Zillertalbahn setzt auf Wasserstoff

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    • Eine umweltpolitische Miclmädchenrechnung übelster Art :wall:


      Wer nur ein klein wenig Ahnung von Chemie, Physik und Technik hat, wird erkennen, dass der Wasserstoffantrieb auf lange Zeit gesehen nichts mit Umweltschutz gemein hat. Wieso?

      Wasserstoff kommt in der Natur nicht in Reinform vor, sondern muss erst in besonders energieintensiven Prozessen (z.B. Elektrolyse-verfahren) aus anderen chemischen Verbindungen gelöst werden. Diese exorbitant hohen Kosten haben bis jetzt eine flächendeckende Einführung von Wasserstoffangetriebenen PKW in Deutschland verhindert und sind auch nicht mehr nötig, denn wir haben mittlerweile neuzeitliche E-Autos.

      Die Zeiten, wo ein Akku für den PKW fast genauso schwer war wie das angetrieben Auto und der Akku den kompletten Kofferraum füllte und der Riesenakku trotzdem nur für 15 km Reichweite sorgte, sind vorbei.
      Man denke nur an den Lieferwagen "Scooter", den die Deutsche Post/DHL in einem eigenen Werk in Aachen baut.

      Die Zukunft wird in der E-Mobilität liegen, nicht in überholten Techniken wie Wasserstoffantrieb bzw. Brennstoffzellen.

      -railfox-
    • Hallo,

      die Weltmarktpreise für Lithium und Kobalt sind in der letzten Zeit förmlich explodiert. Warnungen vor Rohstoffknappheit machen allenthalben die Runde. Weiterhin sind diese Rohstoffe für Akkus in E-Autos in Deutschland nicht vorhanden. Daher gilt es leider auch folgendes Szenario beim Ausbau der E-Mobilität zu beachten:

      Untersuchungen haben ergeben, dass große Technologie-Unternehmen wie z.B. Daimler und Volkswagen von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) profitieren. In Minen im Süden des Landes sollen demnach schon sieben Jahre alte Kinder Kobalt abbauen – ein Übergangsmetall, das vor allem in Lithium-Ionen-Batterien Verwendung findet. Damit betrieben werden u.a. Elektroautos. Mehr als die Hälfte des weltweit geförderten Kobalts stammt aus Kongo. Ohne Sicherheitsausrüstung und allenfalls mit primitiven Werkzeugen müssten die Kinderarbeiter bis zu zwölf Stunden täglich in den Minen schuften. Der Lohn dafür: zwischen ein und zwei Dollar. Die Arbeit sei nicht nur extrem kräftezehrend und gefährlich, sondern habe auch gravierende Folgen für die Gesundheit, beispielsweise durch Lungenschäden. Das UN-Hilfswerk schätzt die Zahl der minderjährigen Arbeiter in den Minen Kongos auf rund vierzigtausend. Kontrolliert werden die Bergwerke dabei von brutalen Milizen. Das Kobalt, das in Kongo abgebaut wird, gelangt über Zwischenhändler nach China. Danach würde es an Batterieproduzenten weiterverkauft und lande schließlich in den Produkten der Autohersteller.


      Ob die Erreichung der europäischen Klimaschutzziele solche Herangehensweisen erlauben? Aus dem Auge, aus dem Sinn?


      Freundlichen Gruß, René
    • Eine mutige Entscheidung, weil das Vorhaben ist bekanntlich gleich die gesamte Flotte umzustellen.

      Zur Oberleitung - meine persönliche Meinung - es müssen nicht immer überdimensionierte graue unansehnliche Betonmaste sein, welche die Landschaft verschandeln. Das Gegenteil beweist z.B. Stern&Hafferl oder andere Überlandbahnen wie z.B. die Tiroler Stubaitalbahn.
    • zu rekok73:

      Ach ja, weil im Kongo leider Kinderarbeit herrscht, soll also der Rest der Welt die Elektromobilität abschreiben und andere umweltschädliche Antriebswege beschreiten?

      Wäre es da nicht wesentlicher sinnvoller, die Kinderarbeit im Kongo abzuschaffen bzw. international zu bekämpfen anstatt die Kinderarbeit im Kongo hinzunehmen und als Totschlagargument gegen die Elektromobilität zu missbrauchen?

      -railfox-
    • Hallo,

      ja uns geht es gut. Was uns stört wird ausgelagert. Hauptsache, wir können zwanzig T - Shirts für 2,49 pro Stück kaufen.
      Es leben Globalisierung u. grenzenloser Freihandel. Gerade erst in Davos bejubelt. Die EU freut sich, konkurrenzlos billige Milch nach Afrika zu liefern, u. die dortigen Farmer zu ruinieren. Unsere Entwicklungshilfe war schon immer sehr nachhaltig, u. ganz ohne Eigennutz ...

      Elektrische Bahnen können heute schon ohne Oberleitung auskommen. Das wird auch die Zukunft bei Strassenbahnbetrieben prägen, können doch Kosten u. Störquellen reduziert werden.

      Grüsse aus Kühlungsborn (heute ist die Neubaulok im Einsatz)

      Holger
    • ... es bleibt abzuwarten, was letztlich daraus wird. Wasserstoff lässt sich nicht nur durch Elektrolyse sondern auch chemisch aus Ergas und sogar aus Biogas gewinnen, was weit weniger energieintensiv ist.
      Man wir da jedenfalls einiges an völlig neuer Infrastruktur brauchen und als Pionier einer neuen Antriebstechnologie gewisse Grundlagenforschung betreiben müssen. Ob ein kleines Eisenbahnunternehmen das stemmen kann?

      Im Übrigen wird der Kongo sicher nicht die einzige Quelle für die zur Stromspeicherung benötigten Metalle bleiben. Selbst im Erzgebirge werden nun wieder Claims zur Förderung von Kobalt, Nickel und Lithium abgesteckt. In dem Maße, wie Elektromobilität zunimmt und zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor wird, werden immer neue Quellen erschlossen - auch in anderen Erdteilen.
      Die zunehmende Knappheit, macht dann auch die heimische Förderung wieder wirtschaftlich.
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