würde das entsprechende Thema vielleicht 'Album der kleinen Straßenbahnbetriebe' nennen und Jeder, der etwas dokumentarisch zu diesem Thema beizutragen hat, schreibt es auch thementreu in diesen Thread. Für konkrete Reiseberichte in Wort und Bild (keine reinen Bildberichte mit kaum Text) würde ich aber weiterhin die Ausnahme eines eigenen Themas zulassen. Der Beitrag im Album sollte dann natürlich mit einer Überschrift versehen werden, um was für einen Betrieb es sich gerade handelt. Ähnlich dem Thema 'Wiederaufbau der Weißeritztalbahn'. Hierbei handelt es sich ja auch um einen Sammelthread bzw. um ein Album. Da die Thematik 'Kleine Straßenbahnbetriebe' mit Sicherheit auf Interesse stoßen wird, aber nicht einen solchen Umfang wie beispielsweise alle Berichte zu den Harzer Schmalspurbahnen erreichen wird, dürfte eine gewisse Übersichtlichkeit gewährleistet sein.

      Weitergehende Diskussionen zu dieser Thematik würde ich mir aber in der Rubrik 'Smalltalk' erbitten, da sie mit der 'Wilden Zicke' und ihrem Umfeld im Konkreten wenig zu tun haben. Vielen Dank dafür.

      Freundlicher Gruß, René
    • Hallo,

      vom heutigen Tag bis einschließlich Samstag den 18. März werden bei der 'Wilden Zicke' am Marienring die Gleise erneuert. Die Haltestellen Theaterplatz und Vogelwiese können somit nicht bedient werden. Hier geht es zum Baustellenfahrplan:

      Gleisbauarbeiten am Marienring

      Am Sonntag, den 19. März kommt dann wieder der Triebwagen 17 aus dem Jahre 1928 im Liniendienst zum Einsatz.

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo,

      ich hatte ja beim Thema zur Lorenbahn Nordstrandischmoor geschrieben, dass ich mich zu bestimmten Themen gelegentlich zu Wort melden werde. Die Festveranstaltung zum Jubiläum der Naumburger Straßenbahn verdient definitiv einen kleinen Bericht, welchen ich gerne in zwei Kapiteln präsentieren möchte, da die Bilder an zwei Tagen entstanden sind. Im Mittelpunkt soll natürlich die Straßenbahn stehen, aber auch ein paar Blicke in die schöne Umgebung sollen nicht fehlen. Wir schreiben den 16. September 2017 und wir befinden uns in...



      Mit meiner Tochter bin ich am frühen Morgen von Wernigerode gestartet, während meine Frau aufgrund eines Seminars erst am Nachmittag als Nachzüglerin folgen konnte.

      Zuerst führte uns der Weg nach Bad Kösen, um den Schlüssel der Unterkunft in Empfang zu nehmen. Im Anschluss ging es sofort nach Naumburg, wo ich das mobile Gefährt nahe der Vogelwiese abstellte. Bis zum Theaterplatz war es nur ein kurzer Fußweg und hier trafen wir den abgestellten Triebwagen 51 mit Beiwagen 19 an.



      Weiter ging der Fußmarsch zum Festgelände am Depot, wo wir uns einen kurzen Überblick verschafften. Mit dem Triebwagen 29 fuhren wir von der Poststraße zur Wiesenstraße und unternahmen zur Zeitüberbrückung bis zur Ankunft meiner Frau eine kleine Wanderung im schönen Saaletal zum Blütengrund. Der sanften Landschaft mit den typischen Weinbergen wohnt eine beruhigende Wirkung inne.



      Am Blütengrund beobachtete meine Tochter interessiert die Fähre über die Saale, welche allein die Stömung des Flusses nutzt, um zwischen den beiden Ufern zu pendeln.



      Danach suchten wir den Biergarten des neueröffneten Restaurants auf, um uns Speisen und Getränke schmecken zu lassen und die Sonne zu genießen, bevor wir wieder zum Naumburger Hauptbahnhof zurückspazierten. Hier trafen dann gerade Triebwagen 51 mit Beiwagen 19 ein.



