Fahrzeuge der Brohltalbahn

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    • ... und schaut man sich den aus der Henschel Monta entwickelten polnischen Loktyp Las in 600 mm Spur an, dann wird man auch Ähnlichkeit feststellen. Halt nur noch mal eine ganze Nummer kleiner.
      Es ist eben ein typisches Henschel-Design dieser Zeitepoche. Jeder Hersteller hatte "sein" typisches Desing, das sich aber über die Zeit auch änderte. Die Normierungen durch die Einheitsloks der Reichsbahn machten dieser Individualität dort ein Ende. Aber bei Privat-, Industrie- und Feldbahnen gab es die Individualität bis zum Ende der Dampflokzeit.
      So kann man dann häufig bei einer unbekannten Lok ohne Fabrikschild grob raten wer der Hersteller war und wann (Epoche) sie etwa gebaut wurde.
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    • An Matthias: ja das kann ein B-Kuppler gewesen sein, gut möglich. Da ich im Alter von 4 Jahren aber des Alphabets noch nicht so mächtig war.......... :cheers: Wie gesagt, ich hoffe die Bilde zu finden, dann wissen wir mehr!
      An Rainer: klaro, die 24 ist definitiv viel kleiner. Die kenn ich in und Auswendig, das war 20 Jahre meine Lieblingslok (kann ich heute nicht mehr so nachvollziehen, finde sie aber dennoch gut).

      Weiß denn jemand, wie es um die derzeit bestellt ist? Die sollte doch aufgearbeitet werden, oder?

      Grüße, Lenni
    • Lenni schrieb:

      Weiß denn jemand, wie es um die derzeit bestellt ist? Die sollte doch aufgearbeitet werden, oder?
      Ich glaube der kleine Verein hat erst mal andere Sorgen: Gleise im Bahnhof Dörzbach wurden erneuert und jetzt wird ein kleiner Dieselzug aufgearbeitet. Das sind schon Mega-Projekte. Die Dampflok ist da wohl eher ein Langfristprojekt. Aber Zeichnungen für eine spätere Aufarbeitung werden wohl am Computer schon erstellt.

      Zur Brohltalbahn: Ich glaube fast ich war mal da, als einer der IHS B-Kuppler dort lief. Ich muss mal in meiner Diakiste wühlen....
      Voila:



      ... 1988 im Bahnhof Brohl, Lok 21 "Hagen". Bei Interesse gerne mehr, dann mache ich aber lieber mal nen neuen Faden auf.
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    • Hier kommen nun meine Bilder von einer Veranstaltung auf der Brohltalbahn im Sommer 1988. Die Dampflok kam wie schon erwähnt von der IHS, ebenfalls ein 2-Achser Personenwagen.

      Eine kleine Feldbahn war auch aufgebaut:


      Eine der kleinen Dieselloks, die V 52 ähnliche große Lok habe ich leider nicht gesehen:










      Direkt hinter der Lok der IHS Wagen ex MEG, der rote dahinter ein Schweizer, ein grüner Dampfstraßenbahnwagen der OEG und zuletzt ein Packwagen, der einzig originale Brohltalbahnwagen in diesem Zug:






      Bekohlung aus einem bereitstehenden offenen Güterwagen, stilecht mit Körben:




      Die Fahrt ging nur bis Burgbrohl, eine Steilstreckenzulassung bis zur Endstation Engeln hatte der kleine Zweikuppler natürlich nicht:





      Derweil kommen zwei Dieselloks im Doppelpack aus Richtung Engeln von der Steilstrecke. Der Zug besteht aus den beiden Brohltalbahn Personenwagen (Güterwagen + ex TW) sowie einem Wagen der Bayerischen Zugspitzbahn - heute leider nur noch als Denkmal im Hafen.




      Auf der Rückfahrt am Tunnel:


      Zurück in Brohl:


      Da blutet einem das Herz - der letzte Dampfstraßenbahnwage der OEG - heute in dieser Form nicht mehr existent:

      (wo war da der Denkmalschutz: Im DGEG Museum Viernheim gab es einen Original Dampfstraßenbahn Zug mit kleiner Kastenlok, diesem Wagen und einem Gepäckwagen, dazu noch eine weitere kleine Dampflok. Als das Museum einging, wurden die Exponate in alle Winde verstreut)
      Dieses einmalige Fahrzeug wurde in einen Härtsfeldbahn Personenwagen umgebaut bzw "optisch an angenähert". Es ist heute nicht mehr wiederzuerkennen (und in Sachsen regen sich die Leute auf, wenn am 127. Traglaster mal die Fensterrahmen falsch lackiert wurden).
      Früher kannten viele diesen Wagen, er war Vorbild für ein beliebtes Eggerbahn Modell. Die dazu passende Kastenlok gab es auch und in größerem Maßstab noch heute bei der LGB.
















      ... viele Grüße, Matthias
      :wink:
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    • Beim Denkmalschutz wird ja immer Wert auf den Erhalt der Originalsubstanz im letzten Betriebszustand gelegt. Vor allem bei einem so einmaligen Fahrzeug wäre das angebracht gewesen. Die Originalsubstanz war ja noch nahezu vollständig erhalten bei der Übernahme des Wagens.
      Was anders ist es bei absoluten Schrottfahrzeugen. Da hätte man beim Neuaufbau so ziemlich freie Wahl, denn es kann ja nichts mehr zerstört werden.
      Bei der privaten Restauration von Feldbahnfahrzeugen halten sich da z.B. auch viele dran. Die Liebe zur Originalität geht so weit, dass z.B. lieber der orignale Rost und die allerletzen Flecken Originalfarbe noch erhalten bzw konserviert werden, wenn die Substanz der Bleche ansonsten noch gut ist.

      Es ist halt schade: Auf der einen Seite zerstört man einen echten Original-Dampfstraßenbahnzug um damit an anderer Stelle einen Kleinbahnzug irgendwie möglichst angenähert wieder aufzubauen. Dampfstraßenbahnen sind weit weniger erhalten als sonstige Kleinbahnfahrzeuge.

      Aber schuld an dem ganzen Dilemma war eigentlich die Auflösung des DGEG Schmalspurbahnmuseums. Da sind einige schlimme Sachen passiert. So wurde z.B. die SWEG Lok 152 - quasi eine Schwesterlok der bekannten HF Lok Auquarius C - an irgendein doofes Militärmuseum abgegeben. Die wollten dann noch nicht mal den Tender, weil dafür im Museum kein Platz war. Der Jagsttalbahn Verein würde sich heute wahrscheinlich freuen, wenn er diese Lok hätte.

      Insgesamt ist es traurig was im Westen alles passiert ist. Die wenigen erhaltenen Wangerooger Wagen sind auch verstreut, genauso wie die Borkumer Weyer Wagen. Und bei den Museumsbahnen gibt es dadurch fast keine zusammenpassenden Garnituren. Außer man hat in der Schweiz eingekauft. Wobei die Wagen meist keinen Bezug zu Deutschland haben und in der Schweiz meist auch nie hinter einer Dampflok liefen.
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