5 Jahre Rügensche BäderBahn - RüBB (Teil 1)

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    • Hallo an alle,

      vielen Dank für die positiven Rückmeldungen.
      Es war eine schwierige Zeit und mit viel Geduld, Glück und der typisch norddeutschen Beharrlichkeit haben wir viel erreicht und erleben jetzt eine tolle Entwicklung unserer Bahn.

      Ich habe es schon mehrfach geschrieben. Die öffentliche Wahrnehmung der damaligen Ereignisse war geprägt von ungenauen und teilweise völlig falschen Meldungen. Teilweise ließen sich die Ereignisse auch nicht in der Öffentlichkeit darstellen. Das fällt heute noch schwer.
      Nicht ohne Grund habe ich in diesem einführenden ersten Teil einen sehr weiten Bogen geschlagen und weit zurückgeschaut. Dass das natürlich nur sehr grob und abgekürzt erfolgen muss, liegt auf der Hand. Aber die Ereignisse der 90er wirkten bis 2008 und müssen bei der Betrachtung und Bewertung der Ereignisse mit einbezogen werden. Die Verträge, die 2007 / 2008 Grundlage für viele Entscheidungen waren, haben eben ihre Grundlage in den Erfahrungen der Zeit von 1995 bis 1998. In der Zwischenzeit mussten wir leider viele neue und schlechte Erfahrungen machen. Aber angesichts der rechtlichen Grundlage war vorher nichts zu machen.

      Schauen wir uns also demnächst an, wie es 2008 weiterging. Einige Tage müsst Ihr Euch aber noch gedulden.


      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo Achim,

      ich muss zugeben, dass ich das erste mal bei einem Beitrag von Dir akute Bauchschmerzen bekommen habe.

      Was aber nicht an Deinem hochinteressanten Bericht liegt, sondern an den Geschehnissen und Fakten, die diesem Beitrag zugrundeliegen.

      Ich denke, man kann nur schwer nachempfinden, was Ihr als Beschäftigte und teilweise auch Verantwortungsträger (Betriebsrat etc.) damals alles durchgemacht habt. Es gibt leider mehr als genug Beispiele, wo sowas extrem negativ zu Ende ging.

      Umso mehr freut mich die Entwicklung der letzten Jahre. Bei jedem Besuch, den ich dem "Roland" abstatten durfte, hatte ich das Gefühl, dass das etwas mit ganz viel Herzblut be- und entsteht.

      Und ich lehne mich ganz bewusst ganz weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass ich den Eindruck habe, dass Ihr gerade im Rückblick auf die wilden RüKB - Jahre alles dafür tut, dass sich so ein Chaos nie mehr wiederholt und der Rasende Roland ein in jeder Hinsicht solides und reizvolles Unternehmen bleibt.

      Gruß Tobias
    • Hallo Tobias,

      ich hoffe, Deinem Bauch geht es wieder gut.

      Ja, die letzten Jahre der RüKB forderten uns Eisenbahnern einiges ab. Das hat wohl jeder etwas anders erlebt und so kann ich wohl hauptsächlich für mich sprechen.

      In meinen Erinnerungen war die Zeit im Frühjahr 2004 besonders dramatisch. Ich kenne keinen Kollegen, den im Mai 2004 nicht Existenzängste bedrückten. Schließlich wurde uns allen die Kündigung angekündigt und auch wenn wir als Betriebsrat zeitweise über die Lage bestens und superschnell informiert waren, konnte niemand einschätzen, wie die Sache ausgehen würde. Wir haben nur, so schnell es ging, auf die Hinweise und Aktionen reagiert. Darüber wurde damals sehr parteilich von Seiten der EBG bzw. deren Anhängern berichtet. Man sollte nicht alles glauben. Mit vielen damaligen "Gegnern" ( absichtlich in Gänsefüßchen ) habe ich längst Frieden geschlossen. Heute kann ich über viele Dinge entspannt plaudern.

