Triebwageneinsatz auf Schmalspurbahnen

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    • N'abend,

      ich denke, das Thema Triebwagen ist hier schon öfters durchgekaut worden. Triebwagen machen meiner Meinung nach Sinn, wo auch Potential da ist. Das Hauptpotential liegt bei den aktuell mit Dampf betriebenen Bahnen nun mal im Touristenverkehr. Nicht ohne Grund gönnt man sich jedes Jahr im November in der Touristen schwächsten Monat eine Auszeit für Baumaßnahmen. Und auch so sind die Bahnen für Werktätige oder Fahrgäste, die einfach mal zum Einkaufen fahren wollen, schlicht weg zu teuer. Das heißt, hier müßte man extra einen preiswerteren Tarif, sinnvollerweise im Verkehrsverbund integrierter, eingeführt werden. Ich glaube auch kaum, das man Touristen mit den neuen Triebwagen, aber teuren Dampftarif, anlocken könnte. Bestes Beispiel sind ja die Leertriebwagen entlang des Selketals. Der einzig meist gut besetzte Umlauf ist der Dampfumlauf. Ist bei den Preisen ja auch verständlich.

      Wenn ich in modernen Triebwagen durch eine schöne Landschaft fahren will, kann ich dies auch nach Altenberg oder durchs Flöhatal machen.

      So nett die Idee mit den Triebwagen ist - vorher sollte man sich erstmal ein Konzept überlegen, wo es sinnvoll wäre. Die Döllnitzbahn beispielsweise ist ein sinnvolles Einsatzgebiet. Bei den anderen Bahnen sehe ich das eher nicht.

      VG, Tilo
    • Hallo Tilo,
      ich muss dir leider teilweise wiedersprechen.

      Auf einigen sächsischen Schmalspurbahnen könnte ich mir durchaus einen Triebwageneinsatz vorstellen, natürlich unter sinnvoller Einbindung in den jeweiligen Verkehrsverbund (Tarif). Ich denke da an Radebeul - Radeburg und Zittau - Kurort Oybin, auf diesen beiden Strecken wäre es auch möglich die Geschwindigkeiten ein wenig anzuheben. Weiterhin sollten die Fahrpläne auch mit den örtlichen Busverkehr abgestimmt werden.

      Dieses Angebot wäre natürlich zusätzlich zu den Dampfzügen.

      Bis dahin
      Sven
    • Hallo Sven,

      ich sehe bei Deiner Meinung zu meiner eigentlich keinen Widerspruch. :cheers:

      Mit einem entsprechendem Konzept ist durchaus auch noch mehr Potential in Sachsen für Schmalspurtriebwagen vorhanden. Das fängt aber schon bei der Tarifstruktur, Busparallelverkehr, schlecht gesicherten Bahnübergängen und zu langsamen Geschwindigkeiten an.
      Hier müßte entsprechend investiert werden. Aber in einem Bundesland, wo auf einer ehemaligen Hauptbahn (Meißen - Nossen - Döbeln), die bis zur Jahrtausendwende auch noch Eilzugverkehr aufwies, der Personenverkehr eingestellt wird, nur um den lokalen Busunternehmer ein paar mehr (Leer-)Fahrten zu gönnen, glaube ich kaum, dass man wo anders bestrebt ist, den Verkehr wieder auf die Bahn zu verlagern. Zumal es im Falle von Radebeul der gleiche Verkehrsverbund ist.

      Würdest Du eine Umgehungsstraße für ein x-belibiges Dorf planen, hättest Du sicherlich mehr Erfolg. :-)


      Viele Grüße,
      Tilo