Oschatz - Mügeln in den 80ern

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    • Oschatz - Mügeln in den 80ern

      Hallo liebe Schmalspurfreunde,

      angeregt durch den Beitrag Mein 1. Foto vom Saarsachsen habe ich mir überlegt, mal einige Fotos aus meiner frühen Schaffenszeit zu zeigen. Fotografisch war ich damals blutiger Anfänger, nicht mobil und total auf Lokomotiven fokussiert. Aber vielleicht erinnert Ihr Euch an Eure ersten Schritte.

      Mit 15 Jahren war ich im Oktober 1985 das erste Mal mit einem Dresdner Freund zwischen Oschatz und Mügeln unterwegs. Mit Filmmaterial habe ich wohl nicht gespart, aber ziemlich viel Ausschuss mit nach Hause gebracht. Das war wohl auch meiner völlig unzureichenden Fototechnik, gepaart mit handwerklichem Unvermögen geschuldet. Einige brauchbare Fotos waren dabei und so konnte ich mich am Treiben auf der Strecke Oschatz - Mügeln, nach Kemmlitz kam ich damals nicht, noch lange erfreuen. Zunächst wurde dem erstbesten Zug in Oschatz aufgelauert. Dann ging es am Bahndamm entlang zu Fuß nach Mügeln. Mich begeisterte die Anzahl der noch eingesetzten IV K genauso, wie das gute Zugangebot und das Flair am Lokschuppen in Mügeln. Vier Loks (99 542, 99 564, 99 584 und 99 608) waren im Einsatz, zwei davon möchte ich Euch heute zeigen:



      Ausfahrt frei in Oschatz. 99 542 macht sich mit einem typischen Rollwagenzug auf den Weg nach Mügeln, während auf den hinteren Gleisen noch 99 584 damit beschäftigt ist, den nächsten Zug zusammenzustellen. Wir beobachteten sie dann noch eine Weile und machten uns auf den Fußweg.





      Dort angekommen, fiel uns zunächst das damals typische Treiben am Heizhaus auf. Für jüngere Eisenbahnfreunde zur Erklärung. Die Einsatzstelle Mügeln beheimatete damals ständig durchschnittlich acht IV K, wovon täglich vier unter Dampf standen. Vor dem Heizhaus fanden sich nach und nach alle ein, so dass sich dort eigentlich ziemlich zuverlässig eine gewisse Lokparade aufnehmen ließ. Die Betriebsloks mulmten aus ihren Schloten gelblich-bräunlichen Qualm in die Gegend, dessen Geruch ich bis heute in der Nase habe und der mich unweigerlich an diese Szenerie in Mügeln erinnert. Das Foto mag nicht perfekt sein, aber wenn ich die verrauchte Szenerie sehe, rieche ich sofort wieder Mügeln. So oder ähnlich habe ich es bis 1990 viermal erlebt. Dann gingen die Leistungen und die Anzahl der eingesetzten Lokomotiven zurück und ich war nicht mehr dort. An diesem Oktobertag 1985 haben sich neben der kalten 99 562 noch 99 542 und ganz hinten 99 608 eingefunden. Hier wurden die Loks gepflegt und versorgt und nach und nach verabschiedete sich die eine oder andere aus dieser Runde, bis die nächste eintraf.
      99 608 ist nun dran, den nächsten Güterzug nach Oschatz zu übernehmen und rangiert mit Hilfe des Rangierers aus dem kleinen Posten bei der Lokleitung zum Zug.





