Müglitztalbahn wegen Vegetationsproblemen außer Betrieb

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nach Königsbrück wird gefahren.

      Wie gesagt, ich bestreite nicht die Gefahr, dass Bäume mal auf der Schiene liegen können, insbesondere nach Unwettern. Wenn man überlegt, wie hoch Bäume werden, weiß man den Gefährdungsradius. Es mag jeder für sich selbst überlegen, ob es realistisch ist, links und rechts der Müglitztalbahn eine Schneise von 30 Metern zu ziehen. Ich persönlich halte die Regelwerke für überarbeitungswürdig (aber gerade das hat selbst die DB Netz mindestens selbst schon seit letztem Jahr erkannt), aber man wird es NIE ausschließen können, dass auch in Zukunft Züge gegen Bäume prallen. Gerade nicht auf Strecken wie der Müglitztalbahn. Ein gewisses Restrisiko bleibt immer, aber im Gegensatz zur Straße ohne, dass eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben der im Zug Sitzenden besteht.
      Damit wird sich auch die SBS zufrieden geben müssen.

      Die besagten Arbeiten im Müglitztal betrafen außerdem den Sachsenforst, da sich die Bäume auf deren Grundstücke befanden. Und diese Stelle befand sich zwischen Geising und Altenberg. Wie ich bereits schrieb, ein Betrieb zwischen (Dresden-)Heidenau und Geising wäre problemlos möglich gewesen. Konnte/Wollte man aber nicht. In diesem Abschnitt wurden so gut wie keine Arbeiten durchgeführt.

      Wer Strecke und Unternehmen kennt und regelmäßig damit zu tun hat, und da zähle ich mich schon dazu, der wird auch zugeben müssen, dass sich der Grünschnitt heute nicht wesentlich vom Zustand von vor zwei Wochen unterscheidet.
    • Guten Abend auch,

      eigentlich ist zu dem Thema alles geschrieben worden, was aktuell dazu zu sagen ist.
      Scheinbar ist es nicht möglich, über die verschiedenen Themenstränge Übereinstimmung zu erzielen. Das muß zwar auch nicht zwingend am Ende jeder Diskussion das Ergebnis sein, ich erkenne hier aber schon bei einzelnen Diskutanten eine Verhärtung der Argumentation und das Abdriften in Richtung persönlicher Attacke. Das ist schade.

      Jeder Mensch mit einigermaßen Lebenserfahrung kann zu der Erkenntnis kommen, daß jede Art von Handeln in der Öffentlichkeit (dazu zählt auch das Verfassen von Pressemitteilungen und deren Inhalte) immer auch das Ziel haben kann, Meinungen zu beeinflussen und Licht nur von einer Seite auf eine Sache scheinen zu lassen (mithin die bewährten Mittel der Propaganda und Agitation) - oder auch die Wahl von aktivem Schweigen zu Themen, die in der Öffentlichkeit stehen - eben Abwarten und "Zappeln lassen".
      Niemand derer, die hier erkennbar die Aussagen der SBS unter die Lupe genommen haben, (und diese zum Teil auch entlarvt haben) reklamiert für sich, daß er/sie zu 100% richtig liegen muß in der Bewertung der Situation. Da ging es immer nur um die vermeintlich erkannte Agitation in der Öffentlichkeitsarbeit der SBS. Dagegen eine andere plausible Sicht zu stellen, ist eigentlich Aufgabe der Presse und der Journalisten. Wenn diese dem nicht nachkommen (aber auch völlig unabhängig davon), kann und darf das natürlich auch jeder andere, zumindest hierzulande (was man gar nicht hoch genug werten kann).

      carba schrieb:

      @Drops

      Du willst oder kannst mich nicht verstehen.
      ...
      Ich finde es nur lustig das hier Amateure und Profis mit Nicknamen aufeinander losgehen.
      Jeder mit einer gehörigen Portion (Halb)Wissen.
      Ich stehe weder auf der Seite der DB AG noch der SBS.
      ...Kennst du die Sachen welche im Vorfeld der Entscheidung stattfanden ?
      Wenn ja, dann teile es doch bitte mal hier mit.
      Von Fakten war hier in Sachen Müglitztalbahn wenig zu lesen.
      Eher wurden Probleme ( Personal etc.) bei der SBS hineininterpretiert.
      Ich möchte mich jedenfalls nicht an Spekulationen um den wirtschaftlichen Zustand diverser Unternehmen beteiligen.
      Sind die Fachleute der SBS hier zu Wort gekommen ?

