Unterwegs auf Harzer Gleisen (2)

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    • Hallo René,

      lassen wir mal die Versicherungen, es ist ja ein Eisenbahnforum. Sonst schreibt hier noch jeder seine Erfahrungen mit der Versicherungswirtschaft und Erik und Eckhard bekommen graue Haare. Ich habe auch extra nicht geschrieben, mit welchen Unternehmen ich zu tun hatte.

      Ich bin der 99 5906 leider seit 2005 nicht mehr begegnet. Mich würde nur mal interessieren, ob sie noch den Schornstein hat. Der war ja doch sehr markant.

      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo Achim,

      das wollen wir doch nicht, dass die Admins graue Haare bekommen, so wie der Threaderöffner schon genug davon hat. :zwink: Namentliche Werbung für Versicherungsunternehmen ist ja vermieden worden. Ich möchte natürlich auch gerne die Schmalspur im Harz im Fokus behalten. Am Dienstag werde ich, wenn es das Wetter zulässt und keine andere Termine drängen, mal in Richtung Selketal fahren. Sei es zum "Waldbaden" nach japanischem Vorbild als Alternative zur Seeluft in Nordfriesland oder um die Schmalspurbahn zu fotografieren... vielleicht auch beide Dinge im Konglomerat.

      Viele Grüße, René
    • Hallo in die Runde,

      bevor es für mich zum Reservedienst zum Betriebshof geht, zeige ich einige Aufnahmen vom für mich schönsten Bahnhof der HSB.
      Die alten und "krummen" Gleisanlagen haben es mir besonders angetan.
      Bilder stammen aus dem Frühjahr 2018










      Drückt mir die Daumen, dass ich meine Reserve auch mal im Aufenthaltsraum vor dem Fernseher verbringen kann :sing: :wink:

      Alexander
    • Hallo Alexander,

      der Bahnhof Hasselfelde ist wirklich recht ursprünglich erhalten. Ich weiß jetzt gar nicht, ob sich das Bahnhofsgebäude in irgendeiner Nutzung befindet? Bin schon länger nicht mehr am Bahnhof gewesen, eher mit der Familie gelegentlich in Pullman City. Danke Dir für die Bilder, mit denen Du wohl auch ein wenig Farbe in den Thread bringen wolltest. :zwink: Ich wünsche Dir einen ruhigen Dienst.

      Viele Grüße, René
    • Hallo,

      eigentlich wollte ich am heutigen Tag mal in Richtung Selketal aufbrechen, aber heute Früh eröffnete mir meine Tochter, dass sie nicht in den Hort möchte, sondern gleich nach der Schule nach Hause kommt. Da sie mich durch die Spätdienste der letzten Tage nicht viel gesehen hat, ist dieses Ansinnen ja auch verständlich. Damit war das Selketal aus dem Rennen. Ich entschloss mich also für das Thumkuhlental. Dort war es wieder schön ruhig, um einen entspannten Spaziergang zu unternehmen. Beim 8933, welcher heute mit der 99 7222 bespannt war, genoss ich allein die Akustik. Als der Zug durch den Tunnel am Kleinen Thumkuhlenkopf wieder in das Drängetal eingebogen war, herrschte die typische Stille im Wald, die nur vom Braunen Wasser unterbrochen wurde, welches im Tal im steinigen Bachbett plätschert. In der Bogenkehre, welche das Ende der Längenentwicklung der Bahnstrecke im Thumkuhlental markiert, unterquert das Braune Wasser die Strecke der Harzquerbahn. Der Bach entspringt oberhalb des Hohnebruchs und fließt danach im Thumkuhlen- und Drängetal. Am Bahnhof Hasserode unterquert das Braune Wasser nochmals die Bahnlinie, um unmittelbar danach in die Holtemme zu münden. Um den Fokus nicht nur auf Züge und Bahnhöfe zu konzentrieren, habe ich den Durchlass des Braunen Wassers im Thumkuhlental im Bild festgehalten.



      Oberhalb der Bogenkehre ist die Sicht vom Bahnparallelweg auf die Streckenführung mittlerweile durch den Bewuchs mit Pioniergewächsen eingeschränkt, so dass sich wenige Fotostellen ergeben. Trotzdem habe ich mich für dieses Motiv des bergwärts fahrenden 8925 entschieden, welcher heute mit der 99 7239 bespannt war.



      Danach spazierte ich gemütlich zurück zum Wanderparkplatz in der Nähe des Lossendenkmals an der Hagenstraße und war pünktlich wieder zu Hause.

      Viele Grüße, René
    • Hallo,

      heute habe ich es vor dem Spätdienst doch noch in Richtung Selketalbahn geschafft. Zuerst besuchte ich den Lost Place der HSB in Gernrode, um dort das Wrack der 199 010-0 zu fotografieren. Sie wächst immer mehr im Gestrüpp ein.







      Auch der ehemalige offene Güterwagen 99-03-86 der Gattung OO bzw. später OOm (gebaut bei Waggonfabrik Herbrand in Köln), der später zum Cabriowagen umgebaut wurde und die Bezeichnung NWE 506 erhielt, hat seine besten Tage hinter sich. Die letzte Revision erhielt dieses Fahrzeug laut Anschrift am 18. Februar 1999.