      Im Juli 1986 war ich dann das zweite Mal vor Ort und wieder begann mein Besuch nach dem Aussteigen aus dem "großen Zug" am Bahnhof Oschatz, wo sich 99 586 mit einem neuen Güterzug auf den Weg nach Mügeln bzw. Kemmlitz machte. Deutlich war das Rasseln der Haspel im Führerstand zu hören. Der Heizer wickelte die "Leine", also das Seil der Heberleinbremse auf. Die Bremsen waren nun gelöst und nach einer kurzen Anfahrt ließ er das Seil wieder von der Haspel abrollen, worauf die Bremsen in Aktion traten und den Zug anhielten. Das war die Bremsprobe - Bremse in Ordnung. Es konnte also losgehen und so bummelte und bimmelte unser Zug in die Stadt Oschatz davon. Das Bremsseil ist gut zu erkennen und wurde von der Lok zum Rollwagen hinunter geführt.



      In Mügeln die gleiche Szenerie wie sonst auch und weil ich diesmal den Weg mit dem Bus zurücklegte, konnte ich 99 586 gleich nach Betreten des Geländes nahe der Bekohlung erwischen. Über dem Kessel ist die Leine der Heberleinbremse gut auszumachen. Außer der 99 586 waren unter Dampf: 99 562, 99 564 und 99 566



      Nach einiger Zeit rumpelte 99 566 am Heizhaus vorbei in den Bahnhof hinein. Auch sie sollte sich kurz darauf in der lauschigen Runde am Heizhaus einfinden. Ich möchte Euch aber nicht mit immer gleichen Bildern langweilen.
      99 566 wurde 1988 (?) in einen schweren Verkehrsunfall mit einem Getreidelastzug Bus verwickelt, stürzte auf die Seite und schied aus dem Betriebsdienst. Sie blieb aber erhalten und kann heute im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf besichtigt werden.



      Im Juli 1988 stand die verunfallte 99 566 bereits in Oschatz abgestellt. Die Rauchkammertür war für ein Restaurant (in Döbeln?) (Anm: könnte auch Traditionskabinett Bw Nossen sein (nach Hinweis)) ausgebaut und die Lok von der Ausbesserung zurückgestellt.





      Einige Meter weiter hatte Schwesterlok 99 562 das Rangiergeschäft bereits beendet und pausierte am Wasserkran vor dem Oschatzer Heizhaus. Auch sie sollte 1989 in einen Unfall verwickelt, aus dem aktiven Einsatz scheiden. Heute gehört sie zum musealen Bestand des Deutschen Dampflokomotiv Museum in Neuenmarkt-Wirsberg. Weitere Einsatzloks an diesem Tag: 99 542, 99 574 und 99 586





      Noch immer betriebsfähig und ziemlich bekannt ist 99 542 heute in Jöhstadt zu Hause. Ihr Lokschild an der Rauchkammertür war damals recht markant. Nach einem Unfall war es deutlich "zerknautscht". Hier bricht sie mit einem Güterzug nach Kemmlitz auf und überquert den Bahnübergang am Bahnhof Mügeln. Seit 1987 wird hier jetzt mit Saugluftbremse gebremst. Die Heberleinbremse hat ausgedient. Also haben die Eisenbahner die Leine über dem Lokkessel eingespart.




      Jeder Betriebstag endete damals mit einer Vorspannleistung. Die in Oschatz als Rangierlok zurückgebliebene Lok, in diesem Fall 99 586 spannte der planmäßigen Zuglok vor und wurde so ins heimatliche Heizhaus Mügeln überführt. Meist gab es in Oschatz keine feste Rangierlok, sondern die Zugloks der einzelnen Züge blieben immer in der Rollwagengrube Oschatz, während die Rangierlok in den Zugdienst wechselte. So gab es eine Art Rotation. 1990 erlebte ich aber 99 584 als feste Rangierlok dort, weil ihr Luftsauger (der Bremse) aus Ersatzteilmangel ausgebaut war und die Lok somit allein nicht streckentauglich war. Sie wurde abends aber auch als Vorspann mitgegeben. Darüber hatte ich aber schon vor längerer Zeit berichtet.
      Hier erreichen 99 586 und 99 574 gleich das Einfahrsignal des Bf. Mügeln. Warum ich das Andreaskreuz genau vor der Lok platziert habe, kann ich heute nicht mehr sagen.