      ...So, der Drops ist gelutscht

      Gruß carba

      So wie im Zitat versucht, geht die Diskussion von Sachthemen jedenfalls nicht!
      Die erwähnte (willkürliche) Unterteilung in Beiträge von Profis und Amateuren würde mich da fast interessieren. Die ganz konkrete Entlarvung von Halbwissen auch.
      Ich sehe in den einzelnen Statements im Groben nur den Unterschied zwischen denen, die Pressemitteilungen (PM) von Unternehmen in Ihrer persönlichen Bewertung scheinbar kritiklos glauben wollen, und von anderen, die eine solche Mitteilung vor einer Akzeptanz erst einmal auf Stichhaltigkeit prüfen.
      Der Mitforist "carba" schleudert einerseits mit Vorwürfen herum, z. B.: "andere" würden ihr Wissen wie einen Bauchladen vor sich hertragen. Anderseits behauptet er, die SBS bzw. deren Fachleute wären nicht zu Wort gekommen (über was streiten wir da eigentlich?) und Fakten wären nicht diskutiert worden. Da ist ein ganzer Haufen Totschlagargumente dabei. Wer hat denn zum Beispiel die "SBS" daran gehindert, selber weiter (antwortend) zu argumentieren? Gibt es hier Zensur?
      Nein, entweder kennen "die SBS" die hiesige Diskussion nicht (liegt in der Natur der Sache als Möglichkeit) oder sie wollen sich dazu eben nicht näher erklären. Jeder, der schon mal versucht hat, sich gegen Angriffe in der Öffentlichkeit zu verteidigen, wird wissen, welches Risiko in einer Reaktion auf ein unkontrollierbares (nicht abhängiges) Gegenüber liegt. Das Gegenüber und seine Interessen sind dabei selten im Voraus bekannt, deshalb kann "die SBS" noch nicht mal eine Risikoanalyse für eine Reaktion (die kann ja nur in vehementer Verteidigung oder aber einem (Teil-)Rückzieher liegen) vornehmen. Die Reaktion liegt in solchen Fällen meist Schweigen oder dem Verweis auf die Aussagen vom ... als Antwort auf Anfragen.

      Ich hingegen kann nicht erkennen, daß es hier darum geht (ging), zuvorderst "die SBS" zu verunglimpfen. Ich sehe bisher nur Versuche, deren Agitation zu entlarven. Das erweist sich als wichtig, wie man durch einige "PM-Gläubige" sehen kann. Und natürlich muß derjenige, der offizielle Angaben einer PM angreift, ausführlicher argumentieren und detailliertere Erläuterungen vorbringen, um nicht als Stimmungsmacher wahrgenommen zu werden.

      (Ich lutsche ausdrücklich nicht die Verfasser abweichender Meinungen)


      Freundliche Grüße
      217 055
    • Abschließend :

      Wir ALLE wollen doch im Prinzip das die Bahnen weiter fahren. Oder nicht ?
      Ich mag nur nicht solche Aussagen wie " Wer billig will kriegt billig".
      Wir streiten hier um Dinge auf welche wir nur geringen Einfluss haben.
      Falls einer der Schreiber mehr bewegen kann soll er doch bitte.
      Aber nicht mit anonymen Diskussionen.

      Das die SBS sich hier nicht meldet ist deren Sache.
      Warum sollte sie auch.
      Da darf man sich aber nicht, wie geschehen , genau auf diese berufen.

      Dank an Eckhard: er hat ja letztlich den Kern getroffen.

      Niemals habe ich jedoch behauptet "andere" tragen ihr Wissen wie einen Bauchladen...
      Ich schrieb ausdrücklich-ICH trage mein Wissen nicht...
      Wenn man von Leuten, welche mich nicht kennen quasi als Amateur und SZ-online Konsument bezeichnet wird liegt
      diese Reaktion sehr nah.
      Ich möchte keinem zu nahe treten. Wer austeilt muss auch einstecken können.

      Gruß an alle Reinhard "carba" :wink:
    • Rolf schrieb:

      Hier mal ein Video zum Thema Baumschnitt:
      Na ja, der 6 Meter Schnitt ist wohl ein Witz!

      In der Schweiz hat man vom Kyrill gelernt und ein anständiges Konzept erarbeitet, das auch umgesetzt wird:
      waldwissen.net/technik/naturge…flege_bahnlinien/index_DE

      Es reicht eben nicht, auszuholzen und die morschen Bäume dahinter stehen zu lassen.
      Mit dem Konzept der Gehölzfreien Zone, der Niederhaltezone, der stabilen Waldzone und der Kontrollzone, sind die Beeinträchtigungen in der Schweiz, gegenüber Deutschland, minimal gewesen.

      In Natura sieht das so aus:

      flickr.com/gp/r_walther/eWm057
      flickr.com/gp/r_walther/Z0HT1d
      flic.kr/p/tSc1qs

      Mag ja sein, dass der Wald nicht immer der Bahn gehört. Aber der Eigentümer haftet ziemlich sicher auch für Schäden, die durch schlecht gepflegten Wald entstehen.

      Gruss Guru
    • Am Freitag bei km 30,7 so gesehen...





      An anderen Stellen liegt auch noch mehr oder weniger zusammengeschnittenes Holz neben dem Gleis, zumindest so wie ich das zwischen Lauenstein und Geising sehen konnte. Aber es stehen noch genug Kandidaten in Gleisnähe, die sich früher oder später sich auf dem Gleis ausruhen oder besser zur letzten Ruhe betten werden.

      Irgendwie hat die DB hier keine Meisterleistung vollbracht....

      Auf, das es bald wieder SEV gibt.

      VG Gerd
    • Hallo,

      dass ist doch nicht nur auf dieser Strecke der Fall. Als Beispiel mag auch die Wendlandbahn von Lüneburg nach Dannenberg Ost dienen, wo umgestürzte Bäume teils tagelange Betriebseinstellungen zur Streckenberäumung zur Folge hatten. Hier einige ausgewählte Termine (Datum des Beginns der Streckensperrung) der vergangenen Monate. Es begann mit einer 6-tägigen Streckensperrung am

      08.11.2016

      und es folgten die Daten, teils ebenfalls mit mehrtägigen Sperrungen

      13.01.2017
      22.06.2017
      06.10.2017
      18.01.2018

      Auch in diesem Fall wird die Strecke übrigens von einem privaten EVU (hier erixx) im SPNV befahren. Die Strecke ist Teil des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV)... Tarifzonen 807 bis 967... und wird somit von vielen Pendlern und Schülern genutzt.

      Freundlichen Gruß, René