De Reis na Noordfreesland

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    • Moin,

      vom Jungfernstieg ging es in die Europapassage. Danach liefen wir zu den Landungsbrücken und kamen dabei am Hamburger Wahrzeichen schlechthin vorbei... dem Michel (Hauptkirche St. Michaelis). Seit 350 Jahren bilden die Kirchenbauten an dieser Stelle für die Schifffahrt auf der Elbe das Wahrzeichen der Hansestadt.



      Von den Landungsbrücken fuhren wir mit der HADAG-Hafenfähre, die im Volksmund "Bügeleisen" genannt werden, nach Övelgönne. Das erste Schiff der Typ 2000er-Serie wurde im Jahr 1997 in Dienst gestellt. Die Fähren werden im Ein-Mann-Betrieb gefahren. Die bekannteste Linie... die 62... verkehrt zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder. Die MS "Wilhelmsburg" wurde im Jahr 2008 in Dienst gestellt.



      Unser Ziel war die "Strandperle" am Elbstrand, wo wir es uns gemütlich machten. Ein Fleckchen Strand mitten in Hamburg. Mit den Füßen im Sand geniesst man den Blick auf die vorbeifahrenden Containerriesen. Hier schwenkt ein Schiff mit Hilfe eines Schleppers in den Köhlfleet ein.



      Während wir uns als Eltern ein Alsterwasser in der Strandperle gönnten, war unsere Tochter damit beschäftigt, am Strand zu toben und mit den Füßen durch's Elbwasser zu plantschen. Die Kulisse der vorbeifahrenden Schiffe vor den Kaianlagen des Burchardkais ist dabei besonders beeindruckend.



      Am Café "Elbterrassen" am Museumshafen wurde dann noch der Koffeinspiegel aufgefüllt, bevor wir mit der Hafenfähre zu den Landungsbrücken zurückfuhren. Dabei kamen wir auch an der" AIDAsol" an den Docklands vorbei. Der Stapellauf dieses Schiffes erfolgte am 27. Februar 2011 bei der bekannten Meyer Werft in Papenburg. Seit März ist es das erste Kreuzfahrtschiff der AIDA-Flotte, welches von einer Kapitänin geführt wird. Das schiff kann während der Liegezeit im Hamburger Hafen mit Landstrom versorgt werden.



      Viele Grüße, René

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    • Moin,

      nachdem ich wieder einige schmalspurige Themen gepflegt habe, möchte ich die Leserschaft in diesem Thema wieder in den Norden unserer Republik entführen. Wir befinden uns an der Grenze zwischen Dithmarschen und Eiderstedt (Nordfriesland), welche hier von der Eider gebildet wird. Sie war einmal der längste Fluss von Schleswig-Holstein und war in Verbindung mit dem Eider-Kanal bis zum Bau des Nord-Ostsee-Kanals die erste Verbindung zwischen den beiden Meeren. Über Jahrhunderte bildete die Eider die Sprachgrenze zwischen Niederdeutsch und Dänisch und auch die Reichsgrenze zwischen fränkischem ( später: deutschen) Reich und dänischen Reich. Fährt man am Eidersperrwerk oder auf der B5 bei Tönning über die Eider, begibt man sich also wahrlich auf geschichtsträchtigen Boden. Welchem Sonnenanbeter auf dem Weg nach Dänemark oder zu den nordfriesischen Inseln und Halligen sind solche Dinge heutzutage noch bewusst? Das Eidersperrwerk ist in jedem Fall das größte Küstenschutzbauwerk der Bundesrepublik Deutschland, welches im Jahre 1973 eingeweiht wurde. Geplant wurde es nach der bekannten "Hamburg-Sturmflut" im Jahre 1962 (der spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte sich damals als Innensenator der Hansestadt beim Krisenmanagement einen Namen gemacht), welche auch Tönning stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Hier ein Blick auf die Gesamtanlage des imposanten Bauwerkes.



