Kleines Rangierfahrt bei Fassbinderei Rinkenmühle/Blockhaus in 1973

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    • Feldbahnbetrieb gab es im Sägewerk Nikol in Hasselfelde und im Sägewerk Hering & Co. (Ochsenteich) in Wernigerode. Und natürlich in vielen der Steinbruchanschlüsse der NWE.
      Weiterer sonstiger schmalspuriger Bahnbetrieb im Bereich der Selketalbahn ist mir nur aus Silberhütte bekannt, wo eine 750mm-Bahn aus dem Revier Neudorf als Erzzubringer nach Silberhütte diente. Inklusive Bremsberg in Silberhütte. Die wurde aber schon Anfang des letzten Jahrhunderts nach Erschöpfung der Lagerstätten und Pleite der Betreibergesellschaft abgebaut.
      Grüße
      Stefan

    • Hallo zusammen

      Allgemein - und nicht speziell Rinkemühle (kenne ich nicht so genau):

      "Schienengebundener Materialtransport" war in holzverarbeitenden
      Betrieben nicht ungewöhnlich. Es wurden die "Halbfertigprodukte"
      darauf von einer Maschine zur nächsten Maschine transportiert.
      Die Baumstämme vom Holzplatz zur Gattersäge, von dort zum
      Trockenplatz später von dort zum Abrichter/Hobel weiter zur Bandsäge,
      dann zur Weiterbearbeitung zum Bohrwerk und weiter zur Schleiferei
      und so weiter. So wurden vor Zeiten des Gabelstaplers und der wirklichen
      "Fließbandarbeit" die Zwischenprodukte durch das Werk transportiert.
      Viele Drehscheiben wurden in den Werken zum Umsetzen genutzt, da
      Weichen viel Länge benötigten. Diese Gestellwagen hatten üblicherweise
      600mm Spurweite und etwa 800mm Rad-/Achsstand.
      Alles ohne Kupplung - also Einzelwagenbetrieb mit Handbetrieb.

      Aber Feldbahn möchte ich diese nun wirklich nicht nennen.

      Beste Grüße vom Dagvuchel :weg:
    • Hallo Dagvuchel und alle anderen,

      genau das, was ich auf dem dritten Bild glaube gesehen zu haben, ist - sorry :cheers: - auch Feldbahn. Die Bandbreite reicht vom handverschobenen Wagen und einzelnen kurzen Gleisen in einer Halle bis hin zum Großbetrieb mit allen Merkmalen, die auch auf einer „richtigen“ Eisenbahn zu finden sind. Wir haben in Frankfurt genau diese Bandbreite auch in unserer Sammlung- von hochwertigen Personenwagen mit Gepäcknetzen und Ofenbeheizung über Industrie- und Produktionsgüterwagen aller Art bis hin zu Holzkastenwagen für Pferdebetrieb und natürlich alle Arten von Handverschubwagen ist wirklich alles mögliche vertreten.
      Und das unmögliche wurde in den Betrieben als Eigenbau selbst zusammengedengelt und bereichert heute als Kuriosum so manche Sammlung.

      Schaut mal hier rein und seht Euch unsere Fahrzeugliste an, das gibt schon mal einen ersten Eindruck:
      feldbahn-ffm.de/media/files/downloads/ffm_kurzinfo_d.pdf


      Zurück zum Thema: Ich bin schon gespannt auf die Bilder, die Stefan demnächst vor Ort machen möchte und wäre nicht überrascht, wenn er Spuren oder Fragmente einiger kurzer Feldbahngleise finden würde.
      Es bleibt spannend... :wink:
      mit freundlichen Grüßen aus Frankfurt
      Marcus

      Feldbahnmuseumselektriker
    • Hallo Marcus,

      da gebe ich aber zu bedenken, daß die Fotos von 1973 stammen! Auch in der DDR wurde in den siebziger/ achtziger Jahren so manche Feldbahn durch andere Transportmittel ersetzt, u. dem Rohstoffkreislauf zugeführt. Am ehesten könnte man in Beton gegossene Gleisreste im Gebäudeinneren finden. Noch besser wäre natürlich einen Mitarbeiter der Rinkemühle ausfindig zu machen, der bereits um 1973 dort beschäftigt war.

      Im Sondershäuser Stadtteil Jecha gab es direkt an der Frankenhäuser Straße ein kleines Sägewerk. Dieses bestand nur aus einem Ziegelsteingebäude. An der Straßenseite führte aus einem Tor im Gebäude ein Feldbahngleis kaum 2 m heraus auf eine Drehscheibe. Von dieser führten nach rechts u. links zwei kurze Gleise von wenigen Metern parallel am Gebäude entlang. Manchmal standen darauf noch kleine Loren. Um das Jahr 2000 herum waren dann zumindest die außen sichtbaren Gleise verschwunden.

      Viele Grüße

      Holger
    • Hallo in die Runde,

      auch von mir mal was in Color vom Anschluß Fassbinderei Rinkemühle,
      einst aufgenommen am 17.05.1971-

      Man sieht die Schmalspurlok der GHE - Nummer 99 5905 im Anschluß,
      an der Lok hängt als erster Wagen der Gw 99-02.03, danach Gw 99-02.06 und der dritte GG/(ein Vierachser) hat die Nummer 99-02-56.

      Beste Grüße von

      ebn-freund

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ebn-freund ()

    • Hallo "Ebn-Freund" ...

      beim Wagen ganz rechts handelt es sich um keinen Zweiachser, sondern um einen aus Eisfeld übernommenen GG - also einen Vierachser.

      Wen man keine Drehgestelle sieht und GG nicht erkennt, dann hilft das Wissen, dass Nr. über 99-02-51 im Harz an vierachsige gedeckte Güterwagen vergeben waren.

      Der 99-02-56 ist inzwischen leider längst verschrottet.

      VG

      André
    • Neu

      Guten Abend allerseits,
      sehr schöne Bilder aus vergangenen Zeiten! Und ja, es gab dort eine innerbetriebliche Feldbahn, wie man an den Loren für Handverschub auf den ersten drei Bildern sehen kann, beim Bild mit dem Rollwagenzug sind sie schon verschwunden. Und die 99 5905 ist eine der ex. NWE-Lokomotiven wie die 99 5901-03, die aus der Serie noch erhalten sind. Die alte GHE hatte nur 6 Henschel-C n2t (99 5811 etwa 1967 verschrottet) stand 1966 noch am Lokschuppen in Gernrode und von 1905 bis 1945 3 Borsig-Mallet B'B n4vt sowie die Lok 20(D-Kuppler) und 21/22 E-h2t mit Luttermöller-Fahrwerk ebenfalls bis 1945.
      mal sehen, was uns da noch geboten wird an schönen alten Aufnahmen, danke fürs Einstellen Winfried.