Müglitztalbahn wegen Vegetationsproblemen außer Betrieb

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Postmeister schrieb:

      Hallo in die Runde,

      hier ein aktueller Beitrag der SZ dazu:
      sz-online.de/nachrichten/muegl…ibt-gesperrt-3861053.html
      Na, das klingt nicht, als hätte die SBS alles an den Haaren herbei gezogen. Und wenn die Behauptung stimmt, dass die SBS andere Probleme hat, dürften die ja weiterhin bestehen.


      Städtebahn Sachsen schrieb:

      Sachstand Müglitztalbahn (RB 72)

      Strecke Heidenau – Altenberg bleibt bis einschließlich Donnerstag, den 18.01.2018 gesperrt

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      die gemeinsame Streckenbesichtigungsfahrt von der DB Netz AG und Städtebahn Sachsen GmbH (SBS) am vergangenen Montag ergab, dass auf dem gesamten Streckenabschnitt zwanzig kritische, sofort zu bearbeitende Rückschnittstellen vorhanden sind, die bis einschließlich Mittwochmittag gerodet werden sollen.

      Im oberen Bereich der Strecke, kurz vor Altenberg, arbeiteten die DB Netz AG und der Sachsenforst bereits seit vergangenen Freitag ununterbrochen Tag und Nacht an der Beseitigung von Vegetation, zum Teil mit schweren Geräten.

      Nach Einschätzung der Experten wird bei planmäßiger Abarbeitung der Gefahrenpunkte die Strecke Heidenau - Altenberg wieder befahrbar sein. Nach Abschluss der Vegetationsarbeiten ist nach jetzigem Stand für Mittwochnachmittag eine weitere Erkundungsfahrt geplant, auf deren Basis über die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs entschieden wird.

      Außerdem sollen mögliche neue Sturmschäden aufgrund der für Donnerstag vorhergesagten Unwetterwarnung mit Orkanböen für die Deutschen Mittelgebirge abgewartet werden, um eine erneute Gefährdung von Fahrgästen und Personal zu vermeiden. Damit bleibt vorerst bis einschließlich Donnerstag Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Angestrebt wird, im Laufe des Freitags den Bahnverkehr wieder aufzunehmen. Das sogenannte „Fahren auf Sicht“ kommt nicht in Frage, da damit die Fahrzeiten nicht eingehalten werden können und Verspätungen sowie eine Ausdünnung des Fahrplanangebotes die Folge wären.

      In der Gesprächsrunde wurde auch vereinbart, dass bei einer planmäßigen Baumaßnahme im Juli 2018, in deren Zeit ohnehin der Streckenabschnitt Heidenau- Altenberg gesperrt ist, durch die DB Netz AG weiterer präventiver Vegetationsschnitt erfolgt. DB Netz AG hat heute auch bestätigt, dass nunmehr die Vegetationsprobleme der anderen von der Städtebahn befahrenen Strecken von Dresden nach Kamenz, Königsbrück und Sebnitz erfasst und rückgeschnitten werden. Für die Strecke Dresden- Kamenz wurde bereits eine Videomessfahrt durchgeführt, deren Ergebnis bei den Arbeiten berücksichtigt wird.

      „Es freut mich, dass das gemeinsame Bestreben zwischen SBS und DB Netz AG nun zu einem Ergebnis führt“, so Torsten Sewerin. „ Die Sicherheit der Fahrgäste, sowie die der Mitarbeiter beider Unternehmen, ob DB AG oder Städtebahn, haben oberste Priorität.“

      Ab Freitag soll der Verkehr wieder laufen, wenn der Sturm am Donnerstag keine größeren Schäden anrichtet. Wir werden sehen.
      Viele Grüße
      Eckhard
    • Hallo Reinhard,

      carba schrieb:

      Hallo ,

      so wie es scheint, hat die von einigen Vorschreibern so gescholtene Städtebahn wohl doch Recht !

      Wie kommt die DB AG so schnell dazu auch gleich noch andere Strecken freizuschneiden ?

      Es hat bestimmt nicht mit den "Billigen EVU "zu tun.

      Die Bahn als Eigentümer und Vermieter der Strecken ist in der Pflicht.