      Am Eidersperrwerk befinden sich zwei größere Kolonien von Lachmöwen- und Küstenseeschwalben. Den ornithologisch interessierten Besucher freut es. Den Küstenseeschwalben und ihren Jungvögeln sollte man nicht zu nah kommen, denn die Altvögel verteidigen ihren Nachwuchs ziemlich offensiv.



      In der Saison wird die Schleuse des Sperrwerkes mehrmals täglich von der Adler II durchfahren, welche zwischen der Tönninger Eiderkaje und dem Sperrwerk pendelt. Das Schiff wurde im Jahr 1971 gebaut. Diese Eiderfahrten sind immer sehr schön und wir sind als Familie schon mehrfach mit diesem Schiff unterwegs gewesen.



      Blick auf den äußeren Vorhafen des Sperrwerkes mit der Adler II beim Wendemanöver. Links befindet sich die Trennmole, welche das Sielbauwerk und die Schleuse voneinander trennt und rechts sieht man die nördliche Außenkaje, welche dem Anlegen von Schiffen dient.



      Viele Grüße, René

      Anmerkung: Kaje = niederdeutsch für Kai (holländische Siedler brachten vor Jahrhunderten vor allem Wortgut aus dem Deichbau mit und so wurde das Wort „Kaye“ oder „Kaje“ bald darauf zum Sprachgebrauch von Seefahrern an der Nordseeküste)

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    • Moin,

      komme ich zum letzten Kapitel im Thread. Wir fuhren nach Bergenhusen. Hierbei handelt es sich um ein Dorf mit der größten Storchenkolonie Norddeutschlands und Skandinaviens. Etwa 40 Storche bevölkern während der Saison regelmäßig klappernd die Nester.



      Ich nutzte die Gelegenheit, um den ehemaligen Bahnhof zu fotografieren. Am 1. Februar 1934 wurde auf der zuletzt eröffneten Bahnstrecke der Schleswiger Kreisbahn zwischen Schleswig und Friedrichstadt der Personenverkehr eingestellt. Ab dem 2. August 1943 wurde das Gleis westlich von Wohlde abgebaut, nachdem dort der Güterverkehr zum Erliegen gekommen war. Seit 75 Jahren liegen also keine Gleise mehr am Bahnhof von Bergenhusen. Trotzdem ist der Bahnhof noch im Bewusstsein der Bevölkerung verankert.



      Zum Abschluss empfehle ich noch den Autor Krischan Koch mit seiner von Wortwitz geprägten Krimi-Reihe über Nordfriesland. Als letztes Buch der Reihe erschien "Pannfisch für den Paten".



      Pannfisch als eines der bekanntesten norddeutschen Gerichte verzehre ich auch gern. Ob ich der Pate bin, verrate ich nicht, denn über Geschäfte spricht man nicht in der Öffentlichkeit. Fakt ist: Vaddern ist Mitglied der Familie.

      Zumindest bis zum nächsten Besuch in Nordfriesland in ein paar Wochen lasse ich das Thema nun wieder ruhen.

      Bit anner Mal, René
    • Moin,

      hätte ja nicht gedacht, so schnell einen neuen Beitrag schreiben zu können und noch dazu einen Beitrag mit Bezug zur Schmalspurbahn, denn es gibt Neuigkeiten zu einer Torfbahn in Schleswig-Holstein, denn der Torfabbau im Himmelmoor bei Quickborn ist Geschichte.

      Ein letztes Mal fuhr die Torfbahn des Torfwerkes im Himmelmoor raus und kehrte mit acht vollen Loren zurück. Dann ging nach 150 Jahren eine Ära zu Ende. Es ist eine historische Zäsur, die sich dieser Tage in Quickborn ereignet. Die Fuhre steht vor der Halle des Torfwerks, um verarbeitet zu werden. Acht Loren voll Torf. 40 Kubikmeter, die 16 Tonnen wiegen. 150 Jahre industrieller Torfabbau – eine Ära geht zu Ende.