      Als ich in Gedanken versunken war (wie es wohl jedem Bahnfreund bei derlei Anblicken geht), ertönte der vertraute Ton des Makrofons einer V100. Vom Balkan konnte es ja nicht mehr kommen, also näherte sich ein Kamel dem Bahnhof Gernrode... und richtig: Es fuhr die 199 874-9 mit der Schneefräse in den Bahnhof ein. Im Spätsommer rechnet man nun wahrlich nicht mit einer solchen Fahrt. Da einige Touristen auf den Dampfzug warteten, welche sich die Fräse anschauten, war es nicht leicht, zu einer passenden Aufnahme zu kommen.



      Nun begab ich mich zum Ramberg, um dort ein wenig zu fotografieren. Das Auto wurde am Sternhaus abgestellt und dann lief ich die Lange Allee zur Station der Schmalspurbahn. Am Bahnübergang herrschte Stille, wobei sich der bergwärts fahrende Dampfzug mit typischer Geräuschkulisse schon gelegentlich ankündigte.



      Es dauerte auch nicht lange bis sich die 99 7232 mit dem 8963 durch den Laubwald den Ramberg hinaufkämpfte. Die Akustik war wieder sehr beeindruckend, herrscht doch wenige Minuten vor Ankunft des Zuges die typische Waldesruh, welche nur kurz durch die Geräusche des Zuges unterbrochen wurde.



      Den Beitrag möchte ich mit diesem Bild "Licht und Schatten" des 8963 in der Station Sternhaus Ramberg abschließen.



      Viele Grüße, René

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()

    • Hallo René,

      wieder mal sehr schön, wobei ich die lebendige Bahn den einwachsenden Fahrzeugen vorziehe. In der Abgeschiedenheit der Station Sternhaus Ramberg kann man hervorragend die Ruhe genießen und der Natur lauschen. Im Sommer 1988 machten wir hier immer Station und wanderten zur Jugendherberge Bremer Teich.
      Damals empfand ich diese Ruhe noch nicht so wertvoll, wie in der hektischen Welt heute.

      Noch eine Anmerkung. Die 199 874 ist eine Ost-V100 und bei der DR gab es keine Makrophone, dafür aber wunderbar klingende Typhone! (im Bild auch gut sichtbar) Die der V 100 waren ja schon gut im Klang, die abgeknickten der Alt-V 60 klangen eher heiser, am schönsten klangen die Tröten der V 300-Familie.

      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo Achim,

      vielen Dank für Deinen positiven Kommentar. Wenn man nahezu täglich auf Arbeit von Makrofon spricht, schleicht sich diese Begrifflichkeit als Automatismus in den persönlichen Sprachgebrauch ein... und so hat sich diese Bezeichnung in meinen Beitrag eingeschlichen. Danke in diesem Zusammenhang für Deine richtigstellende Erklärung, denn es sollen hier ja möglichst keine Fehler auftreten.

      Anfang der 1990er habe ich mal ein paar Tage im Sternhaus übernachtet und von dort aus die Selketalbahn erkundet. Deshalb fühlte ich mich bei meinem gestrigen Weg vom Sternhaus zur Bahnstation gedanklich sofort in die Vergangenheit zurückversetzt. Für mich ist der Abschnitt von Gernrode nach Harzgerode der mit Abstand schönste Abschnitt der Schmalspurbahnen im Harz.

      Die kaum vorhandene Symbiose aus Fahrplan und gastronomischen Angebot entlang der alten G.H.E.-Stammstrecke finde ich bei jedem Besuch ziemlich betrüblich. Mit Triebwagen fahre ich schon täglich auf Regelspur (wie wohl die meisten regelmäßigen Nutzer von Eisenbahnen) und da muss ich sie bei der Nutzung der Schmalspurbahn nicht auch noch zwangsläufig mit in die Reiseplanung einbinden müssen. Zusätzlich vermisse ich die Bahnhofsgaststätten in Mägdesprung und Alexisbad sehr.

      Ich verstehe nicht, warum der Fahrplan unbedingt den Gästen des Selketals ermöglichen muss, zum Brocken zu fahren. Wer das möchte, kann seinen Urlaub in Wernigerode oder in Schierke verbringen und/oder muss dann eben gegebenenfalls nochmals für einen Aufenthalt in den Harz kommen. Das sollte doch das Ziel eines jeden Touristikers sein. Durch die Ausrichtung des gesamten Netzes auf den Brocken geht das Alleinstellungsmerkmal der Selketalbahn als Bahnstrecke in schönster Harzer Landschaft in meinen Augen nahezu vollständig verloren.

      Der Brocken ist eigentlich kein lohnenswertes Ziel für Familien mit Kindern. Die häufigen Witterungsunbilden und der in Kinderaugen kahle Gipfel sind kein familienfreundliches Ziel eines Ausflugs. Dafür müssten sich aber die Verantwortlichen herablassen, die Welt auch mal mit Kinderaugen zu sehen.

      Hier würde die Selketalbahn mit sanften Tourismus in wunderschöner Natur, vielleicht bahnbezogenen Spielplätzen an den Bahnhöfen und einem familienfreundlichen gastronomischen Angebot in Kombination mit einem für Familien tauglichen Fahrplan absolut punkten können. In Ungarn kann man zum Beispiel solche Entwicklungen wunderbar beobachten und bei der SOEG hat man mit dem Zwergenreich ja auch die Zeichen der Zeit erkannt.

      Vielleicht erhält die Selketalbahn irgendwann auch die Attribute eines Alleinstellungsmerkmals im Harz. Hierfür wären entsprechende Investitionen nötig, die selbstverständlich auf einem maßgeschneiderten Entwicklungskonzept beruhen müssten.

      Viele Grüße, René

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rekok73 ()