      Grüße Reinhard

      ich denke nicht, daß es darum geht, ob irgendjemand Recht hat.
      Anstoß für mich war nicht, ob die Strecke im Müglitztal nun vegetationsseititg ausreichend gepflegt wurde oder nicht, sondern die unglaubliche Behauptung, daß dies gezielt von DB Netz "betrieben" werde, um auf Strecken, auf denen nicht "DB-EVU" fahren, die anderen EVU zu schädigen. Außerdem wurde behauptet, daß die Strecke jetzt (nach dem 09. Januar) nicht mehr sicher befahrbar ist. Ich behaupte weiterhin, daß sich die Vegetation sicher nicht im Winter so entwickelt hat, daß sie plötzlich eine unkalkulierbare Gefahr sei.

      Nur um diese Art der Darstellung und die Pressemitteilung mit markigen Worten, die eben bei wortgetreuer Erfüllung des Angekündigten auch eine dauerhafte Verkehrseinstellung denkbar erscheinen ließen, ging es zumindest mir. Eine Wiederaufnahme des Schienenverkehrs schon nach wenigen Tagen zeigt nur zu deutlich, daß es entweder eben doch nur punktuell dringenden Handlungsbedarf gab (dazu passen dann eben nicht die Maximalforderungen in Worten), oder aber man kann dieses Vorgehen eben doch nicht so richtig gegenüber dem VVO durchsetzen.

      Alles weitere zur Städtebahn Sachsen Geschriebene kann deshalb trotzdem zutreffend sein (oder in Teilen zutreffen), da gibt es keine Ausschließlichkeit in den Dingen.


      Freundliche Grüße
      217 055
    • Hallo zusammen, die Fotos, die die Städtebahn vom September 2017 gezeigt hat, zeigen nach meiner Meinung eine Strecke, die offensichtlich nicht besonders gepflegt ist. Da spielt es keine Rolle, ob die DB Netz dies absichtlich tut oder nur ihren Verplichtungen nicht nachkommt.

      Wenn die SBS die DB Netz tatsächlich bereits mehrfach aufgefordert hat, diese Zustände abzustellen, ist es nur nachvollziehbar, dass sie nach einem Tag, an dem die Strecke dreimal durch umstürzende Bäume blockiert wird, die Reißleine zieht.

      Sowohl der VVO als auch die Stadt Altenberg unterstützen die Sichtweise der SBS. Und die nun durchgeführten Aktionen an der Strecke deuten nicht darauf hin, dass die SBS völlig übertrieben hat.
      Viele Grüße
      Eckhard
    • @ 217 055

      Das die Vegetation im Winter nicht so toll ist ,
      ist mir mindestens ein halbes Jahrhundert bekannt.

      Aber es gibt Schnee und Wind. Das haut so manchen Baum um. Unlängst direkt vor meiner Wohnung.

      Ein riesiger Baum , zum Glück lagen nur zwei PKW drunter. Aber wenn man ein Auge dafür hat- es zeichnete sich ab.

      Die Wurzel hob schon die Gehwegplatten hoch.

      Was wäre im Müglitztal geschehen wenn die DB AG der Betreiber sei ?

      Hätten die es auch soweit kommen lassen ?

      Okay, alles Spekulation.

      Schönen Tag wünscht Reinhard ( der sich nicht hinter Ziffernfolgen verstecken muss )
    • Hallo Reinhard,

      carba schrieb:

      @ 217 055
      .....


      Was wäre im Müglitztal geschehen wenn die DB AG der Betreiber sei ?Hätten die es auch soweit kommen lassen ?
      ...