      Als der heutige Betriebsleiter im Jahr 1977 als Fabrikmeister anfing, gab es noch 15 festangestellte Mitarbeiter und 50 Strafgefangene, die täglich aus Neumünster zum Torfstechen ins Himmelmoor gebracht und wieder zurück transportiert wurden. Die Gefangenen mussten mit der Hand arbeiten. 40 laufende Meter, etwa 30 Kubikmeter – war ihr Tagessoll. Den Torf mussten sie mit der Schaufel 80 Zentimeter tief ausgraben und ihn in Quadersoden einen Meter hoch aufschichten, damit er trocknen konnte. Wer die doppelte Menge schaffte, bekam eine Packung Tabak in der Woche extra.

      Die Blütezeit hatte der Torfabbau im Himmelmoor in der Vor- und Nachkriegszeit. Damals arbeiteten auf dem Areal bis zu 2500 Menschen, die sich zu fünft jeweils eine kleine Parzelle von 15 bis 30 Kubikmeter Torf teilten, die sie selbst ausgraben, trocknen und wegschaffen mussten. 24 Kubikmeter reichten damals, um ein Familienhaus im Winter zu heizen. Das endete abrupt 1960, als das Heizöl billiger wurde. Auch die Gefangenen kamen nach 1990 nicht mehr. Strafgefangene waren seit 1915 eingesetzt worden, im Zweiten Weltkrieg auch Kriegsgefangene.

      Der König Christian VII. von Dänemark und Norwegen, der auch Herzog von Schleswig und Holstein gewesen war, hatte die Ränder des Moores in 1000 bis 5000 Quadratmeter große Parzellen an die Bauern der benachbarten Dörfer Bilsen, Borstel-Hohenraden, Hemdingen, Quickborn und Renzel verteilt, damit sie den Torf als Brennstoff nutzen konnten. Darum seien bis heute etwa 250 Hektar des äußeren Moores in Privatbesitz. Sie gehören 450 Eigentümern.

      In den 1870er Jahren begann der industrielle Torfabbau unter Zuhilfenahme von ersten Maschinen im Zentrum des Moores. Seit 1920 gehörte das Torfwerk der Familie Hornung aus Neumünster, mittlerweile in dritter Generation. Die Abbaufläche – einst 150 von 660 Hektar – gehört seit 2008 den Landesforsten. Mit Erwerb der Flächen durch die Landesforsten endeten dann auch die Lorenfahrten für Besucher, die 25 Jahre lang seit 1982 fast täglich anboten wurden. Bis zu 3000 Menschen fuhren mit der Bahn Sommer für Sommer durchs Moor. Wenn die Quickborner Bürgermeister auswärtigen Besuch hatten, stand immer eine Fahrt auf dem Programm. Jahrzehntelang wurden jedes Jahr etwa 40.000 Kubikmeter Torf aus dem Moor geholt. Längst nicht mehr mit der Schaufel, sondern mithilfe einer Fräse, die den Torf oberflächig abtrug und dann entlang der Schienen ablagerte. Die Maschine wurde von den Mitarbeitern des Torfwerkes selbst gebaut.

      15 Lastwagenladungen gingen da täglich vom Hof. Seit fünf Jahren wurde dem dunklen Quickborner Torf zur Hälfte hellerer aus Litauen untergemischt, der dafür eigens nach Schleswig-Holstein gebracht wurde. Der heimische Torf war nicht mehr gut genug für die Containerpflanzen. In den letzten Jahren lag ein Hauptaugenmerk auf der Renaturierung und der Wiedervernässung des Moores. Bis auf 15 Hektar sei die gesamte Fläche inzwischen wieder vollkommen vernässt. Die Natur kann sich erholen. 2,5 Millionen Euro wurden in dieses Projekt investiert und 200 Hektar Ausgleisflächen erworben

      Auch nach Ende des industriellen Torfabbaus und der Schließung des Torfwerkes bietet der im Jahr 2015 gegründete Verein "Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor" von Mai bis Oktober Rundfahrten mit der Torfbahn durch das Himmelmmor an. Nach Produktionsende des Torfwerkes ist nun geplant, das Torfwerk in den nächsten Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein Himmelmoor und der Stadt Quickborn zu erhalten und zugänglich zu machen. Bereits in den letzten Monaten haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Torfbahn zunehmend Arbeiten zur Instandsetzung des Rollmaterials und des Gleisnetzes vom Torfwerk übernommen. Mit dem Rückzug des Torfwerkes steht die Arbeitsgemeinschaft Torfbahn Himmelmoor endgültig auf eigenen Füßen.

