De Reis na Noordfreesland

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      Hallo Renè,

      die 654 in Kappeln ist wohl eine "Litra" der Nachkriegsgeneration. Erstaunlich, was man 1949 noch für "altmodische" Dampfer gebaut hat. Mit dieser Konstruktion muß man wohl sehr zufrieden gewesen sein. Der Fahrzeugpark erinnert doch auch sehr an die dänische Vergangenheit von Schleswig-Holstein, obwohl diese natürlich schon früher endete (siehe Düppeler Schanzen).
      Das EG in Heide ist für eine meterspurige Kreisbahn schon sehr beeindruckend.

      Viele Grüße

      Holger
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      Hallo Eckhard,

      sah es für die Zukunft der Angelner Dampfeisenbahn vor einigen Monaten noch ziemlich duster aus, so haben sich die Wolken mittlerweile glücklicherweise gelichtet. So wird nun die Strecke saniert und die Bahn soll zukünftig durch spezielle Erlebnisangebote vor allem für Familien mit Kindern (Abenteuer und Interaktion) attraktiver gemacht werden. Schön, dass die Verantwortlichen zusammen erkannt haben, dass die Museumsbahn für die Region wichtig ist und man bereit ist, sich auch mal neu zu erfinden, um in eine gesicherte Zukunft gehen zu können.

      Viele Grüße, René
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      Hallo Holger,

      ob die Fahrzeuge der Bahn explizit an die dänische Vergangenheit erinnern sollen, weiß ich nicht, da es ja auch Fahrzeuge von anderen skandinavischen Bahnen im Bestand gibt. Die F 654 ist derzeit abgestellt, da sie einen neuen Kessel benötigt. Betriebsbereit ist dafür die S 1916, die aus Schweden stammt. Da man die ersten Fahrzeuge von skandinavischen Bahnen übernehmen konnte, war es wohl folgerichtig, ein relativ homogenes Erscheinungsbild durch eine skandinavische Fahrzeugsammlung zu schaffen. Passenderweise hatte ganz Schleswig auch bis 1864 eine dänische Vergangenheit und so kann man das Konzept durchaus als stimmig empfinden. Immerhin wurde die erste Eisenbahn im Herzogtum Schleswig, die Südschleswigsche Eisenbahn von Flensburg über Husum nach Tönning, die hier im Thread schon ausreichend gewürdigt wurde, noch unter dänischer Hoheit gebaut.

      Viele Grüße, René
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      Moin,

      nu möögt wi na Helgoland schippern. Bomen gifft dat d'r nich, ok keen "Rasenden Roland", as he in de Granitz snufft, aver daarför Seekuutgeschree un de "Lange Anna", as se stramm in de Brandung steiht un nich umfallen doot.

      Von Büsum starteten wir unsere Reise mit der "Lady von Büsum", dem Flaggschiff der Reederei Rahder. Neben der Platzreservierung bei Buchung eines FirstClass-Tickets erleichterte auch das Angebot des an Bord befindlichen Kinderkinos unsere Entscheidungsfindung. Der Seegang war nicht von schlechten Eltern und auf dem Oberdeck nutzten eine nicht geringe Anzahl von Fahrgästen die vom freundlichen Personal bereitgestellten blauen Tüten zur retrograden Entsorgung ihres verzehrten Frühstücks. Wir wurden von der Seekrankheit verschont, ließen uns gar das Essen schmecken und erreichten nach 3 Stunden Wellenritt die Hochseeinsel. Dort erfolgte klassisch das Ausbooten mit Börtebooten.



      Warum berichte ich hier ausgerechnet über Helgoland, ist diese Insel doch nicht für Schmalspurbahnen bekannt. Erstens gab es aber zu Zeiten der Festung Helgoland schmalspurige Marinebahnen auf der Insel, wovon noch wenige Reste erhalten sind. Diese suchte ich aber nicht, da meine Tochter ihr eigenes Ziel hatte.