      Alle Fotos: Achim Rickelt


      Soweit meine Erinnerungen an die Vorwendezeit auf der Strecke Oschatz - Mügeln. Auch das beste Schmalspurfestival, auch die bestorganisierte Fotofahrt kann dieses Flair nicht mehr nach Mügeln zurückholen. Hier war einen ganzen Arbeitstag lang immer Betrieb, rangierten Loks, bedienten sie Anschlüsse am Bahnhof und im Stadtgebiet, begannen und endeten Züge und rauchten und dampften die Lokomotiven aus ihren langen Schloten um die Wette. Ich habe es genossen und damals dafür sogar meinen möglicherweise ersten Besuch auf der alten Preßnitztalbahn dafür geschwänzt. Quantität (Anzahl der Betriebsloks) war mir eben wichtiger als Qualität, womit ich Oschatz - Mügeln nicht herabwürdigen möchte. Aber das Preßnitztal war eben eigentlich doch wichtiger damals.


      Viele Grüße

      Euer Dampf - Achim Rickelt


      Edit: Nach Leserhinweis 2 Korrekturen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dampfachim ()

    • Schöner Bericht! Aber die wunderschöne Preßnitztalbahn "in den letzten Zügen" für die "schnöde Feld- und Wiesenbahn" Döllnitzbahn opfern, weil da mehr Masse an Loks geboten wurde? Auf so ne Idee wäre ich nie im Leben gekommen. Da liegen ja Welten zwischen!

      Ja, was würde ich drum geben, die stillgelegten Schmalspurbahnen im Erzgebirge (oder auch anderswo) noch im Plandienst erlebt haben zu dürfen!
    • Hallo,

      was soll ich sagen. Ich war jung, gerade 15 und als mir mein Freund die Auswahl ließ, habe ich mich tatsächlich wegen der Anzahl der Loks für Mügeln entschieden. Dass die Preßnitztalbahn keine lange Zukunft mehr hatte, war mir damals durchaus bewusst. Aber trotzdem fiel meine Entscheidung zugunsten der Lokomotivparade in Mügeln. Die Entscheidung eines Teenagers, für mich heute auch nicht recht nachvollziehbar. Damals aber mein Wunsch, was soll ich machen? Heute bin ich so ehrlich, es nicht zu verschweigen.

      Aber 1986 konnte ich auch noch wenigstens einmal den Restbetrieb der unteren Preßnitztalbahn besuchen. Darüber hatte ich vor Ewigkeiten schon berichtet. Ich befürchte, dass der Beitrag im Uraltforum jetzt bilderlos ist.
      Wenn das Interesse besteht, könnte ich mal versuchen, ihn zu reaktivieren und hierher zu holen.

      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo !
      Mensch , was sind das doch tolle stimmungsvolle Aufnahmen , die den Betrieb so zeigen wie er war . Bis auf einzelne Abschitte war es ja recht früh vorbei mit der Schmalherrlichkeit im Westen und die haben bis heute zum Teil auch noch Betrieb als Museumsbahn . So oft es eben geht fahre ich zu den Schmalspurbahnen in Sachsen und geniesse einfach die Fahrt und alles Drumherum. Ob Normalbetrieb oder Festival ist zweitrangig , es alles seinen Reiz .

