Betrieb bei der Pinzgauer Lokalbahn (PLB)

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      Hallo Zusammen,

      Danke für die schönen Bilder und die Ergänzung in diesem Beitrag, welche gerne Willkommen sind.

      Passend zum Thema Halbstundentakt (...und auch zum Sachsen-Triebwagenthema :P ...) gibt es heute ein Bild von 06.11.3018, wo VTs13 (ex ÖBB 5090 003) als neuer Halbstundentaktzug 56 von Zell am See LB nach Piesendorf Bad den von Krimml nach Zell am See LB verkehrenden Zug 9, mit VTs14 (ex ÖBB 5090 004) an der Spitze kreuzt.
      Wie man erkennen kann, hat VTs13 noch nicht durchgehend die Halbfenster erhalten - diese sind bei den Fahrgästen im Sommer überaus beliebt und werden in den nächsten Wochen auch noch bei diesem Triebwagen bzw. dem aktuell in Revision befindlichen VTs12 nachgerüstet.

      Das zweite Bild zeigt den Zug 9 in voller Länge. Der Triebzug besteht aus VTs14 + VBDs251 + VTs15. Aktuell fährt diese Garnitur an Mo-Fr wenn Werktag planmäßg die Züge 2/9, 10/15 und bei Bedarf 16/21, falls bei einem der Wendezüge etwaige längere Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen.

      Viele Grüße
      Thomas
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      Auch abseits des Fahrzeugsektors gibt es immer wieder Erneuerung. So wird derzeit an einem Fahrgastinformationssystem gearbeitet, wobei vorerst in Mittersill und Krimml, so wie in der Zentrale der Pinzgauer Lokalbahn, die ersten FIS-Bildschirme installiert wurden.

      Weiters wurde eine Eisenbahnkreuzung (EK / BÜ) mit einer Vollschrankenanlage ausgestattet, heuer folgen mit einer weiteren Vollschrankenanlage und zwei Lichtzeichenanlagen noch 3 weitere technische Sicherungen.

      Im Anhang 3 Bilder von den oben beschriebenen Erneuerungen:

      Viele Grüße
      Thomas
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      Hallo Thomas,

      ganz herzlichen Dank für diese umfangreichen Berichte zu den Triebwagen der BR 5090. Durch die Beschaffung eines solchen Triebwagens durch die Döllnitzbahn in Sachsen ist das Interesse an diesen Fahrzeugen enorm.
      Gleichzeitig stoßen hier in Deutschland bei solchen Anlässen immer wieder die Gegensätze zwischen historischer Dampfnostalgie u. modernem Nahverkehr auf den Schmalspurbahnen aufeinander.
      Mich würde sehr interessieren, wie dieser Spagat in Österreich gemeistert wurde. Sowohl die Zillertalbahn, wie auch die Pinzgauer Bahn, durchfahren Gebiete, die stark vom Tourismus geprägt sind. Wie werden die modernen Züge von den Touristen angenommen? Wie stark nutzt die einheimische Bevölkerung die Angebote mit dichtem Takt für ihre täglichen Bedürfnisse? Wie attraktiv ist das Tarifsystem für die täglichen Nutzer?
      Ich bin immer der Meinung, dass das Rad nicht täglich neu erfunden werden sollte. Wenn beim Nachbarn etwas gut funktioniert, kann man sich vielleicht ein paar Anregungen holen, die in spätere Diskussionen einfliessen können.

      Danke u. beste Grüsse

      Holger
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      Hallo Holger,

      man muss grundsätzlich einmal sagen, dass das Zillertal und der Pinzgau mit den Gästenächtigungen nicht vergleichbar sind mit diversen Regionen entlang von sächsischen Schmalspurbahnen und beide Bahnen einen Modernisierungsschub mit z.B. überwiegender Erhöhung der Streckenhöchstgeschwindigkeit im Pinzgau auf 80 km/h erhalten haben - damit ist natürlich auch (z.b. durch die modernen Bahnsteige) ein gewisser “Schmalspur-Flair“ verloren gegangen. Aber nur so bringt man auch einheimische Fahrgäste auf die Bahn. Die Lokalbahn muss nicht immer zwingend schneller sein, als der Straßenverkehr, aber sollte dennoch hahmithaltenlbwegs mithalten können.
      Wichtig sind auch attraktive Verbundfahrkarten und so wird es ab Dez/2019 auch ein Jahresticket um 375,- für die ganze Region geben und Urlauber mit der Nationalparkcard mobil (Gästekarte) fahren bereits jetzt unentgeltlich mit Bahn und Bus.
      Dampfbetrieb gibt es bei uns im Sommer zwei mal wöchentlich, je ein Zugpaar (Fahrpreis h+r 38,-). Mit neuem Fahrplan erfolgt die Rückfahrt um 1h früher, da durch den neuen Halbstundentakt samt Eilzug um 16:50 keine Trasse mehr frei ist.
      Soweit die aktuelle Lage im Pinzgau.