      Bernhard van Engelen ließ Mitte Mai bei uns anfragen, ob wir mit einer Rückabwicklung des Kaufvertrages einverstanden wären. Für uns war das zwar nicht die beste, aber die einzig realistische Lösung. Für uns Mitarbeiter war diese Atempause in der gesamten Krise der RüKB wohl überlebenswichtig.

      Es gab noch weitere sehr kritische Phasen bis 2008, aber alle verunsicherten mich nicht mehr so sehr, wie die Situation im Mai 2004, vor allem weil die meisten Dinge vorhersehbar und für uns daher besser planbar waren.

      Ich wurde seinerzeit von einigen Leuten sehr stark angegriffen, auch hier im Internet. Aber das konnte mich viel weniger treffen, als die reale Situation vor Ort.

      Ich habe aber absichtlich nicht so ausführlich über die 72 Tage unter Ludger Guttwein berichtet, weil diese Zeit, trotz aller Dramatik, im Kontext zu unbedeutend für die Entwicklung der RüKB war. Die rechtlichen, vertraglichen Details wurden davon nicht beeinflusst und das hat mit 5 Jahre RüBB kaum etwas zu tun, abgesehen von einem kleinen Detail im Zusammenhang mit 99 4802. Aber dazu später mehr.

      Darum, lasst es Euren Bäuchen gut gehen. Uns geht es auch gut. Lasst uns frohen Mutes zurück schauen und stolz auf das gemeinsam Erreichte sein.


      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo!

      Achim, auch von mir ein herzliches, leider etwas verspätetes Dankeschön für diesen hochinteressanten Beitrag.
      Wenn ich auf der Walz bin, habe ich nicht so tollen Internetzugang, so das ich erst jetzt antworte.

      Die Forums-Kollegen vor mir haben schon alles gesagt.

      Was im Rahmen Deines Beitrages an Fakten und Hintergründen zum Ausdruck gekommen ist, lässt uns Außenstehende sicher nur erahnen, was das für Euch beim Roland für anstrengende nervenaufreibende Zeiten gewesen sein müssen.
      Das war echt dünnes Eis, worauf ihr Euch da zeitweise bewegt habt.

      Toll, das am Ende die Geschichte so eine positive Entwicklung mit dem jetzigen Betreiber genommen hat!

      Freue mich auch schon auf den Bericht zu der Entwicklung unter der PRESS.

      Kann mich noch gut erinnern, als ich am 17. Oktober 2008 in Binz völlig nichtsahnend auf den Zug wartete und eine Mansfelder Lok aus Richtung Putbus eingefahren kam.
      Diese Attraktion dürfte ja auch dem "neuem" Unternehmen zuzuschreiben sein?

      Gute Nacht, Thomas
    • Hallo!
      Ich bin seit heute ganz neu beim Bimmelbahn-forum. Suchte gestern, angeregt durch eine kurze Notiz im Eisenbahn-Kurier, bei Google nach Ludger Guttwein. Wurde dann zum Artikel 5 Jahre RüBB von Herrn Achim Rickelt geleitet. Als Rügen-Fan, Rasender Roland + Insel als Urlaubstraum, hat mich die ganze Geschichte der RüKB sehr interessiert. Seit 2003 war und bin ich jährlich mindestens 1-2x als Urlauber auf Rügen und fahre auch jedesmal mindestens einmal mit der Kleinbahn. So habe ich die ganze Geschichte mit Kohlenmangel, demontierten Loks und dergleichen persönlich miterlebt und fotodokumentiert. Über die ganzen Hintergründe bekam ich als Tourist natürlich keine Infos. Deshalb bin ich für den Text sehr dankbar. Der Titel lautet: 5 Jahre RüBB Teil 1. Wo und wie finde ich Teil 2, der mich jetzt natürlich auch interessiert? Für Tips wäre ich dankbar.

      Grüße S3/6 Ch. B.