      Gruß
      Armin
    • Hallo Achim,

      ist schon in gewisser Weise amüsant. Ich habe 1989 meine ersten Bahnbilder gemacht und war dann 1990 - 1992 gelegentlich an der Strecke Oschatz - Mügeln. Auch ich war damals nichtmotorisiert und habe beim ersten Besuch im Stadtgebiet von Oschatz fotografiert, dann bin ich auch mal mit dem Bus nach Mügeln gefahren und später auch mit dem Fahrrad. Mit dem Fahrrad war ich dann auch mal bis nach Kemmlitz. Da war aber gar kein Betrieb, weder Lok noch Wagen im Bahnhof, weshalb ich keine Bilder gemacht habe und nach Mügeln zurückgeradelt bin. Insofern schließen meine Erlebnisse Anfang der 1990er nahtlos an Deine Erlebnisse Ende der 1980er an. Die Preßnitztalbahn habe ich leider nicht im Betrieb kennengelernt. Es muss im Alter von 13 Jahren gewesen sein, also 1986, als ich mal nahe Jöhstadt im Winter auf Klassenfahrt war. Mit der Bahn konnte man ja nicht mehr anreisen, also wurde der Bus genutzt. Ich kann mich erinnern, dass der desolate Zustand der Straßen nicht mit der Fahrweise des Busfahrers harmonieren wollte und etwa ein Drittel unserer Klasse aus Leipzig den Brechreiz nicht beherrschen konnte. Naja, das waren Zeiten. Immerhin konnte man an verschiedenen Orten noch etwas von der Schmalspurbahn sehen, auch am Bahnhof in Jöhstadt sind wir mal vorbeigekommen. Mit 13 Jahren habe ich das zwar zur Kenntnis genommen, aber da mich Eisenbahn zu diesem Zeitpunkt noch nicht interessierte, da man in dem Alter ja langsam ganz andere Dinge im Kopf hatte, ist es nur eine Erinnerung am Rande geblieben. Die Busfahrt werde ich aber im Leben nicht vergessen. Auf die Ränge wurde diese Fahrt nur durch eine Busfahrt zu nächtlicher Stunde von Alanya nach Konya durchs Taurusgebirge in der Türkei verwiesen, die ich im Rahmen einer großen Türkei-Rundreise mit einem Freund unter Zuhilfenahme von öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen habe. Da hatte ich das Gefühl der Fahrer will noch in dieser Nacht als Märtyrer zu den 72 Jungfrauen in die ewigen Jagdgründe eingehen. In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass Konya eine Stadt mit bedeutender islamisch-religiöser Wallfahrtsstätte ist. Hat aber zum Glück nicht sollen sein, sonst hätte ich mir Deine schönen Bilder und Erinnerungen hier nicht zu Gemüte führen können. Was den erzgebirgischen Busfahrer zu seinem Fahrstil nach Art eines persönlichen Himmelfahrtskommandos veranlasst hat, kann ich nach so langer Zeit nicht mehr nachvollziehen. :zwink:

      Viele Grüße, René

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

    • Hallo René,

      die Schilderungen Deiner Busfahrt erinnern mich an eine Taxifahrt von Wernigerode nach Nordhausen. Ich bin mir nicht mehr sicher. Es müsste im zeitigen Frühjahr 1989 gewesen sein und die Straßen im Harz waren noch teilweise ziemlich winterlich. Der Fahrer hatte es so eilig, dass ich auf dem Hintersitz schon mein Testament gemacht habe. Irgendwo in den Höhen des Harzes hatte es einen PKW aus der Kurve geworfen, die Polizei war auch schon vor Ort und ich sah mich schon in der nächsten Kurve liegen. In Nordhausen war mir so schlecht, dass ich richtig lange benötigte, mich zu erholen. Anschließend konnten wir aber noch 99 5906 in der Einsatzstelle Nordhausen fotografieren.

      Mit dem Preßnitztalbus bin ich dann im Sommer 1990 einmal von Wolkenstein nach Jöhstadt gefahren. Da konnte man noch viele Relikte der Schmalspurbahn sehen. Ich erinnere mich aber nicht, dass der Fahrer besonders riskant unterwegs war.