      Ich würde aber vorschlagen, das im “Pinzgauer Lokalbahn Thread“ zu diskutieren!? ;-)
      Mod. Erik ... ev. die letzten beiden Einträge verschieben?
      EDIT Erik: erledigt :zwink:
      Viele Grüße
      Thomas
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      Jeder, aber auch wirklich jeder, der zwischen Kaprun und Zell schon einmal im Stau stand, wird die Lokalbahn zu schätzen wissen. Dasselbe gilt auch für Besuche in Mittersill und Niedernsill - dank Lokalbahn reist es sich aus dem Zentrum von Zell und aus Schüttdorf viel entspannter und nicht einmal langsamer als mit dem Auto oder gar dem Bus. In beiden Orten hält der Zug direkt im Ort, die Freizeiteinrichtungen von Niedernsill sind gar nicht weit entfernt - ideal. Oder ein Besuch in Mittersill und ein gutes Mittagessen in der Post, anschließend Rundumschlag im Verkehrsshop bei den freundlichen Mitarbeiterinnen. Weiter nach Krimml fahre ich nicht so häufig, aber auch da sind alle Ziele sehr gut von der Bahn aus erreichbar. Ich finde es lediglich bedauerlich, dass Kaprun selbst keinen Anschluss an die Eisenbahn hat (der Verkehr dorthin und zum TauernSpa würde es sicherlich rechtfertigen).
      Dabei ist die Schmalspurbahn gar nicht teuer, als Inhaber einer VorteilsCard bezahle ich knapp 11€ für Hin- und Rückfahrt und kann mich an gepflegten Stationen, Fahrzeugen, einem übersichtlichen Fahrplan und dem freundlichen Personal erfreuen. Das Flair ist insbesondere in den Stationen sicherlich verloren gegangen, andersherum hat sich aber die Landschaft um die Bahn herum nicht so sehr verändert, als dass nicht weiters auch schöne Landschaftsaufnahmen möglich wären.
      Ich denke, dass in Österreich gerade etwas beginnt, das dereinst nach Deutschland übertreten kann: Das Bewusstsein, dass es nicht auf die Größe einer Bahn ankommt, sondern darauf, was sie zu leisten imstande ist und wie sie den übrigen ÖPNV ersetzen, verknüpfen oder auch ergänzen kann. Das ist in meinen Augen ganz entscheidend und leider ist in Deutschland der Zeitpunkt verschlafen worden, an dem noch eine Abkehr von Schmalspurbahn = Dampf = "Spaß"bahn möglich gewesen wäre. Das liegt aber teils auch an geographischen Gegebenheiten, vielfach aber auch am Unvermögen der beteiligten Organisationen (siehe Harz). Die Tarifgestaltung und die zunehmende Anzahl von Gästekarten, die auch im Nahverkehr gültig sind, zeigt mir hier in der Schweiz aber auch in Österreich, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat und versucht, entsprechend zu handeln. Um den Bogen zurück in den Pinzgau zu schlagen: Zell am See hat lediglich 12.000 Einwohner und trotzdem ist der Verkehr aufgrund der Lage der Stadt in den Saisonen nicht anders als beispielsweise in Zürich, Rostock oder... - und dabei gibt es bereits einen Umgehungstunnel!
      Den Gordischen Knoten zu zerschlagen wird noch einiges an Mühe kosten - entweder man haut ihn mit einem Schwert durch und denkt neu, oder man dröselt ihn langsam auf und entwickelt Neues - ein Beispiel dafür haben wir ja in Sachsen auch.

      Viele Grüße
      Martin
      - Tam, kde cesta je cíl -