Neu: Mosbach - Mudau, mit der Schmalspurbahn in den Odenwald

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    • Hallo

      Da kommt ja wieder ein klasse Werk aus der Nordhorner Schmiede und wird mit Sicherheit seine Freunde finden , auch trotz des Preises. Aber was wird nicht teurer ? In ganz anderen Bereichen nehmen wir Erhöhungen klaglos hin , nur im Fachbuchsektor erwarten die Kunden Preise wie im Supermarkt , daß kann nicht zusammen passen. Ich selber hole mir auch nicht jedes Buch und treffe eine reiflich bedachte Entscheidung, egal ob das Buch blau , grüne oder rote Buchdeckel hat .

      Gruß
      Armin :ok:
    • Hallo Armin,

      Du suggerierst, dass die Bücher vom Kenning-Verlag teurer geworden wären. Nun, man kann über den Menschen Ludger Kenning geteilter Meinung sein, aber eines darf ihm nicht nachgesagt werden: Dass er seine Buchseiten inzwischen teurer verkauft.

      Denn wenn er ein Buch mit 360 Seiten für 55 Euro verkauft, aber ein Buch mit 200 Seiten für 30 Euro, dann kann ich keinerlei Preissteigerung pro Seite feststellen!

      Wie schon einmal bei anderen Büchern festgestellt: Wenn jemand vor 20 Jahren mit einem Buch mit 150 bis 200 Seiten glücklich war (und bis heute ist), was alle Dinge nur oberflächlich angeschnitten hat, dann ist das in Ordnung.

      Wenn es aber zu vielen Dingen inzwischen mehr Informationen und Aufnahmen gibt - und diese auch zu Papier gebracht werden - dann ist in meinen Augen ein deutlicher Mehrwert gegeben.

      Wer mit dem oberflächlichen Blabla und schlechterem Druck von einst zufrieden ist, der sei mit seinen alten Büchern glücklich. Aber wer gern mehr Tiefe und eine bessere Druckqualität in einem Buch haben will, dem möge man bitte nicht schlecht machen.

      Es war Privatpersonen zu keiner Zeit möglich, alle Bücher zum Thema Eisenbahn zu erwerben - es musste schon immer abgewogen werden: Was ist von Interesse? Was ist unwichtig? Wie viel Geld steht mir fürs Hobby zur Verfügung?

      Lasst die Kirche im Dorf - und gönnt anderen Eisenbahnfreunden, die sich darüber freuen, wenn zu einer Strecke viele Bilder und viele Details veröffentlicht werden, deren Freude an dieser Menge an Informationen und Aufnahmen!

      Bittet mit vielen Grüßen

      André
    • Hallo Andre

      Ich suggeriere nicht , daß was teurer wird sondern Stelle es nur fest und würdige die Leistung von Ludger keineswegs herab . Nur er muss sich den gestiegenen Kosten zur Erstellung eines solchen Buches anpassen und nur über eine entsprechende Auflage den Preis attraktiv gestalten. Es sollte jedem hier freigestellt sein seine sachliche Kritik anzubringen, auch wenn sie manchen nicht schmeckt . Ich bin durchaus einen angemessenen Preis für ein Buch zu zahlen , aber das angesprochene liegt nicht in meinem Interesse. Die Idee mit der beigelegten DVD ist echt pfiffig und macht was her .

      Gruß
      Armin :klatsch:
    • A. Marks schrieb:

      Nun, man kann über den Menschen Ludger Kenning geteilter Meinung sein, ..

      Gibt es hier im Forum einen Menschen, über den man nicht geteilter Meinung sein kann und der sich für befugt hält, den ersten Stein zu werfen? Dann möge dieser Hundertprozentige bitte vortreten und den Heiligenschein in Empfang nehmen. Davon abgesehen werde ich mir gewiß nicht angewöhnen, einen Kommentar mit "man kann über den Menschen XY geteiliter Meinung sein" zu beginnen.

      Daß die leidige, fast schon herzerweichende Preisfrage wieder aufkommt, war ja klar. Aber welcher jener Kritiker hat irgendeine Ahnung davon, was hinter der Erstellung eines solchen Buches steckt?