      Der Beiwagen musste vom Triebwagen umfahren werden, was dieses Bild möglich machte.



      Doch nun ging es zum Gleis 3 des Hauptbahnhofes, denn um 15.21 Uhr sollte der RE aus Magdeburg eintreffen, was er auch auf die Minute pünktlich tat. Große Freude, denn nun konnte das Programm als vereinigte Familie fortgesetzt werden.



      Nun fuhren wir gemeinsam zum Theaterplatz, um erstmal am Markt ein Eis zu essen. Nach dem Aussteigen aus der Bahn warteten wir aber die Rückkunft des Triebwagens von der Vogelwiese ab.



      Hier wurde der zurückgelassene Beiwagen 19 wieder angekuppelt, da es an der Vogelwiese keine Möglichkeit zur Umfahrung gibt. Das Bild machte ich aus der zweiten Reihe und belebte einfach mal mit den anwesenden Fotografen das Motiv.



      Vom Markplatz ging es dann am Marientor vorbei zum Festgelände am Depot, wo wir eine schöne Zeit verbrachten. Schließlich fuhren wir zum Abendessen zum Fischhaus an der Saale beim Kloster Pforta, bevor wir voller interessanter Eindrücke die Unterkunft in Bad Kösen aufsuchten, um den Abend um 20.15 Uhr mit dem Film 'Die Olsenbande stellt die Weichen' ausklingen zu lassen.



      Dies war mein kleiner Bericht über den Samstag. Ein zweites Kapitel wird die Ereignisse vom Sonntag zum Inhalt haben, welcher nicht minder erlebnisreich war.

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo,

      es fehlt ja noch Teil 2 der Ereignisse und nach einer erholsamen Nacht ist es auch schon Sonntagmorgen um 7.30 Uhr geworden. Ein Blick aus dem Fenster der Unterkunft zeigt die Baustelle zur Sanierung des Bahnhofs Bad Kösen.



      Kaffee und stärkendes Frühstück und dem Tag kann munter ins Auge gesehen werden. Der erste Weg führt zur Anlegestelle der Motorboote zur Rudelsburg. Hier liegt die 'Bad Kösen' an der Leine, welche im Jahr 1989 in der Werft Aken hergestellt wurde.



      Kurze Zeit später erschien dann auch das Personal und pünktlich um 10 Uhr hieß es: Leinen los! Wir waren die einzigen 3 Fahrgäste und so suchten und fanden wir achtern im Schiff unseren Platz, nämlich Cabrio ohne Dach über dem Kopf. Die Fahrt war sehr interessant. Ornitholgisch interessierte Fahrgäste kamen voll auf ihre Kosten: Komorane, Eisvögel, Mandarinenten und natürlich auch Stockenten bevölkerten das Gewässer. Dem Fahrgast mit eisenbahnthematischen Interessengebiet wurde an der Stützmauer die Vorbeifahrt eines Talent 2 des EVU Abellio Mitteldeutschland geboten.



      Stromaufwärts kam dann auch bald die Burg Saaleck in Sicht.



      An der Anlegestelle Rudelsburg wurde der Imbiss aufgesucht und zwei Pötte Kaffee geordert. Das Bootspersonal war so freundlich, die leeren Becher später wieder von Bad Kösen zur Rudelsburg zu bringen, was uns dann natürlich ermunterte, dass Personal auf eine Dosis Koffein einzuladen. Die Rückfahrt wurde also bei einem Schälchen Heeßen und schönen Ausblicken genossen, wie diese Partie am Ufer beweist.



      In Bad Kösen konnte dann noch das Motorboot 'Rudelsburg' wasserseitig begutachtet werden, welche im Jahr 1991 ebenfalls in Aken gebaut wurde, jedoch weniger Platz bietet. Als wir am Anleger festgemacht hatten, sollte sich das Schiff etwas mehr füllen. Wir verabschiedeten uns vom netten Personal und steuerten den nahegelegenen Tierpark an.



      Boah ey diese Besucher: Es ist Sonntag und da legst di nieda für ein vorgezogenes Mittagsschläfchen. Gecheckt?



