Betrieb bei der Döllnitzbahn (Wilder Robert)

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    • Die 2091 sind aber auch üble Krücken! Abseits ihrer kultigen Erscheinung haben sie ne miserable Leistung und ein bescheidenes Antriebskonzept. Also für heutige Zeiten nicht Halbes und nichts Ganzes. Da ist der 5090-Triebwagen ein riesiger Fortschritt in nahezu allen Belangen!

      Denn die einzige reale Chance auf ne langfristig gesicherte Zukunft, sehe ich bei der Döllnitzbahn, indem man sie als attraktive Alternative im SPNV "aufrüstet". Also, Strecke deutlich beschleunigen, damit man den Überlandbus hinsichtlich der Fahrzeiten unterbietet, Taktfahrplan und zeitgemäßem Fahrkomfort dazu. Ansonsten liegen die Stationen ja nach wie vor recht günstig für den ÖPNV.
      Denn touristisch ist die Gegend für die Allgemeinheit abgelegene sächsische Provinz. Und von den Dampfbahntouristen alle paar Wochenenden kann die Bahn nicht im täglichen Planbetrieb überleben.

      Und ja, bei der Weißeritztalbahn wäre so eine Triebwagen als Taktverstärker auch dringend nötig! Denn von einem zweiten Dampfzug kann man da leider ewig träumen. Und auf Dauer wird das mit den 2,5 Zugpaaren doch etwas dünn, wenn die Anfangseuphorie über die wieder befahrbare Gesamtstrecke verflogen ist.
      Man darf halt nur nicht den gleichen Fehler machen wie im Harz, wo man für die Triebwagen außerhalb des Bereichs Nordhausen - Ilfeld saftige Dampfzugpreise berappen muß!

      Und das moderner SPNV auf Schmalspur auch in Deutschland erfolgreich sein kann, sieht man ja bestens auf dem ÖPNV-Abschnitt Nordhausen - Ilfeld der Harzquerbahn.
    • Hallo Zusammen, hallo Rainer,

      recht vielen Dank für das einstellen der 3 Fotos vom 3100Stg. Sehr gut auch für einen späteren Vergleich Vorher-Nachher.

      Es braucht schon etwas Vorstellungskraft um sich nun einen zeitgemäßen Beiwagen zum VT15 vorstellen zu können.
      Ich gehe mal davon aus, das die Toilette bleibt und wie oben bereits genannt ggf. an den Türen etwas verbessert wird.
      Das Gesamtkonzept moderner TW + BW wird sicherlich auch von den Schülern positiv aufgenommen.
      Ich freue mich jedenfalls auf die neuen Fahrzeuge und die Kapazität mit gesamt 116 Plätzen ist ja ganz ordentlich.
      Auf jeden Fall eine enorme Bereicherung in unserer Schmalspurlandschaft, die in Richtung moderner ÖPNV sehr positiv zu sehen ist.

      Mit freundlichen Gruß

      Thomas aus Dresden.
    • Aus 5090 015 wird VT 15

      Liebe Schmalspurfreunde,
      als Vorgeschmack auf den VT 15 auf den Gleisen der Döllnitzbahn zwei Bilder aus seinem früheren Leben als 5090 015 auf der Mariazeller Bahn.



      Im Oktober 2013 führt der zukünftige VT 15 einen Viererpack 5090 von St. Pölten nach Laubenbachmühle, hier kurz vor dem Bahnhof Frankenfels.



      Im neuen Bahnhof Laubenbachmühle - dem Beginn der phantastischen Bergstrecke - übernachtet die Formation.



      Mügeln im Mai 2004: der ehemalige MzB-Wagen 3100.



      Im April 2006 war der MzB-Wagen 3100 wesentlicher Bestandteil eines Zuges von Oschatz nach Mügeln.
      Nun können wir gespannt sein auf die "neuen" Österreicher beim "Wilden Robert".

      Schöne Grüße Mario Mehner

      Weitere MzB-Bilder:
      edition99.de
    • Ich sehe den Einsatz moderner Fahrzeuge auf sächsischen Gleisen durchweg als positives Signal um generell wieder Fuß im ÖPNV zu fassen. Die Schmalspurnostalgie auf den Strecken ist toll, allerdings nur auf das Pferd Tourismus zu setzen halte ich für blauäugig. Der Einsatz moderner Fahrzeuge und die Erhöhung der Streckengeschwindigkeiten (was ich eigentlich fast noch für wichtiger halte), ist daher ein längst überfälliger Schritt. Die Österreicher sind uns an der Stelle deutlich voraus und haben ja schon lange bewiesen, dass man auch auf 750/760 mm durchaus 70-80 km/h fahren kann. Die der Streckengeschwindigkeit von 30 km/h zugrundeliegende sächsische Konzession für den Betrieb von Schmalspurbahnen stammt immerhin aus den 1880er Jahren und wurde seitdem quasi nicht verändert..
      Natürlich ist nicht jede der ehemaligen DR-Schmalspurbahnen dafür geeignet auch regelmäßig ÖPNV orientierte Fahrten anzubieten (z.B.Pressnitztal), aber gerade z.B auf der Lößnitzgrundbahn dürfte man angesichts der dortigen Schülerbeförderung die Ohren gespitzt haben. Auch für das Weißeritztal könnte ich mir einen Triebwagenverkehr als Ergänzung gut vorstellen. In Zittau wird das ja auch bereits lange gelebt, wenn auch mit einem historischen Einzelfahrzeug.

      Ich hoffe, dass die Zillertalbahn den Weg zu Brennstoffzellen-Triebwagen wirklich geht. Ähnlich wie beim Auto, müssen auch im Eisenbahnwesen dringend alternative Antriebskonzepte zum Diesel her. Brennstoffzelle stellt hier eine aktuell verfügbare und bezahlbare Technologie dar. Dies gilt für den schmalspurigen, als auch für den regelspurigen Nebenbahnverkehr.
      Die regelspurige Taunusbahn hier um die Ecke wird ab 2019 Erprobungsträger für einen neuen Brennstoffzellen-Triebwagen werden. Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Auch die Entwicklungen bei der Döllnitzbahn werde ich aufmerksam verfolgen.
    • Hallo zusammen,

      ja, das ist ein richtiger Ansatz! Der Sächsische Rechnungshof hat schon mehrfach gerügt, dass ÖPNV-Gelder in die dampfbetriebenen Schmalspurbahnen fließen. Wenn jedoch tatsächlich ÖPNV auf den Strecken stattfindet, ist die Infrastruktur für historischen Bahnbetrieb (was die dampfbetriebenen sächsischen Schmalspurbahn unzweifelhaft heute sind) schon mal vorhanden.
      Viele Grüße
      Eckhard