      Daß die Kosten für Vorstufe und Druck heute höher sind als noch vor 20-30 Jahren, kann man nicht gerade sagen. Anfang der 90er Jahre kostete ein Farblitho incl. Proof etwa 150-200 DM, ein SW-Litho 40-50 DM. Später sanken die Kosten auf 40,- (Farbe) bzw. 20 DM (SW). Zudem wurden die Texte beim Drucker ausbelichtet, was weitere Kosten verursachte, besonders bei Korrekturen. Damals waren die Kosten für die Vorstufe so hoch wie jene für den Druck. Heute wird die Vorstufe in Eigenleistung erbracht, dafür entfallen zwar viele Kosten (und es lassen sich wesentlich mehr Farbfotos im Buch unterbringen), jedoch ist der Zeitaufwand deutlich höher. In FFB und FR berechnet man für die Bildbearbeitung 3-5 €, dafür kann man keine großen Taten erwarten, erst recht nicht die Bearbeitung eines Scans vom alten Dia oder Negativ, denn das geht nur mit ganz viel Idealismus (viele Fotos im Pollo-Buch erforderten 1-4 Std., die ein großer Verlag nicht auf sich genommen hätte). In den letzten 20-30 Jahren sind die Auflagenhöhen rapide gesunken, heute müssen die Fixkosten auf viel kleinere Auflagen umgelegt werden. Davon abgesehen gibt es heute die vielen im Höllentempo zusammengeschusterten Kellerhefte, die den seriösen Autoren das Wasser abgraben. Hinzu kommt, daß uns heute viel mehr Quellen offen stehen und die Kommunikation unter den Sammlern viel leichter vonstatten geht (was sich leider nicht bis zu allen Autoren herumgesprochen hat). Wenn ich manchmal eines meiner 25 Jahren alten Bücher hervorhole, denke ich manchmal, mit welch einer Oberflächlichkeit ich mich damals zufrieden gegeben habe. Wie konnte ich das damals nur in dieser Form herausbringen. Die heutige, wesentlich gründlichere Detailarbeit schluckt eben viel mehr Zeit und Geld, was nur die wenigsten Leser bemerken (sofern sie nicht ihr Hauptaugenmerk auf viele bunte Bilder richten).

      Der Leser sieht auch nicht, daß viele der alten Fotos im Mudau-Buch nicht für die üblichen Honorarsätze zu haben waren (größere Verlage hätten schon aus Kostengründen darauf verzichtet), daß etliche Besuche in Archiven oder bei allerlei Sammlern vonnöten waren, um diese Raritäten auszugraben (welcher Kellerheftautor hat schon einmal ein Archiv von innen gesehen?), und daß unzählige Korrekturgänge mit vielen Historikern erforderlich waren, um manche knifflige Frage zu klären.

      Der Wiener Händler Peter Pospischil nannte früher in seiner Zeitschrift "Schienenverkehr aktuell" bei Büchern, die er in seinem Laden anbot, auch den QP (Quadratmeterpreis). Da nehme ich mal das neue EK-Büchlein "Mosbach - Mudau": 96 Seiten 16/23 cm für 19,80 €, also 5,61 €/qm. Das ganze zusammengekloppt über Nacht, mit unzähligen Fehlern, teils unterlassener Bildbearbeitung, nur teilweise farbigem Druck, ohne jeden Tiefgang. Trotzdem würde niemand bei diesem Büchlein das Wort "Wucher" in den Mund nehmen.
      Im Vergleich dazu das grüne Mosbach-Mudau-Buch: 360 Seiten 21/25 cm für 54,95 € (incl. DVD!), also 2,80 €/qm. Und das mit weitaus gründlicherer, jahrelanger Recherche, sehr aufwendiger Bildbearbeitung, vielen historisch wertvollen, besonders honorarträchtigen Bildern und Zeichnungen, durchgehendem Farbdruck und begefügter DVD.

      Jetzt dürft Ihr gerne weiter über die "Wucherpreise" diskutieren ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ludger K ()

    • Hallo Ludger

      Ich glaube nicht LUDGER , daß hier jemand deine Leistung minimieren will .
      Deine Bücher habe schon einen hohen Wert und die Details oftmals faszinierend. Doch die Preise zeigen nach oben und viele werden sich ihr Budget für Bücher streng einteilen und nicht mehr in der Lage sein , alle tollen Bücher zu erwerben . Mittlerweile ist für viele Leute bei allerhand Artikeln eine preisliche Schallgrenze erreicht und da kann man Bücher und auch Lebensmittel nicht ausnehmen . Das soll nicht heißen : Geiz ist Geil.

      Gruß
      Armin
    • Schüppe66 schrieb:


      Doch die Preise zeigen nach oben und viele werden sich ihr Budget für Bücher streng einteilen und nicht mehr in der Lage sein , alle tollen Bücher zu erwerben.

      Hallo Armin!
      Dafür habe ich ja durchaus Verständnis (abgesehen davon, daß die Kellerheftpreise um ein Vielfaches mehr nach oben zeigen), aber dann sollen jene Leute nicht über die hohen (mehr als gerechtfertigten) Preise schimpfen, sondern stattdessen offen zugeben, daß sie sich die Bücher nicht leisten können. Oder hast Du schon mal erlebt, daß ich über die Rolls-Royce-Preise schimpfe?
      Viele Grüße
      LK
    • Hallo Ludger

      Da hast Du Recht , aber zugeben wenn man falsch liegt ist nicht ganz leicht für diese Leute. Für mich kann ich sagen , daß ich nicht gleich jedes Buch kaufe und so auch den Gegenwert zum Gelieferten bewerten . Selbst dann habe ich schon vom Kauf etlicher Bücher Abstand genommen und dann Zurückhaltung geübt . Gleich verfahre ich bei Modellbahnartikel , da warte ich mal lieber und wenn's passt dann wird auch der Geldbeutel lockerer.
      Weiter so ...

      Gruß
      Armin