      Viele Grüße, René

      P.S.: Ich habe noch ein schönes Video vom Torfabbau und der Feldbahn im Himmelmoor in Quickborn gefunden, welches ich hier nachträglich einfügen möchte:



      ... Bilder folgen je nach Witterungslage in einigen Wochen. :zwink:

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    • Moin tosamen,

      als Bonus habe ich noch einen kleinen Bericht von einer Breitspurbahn, welche von 2 PS angetrieben wird. Doch zunächst möchte ich ein für die Deiche der Nordsee so typisches Bild zeigen. Was wären die Deiche ohne die Deichkinder?



      Dass es in jeder Familie ein schwarzes Schaf gibt, bewahrheitet sich auch hier. :nixw:

      Von Nordstrand starteten wir mit den Wattenkutschern zur Hallig Südfall. Bei der Fahrt durch das Wattenmeer pustete eine leicht stürmische Brise die Gedanken frei. Durch das Aquaplaning konnte man die Wagen manchmal gleiten sehen. Die Kutscher und Pferde hatten aber die Situation im Griff.



      Die Hallig dürfen täglich nur wenige Besucher betreten. Viele verschiedene Vögel konnte man von der Kutsche aus bei der Fahrt zur Warft beobachten.



      Die Kutschen sind auf der Hallig eingetroffen... und ein einzelnes Schaf bildete während unserer Ankunft das Begrüßungskomitee.



      Auf der Hallig gab es einen Vortrag über das Leben der Halligbewohner und im Café sehr leckere hausgemachte Speisen ... von Kuchen über Kartoffel- und Nudelsalat bis zu Frikadellen war für jeden Gast gesorgt. Seeluft macht eben hungrig! Ein Pharisäer bildete den krönenden Abschluss. Auf der Hallig gibt es zwei Häuser, nämlich das Wohnhaus und das Café. Im Vordergrund befindet sich der Fething, welcher der Süßwasserversorgung der Halligbewohner und ihrer Tiere diente. Zur Stromversorgung gibt es auf der Hallig eine kleine Solaranlage. Auch heute kann man das Leben auf einer Hallig wahrlich nicht mit dem Leben auf dem Festland vergleichen.



      Blick von der Hallig Südfall zur Insel Pellworm. Im Wattenmeer dazwischen wurden bei Ausgrabungen bei Niedrigwasser die Reste des legendären Rungholt (des deutschen Atlantis) entdeckt. Im Hintergrund ist der Leuchtturm von Pellworm zu erkennen. Die Halligen Südfall und Nordstrandischmoor (Lüttmoor), sowie die Inseln Nordstrand und Pellworm waren vor Jahrhunderten Teil der großen Insel Strand.



      Nach einigen Stunden waren wir wieder auf der Insel Nordstrand zurück (die heutzutage über einen Damm mit dem Festland verbunden ist). Das Ehepaar, welches die Hallig Südfall bewohnt, nutzt für eigene Transporte natürlich nicht die Kutsche, sondern dieses hochmoderne Fahrzeug, welches auch an diesem Tag genutzt wurde. :zwink: Im Hintergrund ist in der linken Bildhälfte die Warft der Hallig schemenhaft zu erkennen.



      Ich hoffe, ich konnte die regelmäßigen Leser dieses Threads bisher anschaulich mit den verschiedensten Verkehrsmitteln und der sie umgebenden Kultur- und Landschaftsregion vertraut machen und somit einen kleinen Überblick erzeugen. Bis zur Fortsetzung verbleibe ich mit...

      ... vielen Grüßen, René
    • Moin,

      an dieser Stelle möchte ich die Geschichte eines weiteren Torfwerkes in Holstein beleuchten, welches über eine Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm verfügte. Es handelt sich um das Torfwerk von Meiners in Schülp bei Nortorf.