      Mein letztes Erlebnis auf der Strecke Oschatz - Kemmlitz datiert auf den Sommer 1990. Darüber hatte ich schon einmal berichtet, so dass ich diesen Besuch heute ausgeklammert habe. Da waren wir auch in Kemmlitz. Ich habe den Zug bei der Ausfahrt Nebitzschen (mit 99 582) und dann auf Strecke zwischen Kemmlitz und dem Abzweig (mit 99 568) fotografiert. Ich weiß nicht mehr genau, wie das damals war. In Kemmlitz war jedenfalls kein Zug, als wir dort waren. Die Werkloks waren für mich wieder nicht interessant genug. Jedenfalls sind wir bis zum Ende des Gleises in Richtung Kroptewitz gelaufen und ich habe dort nicht ein einziges Foto gemacht.
      An diesem Tag im Sommer 1990 waren übrigens mit 99 561, 99 568 und 99 582 gleich drei ehemalige Jöhstädter Lokomotiven im Einsatz. Die ebenfalls langjährige Jöhstädter 99 585 stand als Reserve im Haus. Weil ich in diesem Urlaub 1990 auf der Weißeritztalbahn auch 99 606 fotografieren konnte, hatte ich sozusagen den gesamten letzten Bestand der Preßnitztalbahn im Kasten.

      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo Achim,

      die Strecke bis nach Kroptewitz habe ich damals auch erkundet. War mit meinem Onkel aus Dessau dort. Ich habe ebenso kein Bild gemacht. Ob mein Onkel fotografiert hat, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Im Sommer 1991 habe ich die 99 564, 99 568, 99 582 und 99 584 in Oschatz im Einsatz fotografiert. Im April 1992 machte ich dann Bilder von 99 564 (099 705), 99 582 (099 708), 99 584 (099 709) und 99 608 (099 713) in Oschatz und Mügeln.

      Vielleicht war die Fahrweise des Busses im Preßnitztal im Jahr 1990 etwas anders, als im Jahr 1986. Vielleicht war es auch eine einzelne Situation. Die Rückfahrt zum Ende der Klassenfahrt ist mir nämlich nicht mit einem solchen Erleben in Erinnerung geblieben. Leider kann ich mich nur noch daran erinnern, dass die Unterkunft etwas außerhalb von Jöhstadt gelegen war. Es könnte die heutige Jugendherberge Grumbach gewesen sein, wenn sie Mitte der 1980er Jahre auch schon diesem Zweck diente. Ist eben doch schon ziemlich lange her.

      Viele Grüße... und dann dieser Stelle auch ein Dankeschön für die historischen Bilder aus dem Preßnitztal im anderen Thread.

      Viele Grüße, René
    • Hallo Achim,

      besten Dank fürs Zeigen der Aufnahmen und der Beschreibung.

      Der Unfall mit der 99 566 war wirklich 1988 - genauer gesagt am 22. Januar.

      Das verbeulte Schild mit der 99 542 lässt sich bis in die 1970er Jahre zurückverfolgen - weiß jemand genau, an welchem Tag - oder in welchem Jahr - es verbeult worden ist?

      Fragt mit vielen Grüßen

      André
    • Hallo André,

      das würde mich auch interessieren. Ich weiß, dass dieses besondere Schild ziemlich lange an der Lok gezeigt wurde.
      Ich weiß aber auch, dass sie während meines Besuchs 1985 vorn ein mit Schablone gemaltes Lokschild trug. Auf der Lokführerseite gab es gar kein Nummernschild, nur eine ebenfalls mit Schablone aufgemalte Betriebsnummer (wie in den 70ern üblich). Hinten und rechts gab es zwar Schilder. Ich kann auf meinen Fotos aber nicht erkennen, ob es auch die gemalte Ausführung war.

      1988 waren dann wohl ringsherum normale Schilder montiert, vorn das zerknitterte Schild.

      Interessant ist auch das damals verwendete Frontschild der 99 608 mit der spitzen und der runden 9. Auf noch älteren Fotos erkennt man, dass sie ihre erste 9 zeitweise sogar ganz verloren hatte.

      Viele Grüße

      Dampfachim