[AT] Die Baureihe 5090 - nun auch PLB VTs 12 ff / ZB VT1 / NÖVOG VT 8 ff

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    • [AT] Die Baureihe 5090 - nun auch PLB VTs 12 ff / ZB VT1 / NÖVOG VT 8 ff

      Mit der Baureihe 5090 wurde auch auf jenen österreichischen Schmalspurstrecken ein Modernisierungsschub eingeläutet, die damals den ÖBB gehörten. Mit der ersten von insgesamt 4 Serien wurde im Jahr 1986 begonnen und hat insgesamt 17 stk. umfasst. Die Murtalbahn (StLB) hatten diesen Modernisierungsschub bereits vollzogen und derartige Triebwagen, aber auch Steuerwagen bereits im Einsatz.
      Das erste Haupteinsatzgebiet war die Pinzgauer Lokalbahn zwischen Zell am See und Krimml, wobei die Probefahrten der ersten Fahrzeug auf der Waldviertler Schmalspurbahn statt fanden und diese ausgiebig getestet wurden.

      Weiteres Einsatzgebiet waren die ÖBB Ybbstalbahn, Waldviertler Schmalspurbahn Gmünd - Groß Gerungs, Krumpe (St.Pölten -) Ober Grafendorf - Ruprechtshofen, so wie später auch unter Fahrdraht auf der Mariazellerbahn zwischen St.Pölten und Mariazell.

      Nach Übernahme der Pinzgauer Lokalbahn durch das Land Salzburg sind dort mit VTs12 - 17 (5090 002 - 007) noch immer 6 Triebwagen dieser Serie im Einsatz (VTs11 wurde an die Zillertalbahn verkauft und ist dort als VT 1 in Betrieb), ebenso bei der NÖVOG in Niederösterreich (Citybahn Waidhofen, Waldviertler Schmalspurbahn und Mariazellerbahn) die Fahrzeuge VT 8 - 17, wobei VT 15 bekanntlich an die Döllnitzbahn verkauft wurde.

      Weitere Fahrzeuge dieser Fahrzeugserie gibt es mit diversen Unterschieden auf der Murtalbahn, so wie technisch weitgehend gleich, jedoch nur mit einem Führerstand auf der Zillertalbahn.

      Beginnen möchte ich diese Serie mit Bildern der Pinzgauer Lokalbahn aus der Zeit der ÖBB "PinzgauBahn" - eine Besonderheit gab es hier, durch die Adaptierung von Stromlinienwagen "BD" welche mit einer klappbaren Scharfenbergkupplung und einer Druckluftbremse ausgestattet wurden und somit auch mit den Triebwagen im Einsatz waren. Ein Wagen ist bei der Pinzgauer Lokalbahn noch im Bestand, dieser ist jedoch an die Murtalbahn verliehen und fährt dort eingereiht in den Triebzügen.

      Beginnen wir mit dem 5090.001 - im Pinzgau dominierte schon immer die Erstserie - und so wurde der VT am 19.08.2003 als Zug 3307 in Zell am See abgelichtet, welcher bereits in einem einfallslosen Farbkleid "damals auch Tauchlack genannt" verkehrte:


      Am 03.01.3007 begegneten sich in Zell am See die Triebwagen 5090 002 und 001, wobei ersterer noch die Original Lackierungsvariante zeigt.


      Hier sieht man diese Lackierung -wenn auch schon ausgebleicht- in voller Pracht, am 08.09.2007 im Heizhausbereich von Tischlerhäusl, der Zentrale der Pinzgauer Lokalbahn. Es war übrigens der einzige Triebwagen der diese Lackierung bei der Übernahme durch das Land Salzburg im Jahr 2008 noch getragen hat:


      Selbiger VT am 03.01.2007 als Zug 3313 im Bf. Uttendorf-Stubachtal:


      5090 003 und 5090 002 sind gemeinsam mit der 2095 002 am 19.08.2003 abgestellt in Tischlerhäusl. Die 2095 ist zwei Jahre später nach einer Kollision zweier Züge ausgeschieden worden:


      Hier zeigt sich der 5090 003 am 03.01.2007 im Bahnhof Bruckberg-Golfplatz mit Zug 3314:


      Auch das gab es in Zeiten der ÖBB - die Triebwagen wurden regelmäßig durch halb Österreich nach St.Pölten gekarrt um Hauptuntersuchungen und größere Rep. zu machen. Heute wird dies alles in Tischlerhäusl erledigt. Das Bild zeigt den 5090 003 - ebenfalls schon mit "Tauchlack aber schon neuem ÖBB Logo" im Bahnhof Schwarzach-St.Veit:


      5090 006 hingegen stand am 08.09.2007 abfahrbereit mit einem vorhin erwähnten Beiwagen (BD) als Zug 3318 abfahrbereit nach Mittersill - zu diesem Zeitpunkt war die Strecke zwischen Mittersill und Krimml für mehrere Jahre (durch das Hochwasser 2005 zerstört) gesperrt:


      5090 007 ist bereits im Valousek Design verkehrsrot/grau (jene Variante zwischen Ursprungslackierung und Tauchlack) unterwegs und wurde am 19.08.2003 in Zell am See aufgenommen:


      Am 16.02.2008 konnte man sehen, dass auch dieser VT dem neuen "Design" zum Opfer gefallen ist...
      Viele Grüße
      Thomas

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    • 5090 001 - SLB VTs11 der PLB - nunmehr VT1 der Zillertalbahn

      Der VTs11 wurde mit Übernahme der Pinzgauer Lokalbahn ebenfalls übernommen und hatte (mittlerweile schon sehr ausgeblichen) noch immer seinen roten "Tauchlack". Im Zuge der guten Zusammenarbeit mit der Zillertalbahn ergab sich 2012 die Synergie, dass die Pinzgauer Lokalbahn dringend einen Zwischenwagen für die Wendezüge benötigte (es waren 3 Wendezugloks, 3 Steuerwagen jedoch nur 2 Zwischenwagen vorhanden), im Gegenzug hatte die Zillertalbahn interesse an einem weiteren Triebwagen für deren Triebzüge, wobei der flexible Einsatz durch die beiden Führerstände ein weiterer Vorteil hatte. Somit wurde der VTs11 im Zuge einer HU den Normen der Zillertalbahn angepasst und hat auch eine neue Bestuhlung erhalten. Dies wurde und wird bei der Pinzgauer Lokalbahn nicht verfolgt, da man nur mehr 36 Sitzplätze, ohne Mehrzweckabteil und ohne passende Fensterteilung hat. Bei der Pinzgauer Lokalbahn haben alle Triebwagen ein Mehrzweckabteil und 52 Sitzplätze (statt früher 64). Ich werde nun nach und nach alle Pinzgauer Triebwagen vorstellen.

      Im Bild VTs11 als Triebzug gegmeinsam mit Niederflurzwischenwagen VBs202 und Triebwagen VTs15 am 11.04.2009 als Zug 22 in Tischlerhäusl:


      Die selbe Bespannung gab es am 14.06.2009 als Zug 24 zwischen Uttendorf-Stubachtal (Hst. Manlitzbrücke gab es damals noch nicht) und Pirtendorf. Der zukünftig für den 2. Wendezug benötigte Niederflurzwischenwagen VBs202 war hier noch entbehrlich, denn die zweite Wendezuglok Vs82 ist erst am 01.11.2009 eingetroffen und am 06.12.2009 in Betrieb genommen worden:


      Eine übliche Pinzgauer Bespannung sind "Doppeltriebwagen" - hier im Bild VTs11 und der bereits neu lackierte VTs14 am 14.03.2010 als Zug 18 in Mühlbach im Pinzgau. Planmäßige Doppelbespannungen gibt es aktuell noch bei Wendezugersatzverkehr bzw. planmäßig bei Eilzug 46 an Mo-Fr wenn Werktag:


      Am 31.10.2010 war die Strecke zwischen Uttendorf-Stubachtal und Mittersill wegen Gleisbauarbeiten unterbrochen (mit 11.09.2010 fuhr die Lokalbahn erstmals wieder bis Krimml!). Für eine Probefahrt vor Wiederaufnahme des planm. Zugverkehr war ich an diesem Tag mit VTs11 unterwegs. Im Hintergrund steht die Wendezuggarnitur 1 bestehend aus Vs81 + VBs201 + VSs101 im Bf. Mittersill und wartet auf den SEV Bus, ehe die Fahrt nach Krimml aufgenommen wird. Auch der Bahnhof Mittersill wurde zu diesem Zeitpunkt modernisiert. Die war auch noch nach der Streckensperre der Fall, so dass für einige Tage statt der einzigen planmäßigen Zugkreuzung von Z 2 und Z 5 eine "Kopf an Kopf Stellung" vorgennommen wurde und die Fahrgäste umsteigen mussten:


      Am 01.09.2011 war der VTs mit einem "Fahrradsandwich" unterwegs. Gemeinsam mit dem Wende- und Triebzugtauglichen Fahrradwagen Hs701 und dem VTs17 wurde als Zug 6 nach Krimml gefahren - Aufnahme vom alten Bahnhof Piesendorf:


      Am 17.12.2012 war der VT1 bereits in Hauptuntersuchung und wurde für den Einsatz auf der Zillertalbahn adaptiert:


      Am 13.02.2013 zeigte sich der neue ZB VT1 in voller Winterpracht im Bahnhof Tischlerhäusl...


