[Wikipedia] "Sächsische Schmalspurbahnen" als Artikel des Tages

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    • Nicht alle Bilder von Wikipedia dürfen frei verwendet werden!

      Hallo Marko,

      die Ansicht, dass jeder die Bilder von Wikipedia frei verwenden dürfe, ist zwar weit verbreitet, aber so nicht in allen Fällen zutreffend. Ich bin kein Spezialist für diese Thematik, habe aber schon von - offenbar berechtigten - Schadenersatzforderungen gehört. Natürlich kannst Du selbst für Deine Aufnahmen auf alle Rechte verzichten.

      Gruß

      Fahrkartensammler
    • Hallo,

      ich kann Marko nur zustimmen! Der Kreis derer, die sich Fachbücher kaufen wird auch immer kleiner. Viel Geld ist damit sicher auch nicht zu verdienen. Ich kenne jemanden der schon seit vielen Jahren an einem Buch arbeitet, wenn das mal rauskommt, dann wird der Verkaufspreis und die Auflage den Aufwand nicht mal annähernd abdecken. Das ist also reine Liebhaberei.
      Gut gemachte Dokumentationen im Netz kosten nichts und haben den Vorteil, dass man sie immer wieder verbessern und erweitern kann. Das geht beim Buch nicht wenn es mal gedruckt ist. Und jeder der im Netz nach Infos sucht findet dann auch was. Bei Büchern ist das nicht der Fall. Die muss man im Zweifelsfall erst kaufen und lesen.
      Ich sehe auch den Vorteil, dass, wenn jeder leicht an alle Infos und Bilder im Netz frei verfügbar sind, sich eher wieder junge Leute begeistern lassen für das Hobby.
      Viele horten auch ihre Schätze. Wenn sie dann mal nicht mehr sind, werfen die Erben alles auf den Müll! Dann hat auch keiner was davon. Das habe ich auch schon mehrfach erlebt.
      Geschichte sollte ein Allgemeingut sein, auch Technik- und Eisenbahngeschichte. Wir hätten jetzt die Chance alles digital für die Nachwelt zu archivieren, aber noch immer verschwinden viele Originale auf Nimmerwiedersehen.



      Viele Grüße, Matthias
      5904

    • Ich bin heute eher durch durch Zufall auf diese Beiträge gestoßen, und bin dann doch etwas erstaunt, was man hier zu lesen bekommt. Da wird einem "eine Vorliebe für die alten Transpress-Bücher und DMV-Broschüren" unterstellt und noch so einiges andere. Viellleicht muss ich dann doch einiges klarstellen: Grundlage des Artikels ist tatsächlich das bis heute einzig dastehende Standardwerk von Reiner und Erich Preuß. Warum? Es gab 2007, als ich den Artikel erstellte, nichts anderes, das den Artikelinhalt so umfassend und zusammenhängend darstellte. Dazu hatte ich noch ein paar Bücher von Kenning und Wunderwald, sonst nichts. Bücher von André Marks und anderen gab es damals noch gar nicht.

      Als der Artikel 2014 durch fremde Initiative auf die Hauptseite kam, hatte ich ungefähr ein Vierteljahr Zeit, den Artikel an den aktuellen Stand anzupassen. Punktuell, etwa bei den Fahrzeugen, ist mir das auch gelungen, am ganzen Geschichtsteil waren aus Zeitgründen nur kosmetische Änderungen möglich. Ich kenne die Fallstricke um die sogenannte Rekonstruktion der IVK-Lokomotiven, die faktisch nicht stattfand. Ein Neubau, André, wie du jüngst im Modelleisenbahner behauptet hast, war es doch aber auch nicht?! Ich war nahe dran, denen was dazu zu schreiben. Die mir fehlende Zeit hats wieder einmal verhindert. Wenn man die rosarote Brille absetzt, war es doch tatsächlich eine Großteilerneuerung. Es war nunmal Aufgabe der Raw, dem Betriebsdienst wieder eine Lokomotive zur Verfügung zu stellen, die den ganzen nächsten Erhaltunsgabschnitt einsatzfähig war. Und wenn der Rahmen vor lauter Rissen eigentlich nur Schrott ist, gibt es zwei Möglichkeiten: Neu machen oder Lokomotive ausmustern. Da ausmustern nicht ging, hat man neugebaut, was nötig war. Das begann mit dem Kessel (das ist eigentlich immer so, es gibt Lokomotiven mit drittem Tauschkessel) und setzte sich über Wasserkästen, Führerhäuser und zum Schluss den Rahmen fort. Aber bitte hör mit der Mär auf, dass nur noch die Läutewerke original seien. Die Radsatzgruppen hat auch niemand neu gebaut.


