Mit der "Brotbüchse" durchs (böhmische) Erzgebirge

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    • Mit der "Brotbüchse" durchs (böhmische) Erzgebirge

      Hallo zusammen,

      am Sonntag, dem 3.6. fand eine privat organisierte Sonderfahrt von Cranzahl über Weipert nach Komotau statt. Die Landschaftlich reizvolle Strecke führt vom Grenzbahnhof Weipert (Vejprty) über Schmiedeberg (Kovářská), Reischdorf (Rusová), Krima-Neudorf (Křimov) und Domina-Schönlind nach Komotau (Chomutov). In Krima Neudorf zweigte bis 1972 die nun stillgelegte Strecke nach Reitzenhain ab. Eingesetzt wurde der Triebwagen M152 0002 samt passendem Beiwagen in historischem Gewand. Diese Fahrzeuge bestreiten auch aktuell den spärlichen, wieder aufgenommenen Saisonverkehr (an Wochenenden Früh und Abend von Komotau nach Cranzahl u.z.).

      Die Zuführung des Zuges geschah mit dem Regelzug von Komotau her, dem der Triebwagen beigegeben wurde. Ein erstes Bild entstand an der Brücke am Haltepunkt Böhmisch Hammer (České Hamry), welcher sich gerade einmal einen Kilometer vom Bahnhof Hammerunterwiesenthal entfernt befindet.

      Während der Planzug aus einem 810 im neuen Lack der CD bestand…






      … war am Ende das historische Paar eingereiht.






      Für die Fahrt nach Komotau hatte ich leider keine Zeit, weshalb der Triebwagen das nächste Mal am Nachmittag in Schmiedeberg erwartet wurde. Das sich gerade verabschiedende Leucht ist im Hintergrund noch zu erahnen…






      In der Blütezeit der Bahn befand sich hier eine Fischfabrik, die jährlich 280 Waggons mit 2500t Rohfisch beliefert wurde – anhand des heutigen Bahnhofszustandes kaum noch vorstellbar.









      Da in Weipert erst einige Weichen gestellt werden mussten, war der Zug bis hierhin wieder eingeholt:







      Ein nächstes Bild entstand (bereits wieder auf deutscher Seite) an der Bärensteiner Straße, wenige Kilometer vorm Endpunkt Cranzahl.






      Da es keine Möglichkeit gibt, den Beiwagen als Steuerwagen zu nutzen, musste in Cranzahl umgesetzt werden.









      Planmäßig kam dann auch der Abendzug aus Komotau hinterher, der an das historische Gespann für die Rückfahrt angehängt wurde.






      Die letzten Bilder entstanden über den Dächern von Kühberg…






      …sowie nach der Grenzüberquerung an der Schule von Weipert.







      Vielleicht haben die Bilder ja einigen Lust gemacht selbst mal die Strecke zu besuchen. Wie gesagt, vom Bahnhof Hammer aus ist es ein Kilometer bis zum böhmischen Pendant und in Cranzahl besteht gar ein direkter Anschluss – das wär doch was für eine Rundreise, oder?

      Die Züge verkehren dieses Jahr noch bis 30. September nach folgendem Fahrplan:

      erzgebirgsbahn.de/erzgebirgsba…sonverkehr_2018_final.pdf


      Ein Dank gilt dem Organisator für die Fahrzeiten :wink: :zwink:



      Viele Grüße

      Julius
    • Hallo Tilo,

      laut baureihe810.de gehört der Triebwagen samt einem (ich dachte sogar 2?) Beiwagen dem CD-Museum in Luzna u Rakovnika. Auf dessen Website ist er allerdings nicht zu finden :nixw:
      Im Planbetrieb waren bislang normale rot-beige Triebwagen und Beiwagen im Eisatz, wobei am letzten Wochenende der zusehende erblaute Motorwagen samt rot-beigem Anhängsel im Einsatz war. Der Historische fuhr also nur aufgrund der Sonderfahrt.
      Es wird allerdings vermutet, dass es mit dem abendlichen Brotbüchsenumlauf (der sowieso mit Umsetzen in Cranzahl ein wenig knapp war) ab nächster Woche vorbei ist, da in Tschechien aufgrund des kleinen Fahrplanwechsels anderswo 814er frei werden, die in den letzten Jahren bereits den Abendumlauf fuhren.

      An wenigen Wochenenden im Sommer verkehrt noch ein zusätzlicher Zug, gebildet aus einem oder 2 M131, zum Teil mit G-Wagen für Fahrräder. -> Fahrzeiten


      Viele Grüße
      Julius