      Bis Ende des 19. Jahrhunderts stachen die Bauern Torf im Schülper Moor. Dann setzte der industrielle Torfabbau ein. Seit 1928 baute die Firma Meiners den Rohstoff ab. Arbeitskräfte waren unter anderem Häftlinge, denn hier befand sich eine Außenstelle des Gefängnisses Fuhlsbüttel. Auch Kriegsgefangene mussten mit anpacken. Mitte der 50er Jahre gingen die Inhaftierten und kamen Gastarbeiter aus Italien, später aus der Türkei. Einheimische arbeiteten kaum im Moor. Bis etwa 1959/60 bestand sogar eine direkte Gleisverbindung zur DB nach Aspe, so daß bis dahin die Möglichkeit einer direkten Bahnverladung bestand. Der Torf wurde noch an Ort und Stelle im firmeneigenen Torfwerk verarbeitet. Im Werk gegenüber des großen Lagerplatzes wurde der Torf gesiebt, Dünger untergemischt, verpackt und auf Paletten geladen. In Spitzenzeiten arbeiteten 40 bis 50 Menschen im Moor und im Torfwerk. Es wurden 120000 Kubikmeter Torf pro Jahr abgebaut.

      Im Jahr 1987 lagen im Abbaugebiet noch etwa 10 km Gleis und 118 hölzerne Kastenloren dienten dem Abtransport des Torfes. Dann wurde die Förderfläche von einst 200 auf knapp 70 Hektar reduziert. Die Verantwortlichen konzentrierten den Betrieb auf den Abbau und legten das Torfwerk im Jahr 1998 still. Der Torf wurde zu anderen Werken transportiert, die selbst keine eigenen Moorflächen hatten.

      Das Torfwerk verfügte über stilvolle Gebäude. Von 1998 bis 2008 pendelten die Züge zwischen Moor und LKW-Verladung. Nur zum Übernachten fuhren die Lokomotiven noch in das Werk, wo sich der Lokschuppen befand. Zum Ende hielten noch zwei Männer in Schülp den Betrieb aufrecht. Im Jahr 1989 verlängerte der Kreis nämlich zum letzten Mal die Abbaugenehmigung. Bis 2007 durfte das Unternehmen Torf fördern. Im Jahr 2008 fuhr dann die letzte Feldbahn zwischen Moor und Verladeanlage

      Bis Ende des Jahres 2012 wurden von der Firma Meiners im Moor die Entwässerungsgräben aufgefüllt, die Pumpstation abgebaut und die letzten Torfhalden abgeräumt. Bis heute sind noch etwa 500 Meter Feldbahngleis zwischen Verladeanlage und Moor vorhanden. In Schülp wurden nur hölzerne Torfwagen eingesetzt, von denen noch einige auf der Reststrecke zum Moor erhalten geblieben sind. Bei Betriebseinstellung der Feldbahn waren noch 5 DIEMA-Loks vorhanden: Fabriknummern: 1828 (Bj.: 1955), 1912 (Bj.: 1956), 2051 (Bj.: 1957), 2295 (Bj.: 1959) und 2744 (Bj.: 1964)

      Im Jahr 2010 kaufte ein Einheimischer das Torfwerk und wollte ein Museum unter Einbeziehung von Teilen der Feldbahn aufbauen. Leider wurde dieses Projekt bis in die heutige Zeit nicht realisiert. Im Jahr 2017 wurde in der Presse gemeldet, dass nun eine Craft-Beer-Erlebnisbrauerei auf dem Gelände des Torfwerkes geplant ist.

      Hier habe ich noch eine kurze Videosequenz vom Betrieb der Feldbahn in Schülp gefunden:



      Sollte ich neue Entwicklungen rund um das ehemalige Torfwerk in Erfahrung bringen, werde ich in diesem Thread berichten.

      Viele Grüße, René

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 () aus folgendem Grund: Einen kleinen Fehlerteufel beseitigt.