      Da ist sie schon, die wilde Zicke! Da lacht man sich auf jeden Fall scheckig. Ich mag Kinderaugen, denn die sind so frei, die lachen und weinen und sind ehrlich dabei!



      Ist wohl ein seltsamer Vogel, der Autor dieser Zeilen. Etwas bunt im Geiste und so habe ich vielleicht mit dem Allfarblori mein persönliches Lieblingstier des Tierparks gefunden? 'Wie krank muss der sein, der sich heute für normal hält.' stellte schon im Jahre 1984 der Texter Heinz Rudolf Kunze ganz richtig fest. Man nehme das eigene Dasein nur nicht zu ernst.



      Nach Besuch des Tierparks erfolgte der Ortswechsel nach Naumburg. Während ich mir die Baustelle zur Verlängerung der Straßenbahn anschaute, nutzte meine Tochter die Zeit für einen Spielplatzaufenthalt.



      ... Komm folg mir zu den Feldern, wo die Wegwünschpferde stehn!



      Im Ratskeller nahmen wir dann unser Mittagessen ein, bevor es zum Festgelände am Depot ging. Hier stand ein besonderes Highlight auf dem Programm, nämlich eine Fahrt mit der Drehleiter der Feuerwehr. Erst wollte meine Tochter nicht so recht, meine Frau hat gleich abgewunken, aber dann erhoben sich mein kleiner Engel und ich in luftige Höhen. Zunächst konnten wir einen Blick auf einen Teil des Festgeländes werfen.



      In der anderen Richtung gleitet der Blick über die Dächer der Naumburger Altstadt auf die Türme des Naumburger Domes.



      Wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen, begaben wir uns zur Haltestelle Postring, wo uns der IKARUS-Bus zum Ostbahnhof bringen sollte.



      Dort hatte die IG Unstrutbahn einen Informationsstand aufgebaut und für einen Imbiss war ebenfalls gesorgt. So konnten wir gut die Wartezeit bis zur Ankunft des Triebwagens der Burgenlandbahn überbrücken, um unsere kleine Rundreise weiterzuführen.



      Um die Runde zu vervollständigen, warteten wir auf die Ankunft des Triebwagens 51 mit Beiwagen 19, um wieder zum Depot zu gelangen.



      Der Triebwagen wird vom Beiwagen abgekuppelt, um an das andere Wagenende umsetzen zu können. Bei der Abfahrt sahen wir einen der Lokführer der Parkeisenbahn Vatterode. Zufälle gibt es! Ganz liebe Grüße an dieser Stelle von uns.



      Am Depot entstand dieses letzte Bild vom Triebwagen 38, denn nach Kaffee und Kuchen im Ambiente des alten Pferdebahnwagens 133 begaben wir uns (diesmal gemeinsam) zum Auto, um in teils sintflutartigen Niederschlägen nach Wernigerode zu fahren.



      Das soll es mit meiner Berichterstattung gewesen sein. Ich danke für eure Aufmerksamkeit!

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo,

      in meiner Berichterstattung ist mir ein winziges und doch wichtiges Detail abhanden gekommen. Die Nahverkehrsfreunde Naumburg & Jena e.V. haben einen Spendenaufruf zur Aufarbeitung des Lowa-Beiwagens 1 gestartet. Dieser EB50 ist der letzte Vertreter seiner Art in Meterspur. Seine Aufarbeitung war wegen der favorisierten Fertigstellung des Lindner-Triebwagens 17 zunächst zurückgestellt worden. Vielleicht kann er ja in Zukunft die Sammlung betriebsfähiger Fahrzeuge in der Saalestadt vervollständigen und wieder zusammen mit dem Lowa-Triebwagen 29 durch Naumburg fahren. Hier der Link zum Flyer:

      Spendenaufruf EB50

      Hier macht der Lowa-Triebwagen 29 am vergangenen Samstag im Gleisbogen an der Wiesenstraße schon eine verdammt gute Figur. Es wäre doch schön, wenn sinnbildlich gesprochen auch dieser Topf einen Deckel bekommen würde.



      Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, René