      Schönen Tag wünscht Reinhard ( der sich nicht hinter Ziffernfolgen verstecken muss )
      auch wenn ich kein Hellseher bin, kann ich Dir Deine Frage mit ziemlicher Sicherheit beantworten. Gar nichts wäre anders als jetzt!
      Im Übrigen ist die DB AG der Betreiber der Strecke, nämlich des Schienenwegs (als DB Netz AG). Verkehrsunternehmen wäre in dem von Dir skizzierten Fall DB Regio, und dieses EVU ist gegenüber der DB Netz AG genauso arm dran wie ein EVU namens Städtebahn Sachsen. Durch Konzernvorgaben hat ein "internes" EVU sogar noch weniger Druckmittel gegen DB Netz als ein externes EVU.
      Da sieht es dann auch beispielsweise so aus wie hier in einem extremen Fall, bei dem es nur mit viel Glück keine Toten oder Schwerverletzen gab.
      Baumkollision mit deutlich über 100 km/h
      Dieser Unfall neben einer größeren Zahl weiterer Blockaden führte damals auch zu einer regional wirksamen Betriebseinstellung, allerdings beschränkt auf die Orkanzeit und die Beräumungsdauer der Strecken sowie Bergung der beschädigten und zerstörten Fahrzeuge. Vor einigen Jahren war beispielweise nahezu das gesamte Streckennetz ohne Oberleitung in Oberfranken und der Oberpfalz sehr umfassend eingewachsen (oft bis ganz nah an die Fahrzeugumgrenzung), weshalb bei jeder Sturmwarnung mit Windgeschwindigkeiten von über 65 km/h nahezu flächendeckend eine Höchstgeschwindigkeit von max. 80 km/h durch DB Netz verhängt wurde (das galt dann durchaus auch durchgehend über ca. 150 Kilometer). Dabei wurden abstrakt die Warnungen des Wetterdienstes auf das Merkmal 65 km/h abgeglichen. Es spielte keine Rolle, ob wirklich Wind da war oder ob die Meldung beinhaltete, daß die Warnung für Höhen über 1500 Meter gilt. Es wurde eben einfach angeordnet, auch wenn alle vor Ort von Windstille und Sonnenschein berichteten. Dort aber fuhr und fährt im Personenverkehr keine Städtebahn, sondern DB Regio und die Vogtlandbahn mit ihren Töchtern (heute Netinera Länderbahn) sowie agilis. Diese Strecken wurden in den letzten Jahren relativ großzügig freigeschnitten - aber trotzdem können weiterhin Bäume die Gleise erreichen, wenn sie umfallen. Und wenn Du etwas rückwärts liest, findest Du nicht, daß ich je behauptet hätte, daß es keinen Grund für die Beschwerden der Städtebahn geben kann. Den Grund gibt es ganz sicher, sonst würde eine solche Aktion sofort nach hinten losgehen. Auf jeden Fall kann in 10 Tagen keine zugewachsene Strecke freigeschnitten werden, da gibt es maximal Einzelkosmetik an einigen Punkten, mehr geht in so kurzer Zeit gar nicht.

      Deshalb freue ich mich, wenn die Zeit der Betriebseinstellung jetzt wieder endet und auch, wenn sich die Vegetationskontrolle entlang der Strecke zukünftig verbessert und vor allem verstetigt. Es ist ein Witz und zeigt die ganze Absurdität der "Pflege", wenn sich die Streithähne auf Fotos von Zugpersonalen berufen, um Belege zu bringen.


      Freundliche Grüße
      217 055


      Zum Schluß: Welchen Unterschied gibt es eigentlich zwischen Nutzernamen wie "217 055" oder "carba"?
    • @ 217 055 ( Quersumme Zwanzig )

      Vielen Dank das du dein umfassendes Wissen hier zur Verfügung stellst.
      Es ist für mich unklar und auch unwichtig die Strukturen zwischen Eigentümer, Betreiber, Nutzer usw. zu kennen.
      Fakt ist doch: Die Strecke hatte Mängel.
      Ich habe , wenn du mal rückwärts liest, niemals behauptet, du hättest geschrieben es gäbe keinen Grund.
      Die Meinungsmacher über "Billig EVU" waren gemeint.
      Wenn du dir diesen Hut aufsetzt, dein Problem.
      Auch ich freue mich natürlich über die Wiederaufnahme des Betriebes. Ich sehe das durch mein Bürofenster.
      Für mich hier Ende der Diskussion.

      Viele Grüße Reinhard "carba" Barthel

      carba steht z.B. als Teil meines Firmennamens auf meinen Visitenkarten. Auch an der Werkstatt.
      Meine Freunde kennen mich unter diesem Namen.
      Mehr gern per PM
    • Wie es so weit kommen kann, konnte ich heute am HBf der "Bundesstadt" Bonn (was auch immer das ist) bewundern. Die komplette historische Bahnsteigüberdachung ist undicht, aber wirklich ohne Übertreibung, sodass die Züge dort schon gar nicht mehr halten, sondern Außerhalb dieser unter der "modernen" Bahnsteigüberdachung, die auch keinen guten Eindruck mehr erweckt. Gleis 1 ist seit Ewigkeiten unbenutzbar.
      Der blanke Hohn aber: steht dort ein Schild der DB, dass in NRW 150 Bahnhöfe modernisiert werden---jipppiiiiee---überall große Freude!!! In Bonn kann man nicht von Modernisierung sprechen, da muss eine Komplettsanierung her. So einen Bahnhof habe ich lange nicht gesehen.

      Sicher, Bonn ist keine besonders bedeutende Stadt (das darf ich als Bonner sagen) und sie sind am Umbau dran, aber dass es so weit kommen muss........jetzt klatschen die da Wellblech auf die historischen Träger......wenn das -haupt- (s.o.) dieser Stadt erst abgeschlagen darniederliegt.....