      Außerdem gab es eine Förderbahn, von der noch ein Relikt erhalten ist, nämlich der obere Tunnel. Doch zunächst möchte ich unter Zuhilfenahme von "inselbahn.de" zitieren:

      "Nachdem die Südspitze Helgolands 1947 durch eine gigantische Sprengung mitsamt der Militäranlagen zerstört wurde, entstand an dieser Stelle das heutige Mittelland. 1952 wurde die Insel an die Bundesrepublik Deutschland abgetreten, woraufhin auch wieder Zivilbevölkerung auf die Hochseeinsel zurückkehren durfte. Eine Wiederaufbaukommission wurde 1952 ins Leben gerufen. Zur Erleichterung der Transportaufgaben zwischen den Ebenen sollte ab 1953 eine neue Lorenbahn entstehen, die mittels einer Förderwinde betrieben werden sollte. Die Spurweite sollte 600 mm betragen. Hierfür mussten zwei neue Tunnelstrecken gebaut werden, um sich den neuen Geländeverhältnissen anzupassen. Die Bahn nahm im Hafenbereich an der ehemaligen Marinemole ihren Ausgang und führte in den unteren Tunnel. Nach dessen Verlassen führte das Gleis in eine Ausweiche, in der sich - wie bei einer Standseilbahn - die Loren begegnen konnten. Danach fuhr die Bahn in den zweiten Tunnel ein und endete auf dem Oberland südlich des heutigen Leuchtturms. Hier wurde ein Maschinenraum gebaut, in dem sich die Förderwinde befand. Die Strecke war rund 450 Meter lang. 1955 war die Anlage fast fertiggestellt, als bei einem starken Regen die Maschinananlage für die Winde beschädigt und unbrauchbar wurde. Geld war nicht mehr vorhanden, so dass das Projekt erst einmal ruhte und später ganz aufgegeben wurde. Der untere Tunnel wurde zugeschüttet und ist nicht mehr erkennbar, während vom oberen tunnel das obere Portal erhalten geblieben ist. Auch ein kurzer Gleisrest ist immer noch zu erkennen."

      Leider befand sich bei meinem Besuch eine Baustelle vor Ort, welche die Sicht auf das Portal etwas einschränkte.



      Blick auf einen Teil des noch vorhandenen Gleisrestes. Auch hier war aufgrund der Baustelle keine bessere Aufnahme möglich.



      Hier stehe ich über der Tunnelröhre des oberen Tunnels und der Blick gleitet über die ehemalige Streckenführung, auf der heute ein Weg verläuft zum Bereich des zugeschütteten unteren Tunnels und dem tiefergelegenen Hafen.



      Ich kann hier das Bild eines unbekannten Fotografen zeigen, welches vom Bundesamt für Wasserbau zur Verfügung gestellt wurde. Es zeigt die Strecke mit der Ausweiche und dem oberen Portal des unteren Tunnels.



      Das vorrangige Ziel meiner Tochter war der Lummenfelsen, mit der Tottellummen-, Basstölpel-, Tordalk- und Dreizehenmöwenkolonie. Die Basstölpel hat seine einzige Kolonie in Deutschland seit 1991 auf Helgoland und brütet mit ungefähr 400 Brutpaaren hier.



      Da die "Lange Anna" im Eingangssatz erwähnt wurde, soll auch ein Bild des Inselwahrzeichens nicht fehlen.



      Da meine Tochter ihren kleinen Fotoapparat auch mit auf der Insel hatte, möchte ich ein paar Bilder aus der Sicht eines fast 10-jährigen Mädchens an diesen Beitrag anhängen. Das erste Bild zeigt einen Blick von der Insel zur vorgelagerten Düne.









      Es würde mich freuen, wenn der Beitrag auch beim einen oder anderen Leser Gefallen findet. Nach dreieinhalb Stunden auf der Insel mit dem schönen Rundgang, fuhren wir wieder bei etwas ruhigerer See nach Büsum zurück.

      Viele Grüße, René