      ...und es gab an diesem Tag noch einmal eine Gegenüberstellung mit dem VTs16. Äußerlich sind auch gut die Unterschiede der Steckdosen für die Mehrfachsteuerung zu sehen:


      Während die Inneneinrichtung des VTs11 -> ZB VT1 mit der selben Bestuhlung wie die neuen Wendezüge ausgestattet wurde...


      ...ist man bei der Pinzgauer Lokalbahn bei einem neuen - durchgehenden - Sitzbezug als Veränderung geblieben. Hier ein Bild vom Fahrgastraum des VTs17 zum Vergleich, hier testweise mit roten Sitzbezügen. Alle anderen Triebwagen haben wieder die blauen Sitzbezüge (Stoff wie bei VT1) erhalten und mittlerweile sind auch durchgehend die bei den Fahrgästen sehr beliebten Halbfenster vorhanden:
      Viele Grüße
      Thomas
    • 5090 auf der Ybbstalbahn und Anderswo (m3B)

      Hallo Thomas, eine sehr schöne Serie hast Du hier eröffnet. Zu Deinen einleitenden Worten möchte ich allerdings anmerken, daß die ersten Fahrzeuge dieser Bauserie auf der Murtalbahn (StLB) in Erprobung und Betrieb gingen. Dein Beitrag erweckt ein wenig den Eindruck als wenn die ÖBB die ersten Fahrzeuge bestellt hätte. Ganz im Gegenteil, sie "sprang erst auf den Zug auf" als sich die Privatbahn-Fahrzeuge schon einige Jahre auf der Murtalbahn bewährt hatten. Eine recht ausführliche Beschreibung dieser Geschichte findet sich auf der Wikipedia-Seite mit dem passenden Namen StLB VT 31–35: https://de.wikipedia.org
      Nicht umsonst wählte man diesen Titel für die Beschreibung, die dann auch die ÖBB-Baureihe 5090 abhandelt.

      Vergangene"Staatsbahnherrlichkeit" an der Ybbs(talbahn).




      ^ Im Jahr 2007 trug man dort noch stolz den Namen "Ybbstalbahn".
      Inzwischen sind zwar vermeintlich goldenere (NÖVOG-)Zeiten angebrochen, es gibt jetzt eine Citybahn Waidhofen aber in Ybbsitz erinnert nur noch wenig an die einstige Schmalspurbahn.


      ^ Am 25.V.2007 konnte 5090.012-5 noch in Ybbsitz beobachtet werden.


      Gruß von Niels

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Niels ()

    • Hallo Marcus,

      vielen Dank für die interessante Übersicht über die Pinzgauer 5090 - das Auftauchen eines derartigen Tw in Sachsen scheint das Interesse an diesen Fahrzuegen ja zu fördern ;-)

      Zu den Ergänzungen von Niels sei noch gesagt, dass die Tw auf der Murtalbahn nicht nur erprobt wurden; die Steiermärkischen Landesbahnen haben mangels von der (österreichischen) Industrie angebotener Tw diese Fahrzeuge auch massgeblich selber entwickelt.

      Und ein kleines Klugscheißen: von den ersten 5 für die ÖBB gebauten 5090 gingen drei wie beschrieben in den Pinzgau, die beiden anderen verkehrten aber beide im Waldviertel - ein erstes Haupteinsatzgebiet ist der Pinzgau also nur eingeschränkt.

      Viele Grüße
      Michael
    • Hallo zusammen,

      Hier kann ich auch mal meinen Senf dazugeben:



      5090.004 in Ursprungslackierung in St. Martin bei Weitra an der Waldviertler Schmalspurbahn , müsste 1994 gewesen sein. Damals herrschte noch reger Güterverkehr mit Loks der Baureihe 2095 und fallweise noch mit Dampfloks der Baureihe 399.


      5090.005 im Jahr 1996, schon in der neueren Lackierung, ebenfalls in St. Martin mit einem aufgebockten Güterwagen.


      ex 5090.011 nunmehr VT11 der Növog im Jahr 2018 wieder in St. Martin, das Holz ist noch da, der Güterverkehr und die Ladegleise leider nicht mehr...

      Leider wurde auch das hölzerne Abortgebäude neben dem Bahnhof in der Zwischenzeit abgerissen.

      Gruß
      Michi

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