      Was nun? Wikipedia ist ein Projekt zum Aufbau einer Enzyklopädie aus freien Inhalten. Jeder kann dort mitmachen, auch ihr. Es war genügend Zeit, die Fehler auszumerzen - nur getan hat eigentlich niemand etwas. Der hier beschriebene Artikel benötigt einfach eine Roßkur. Der größte Teil des (Geschichts-) Textes muss unter konkreter Quellenangabe mehr oder weniger neu erstellt werden. Einzelnachweise waren 2007 noch nicht üblich und ich bin zur fundierten Ergänzung auf absehbare Zeit dazu nicht in der Lage. Dazu ist das Thema einfach zu komplex.

      Mit einiger Verwunderung muss ich lesen, das nun das wahrscheinlich dritte Buch zur Frauensteiner Strecke in Vorbereitung ist. Mit allem Respekt vor dieser Leistung, nur wer soll das denn kaufen? Bei Buchpreisen um die 50 Euro, wie heute üblich, können und wollen sich das nur die wenigsten leisten. Leute, die sich einmal im Jahr den Ausflug mit der Weißeritztalbahn gönnen, kaufen sich das jedenfalls nicht. Aber wer sonst?

      Wie auch immer,

      viele Grüße an euch alle!

      Rolf
    • Bw Wilsdruff schrieb:

      Da Wikipedia vom Mitmachen lebt habe ich mich mich entschlossen, meine Sammlung nach und nach dort für alle kostenlos zur Verfügung zu stellen
      Erst einmal vielen Dank dafür Marko! Diese Bilder kamen genau rechtzeitig für eine digitale Modellumsetzung in 3D eines sächsischen Lokschuppens, welches gerade von einigen Enthusiasten hier umgesetzt wird.

      A. Marks schrieb:

      Ich lade Dich ganz herzlich dazu ein, Deine Schätze dafür zurückzuhalten.
      […] das in Archiven und Gesprächen mit Zeitzeugen mühsam gesammelte Wissen […]
      Moin @A. Marks,

      sicherlich gibt es die einen, die mit der Weitergabe ihres Wissens, Medien und Recherche-Ergebnissen aus vielen Stunden Archivarbeit ihren Lebensunterhalt finanzieren oder zumindest für ihre harte Arbeit entlohnt werden wollen.
      Auf der anderen Seite gibt es auch Leute, die ausschließlich aus Begeisterung und Hilfsbereitschaft ihre (ebenfalls aus meist vielen Stunden Arbeit / Jahren Erfahrung) gesammelten Informationen zu teilen und somit ebenfalls zu einer Bereicherung aller beitragen - nur eben unentgeltlich.

      Aus meiner Perspektive fällt es mir oft schwer nachzuvollziehen, warum Menschen Wissen, Dokumente, Medien etc. horten und dies nicht Teilen wollen. Gerade bei historischen Aufnahmen/Dokumenten macht die Zeit diese auch nicht besser und nur, um in 20 Jahren noch ein neues Buch mit "bisher unbekannten Schätzen" veröffentlichen zu können, geht vielen Leuten eine potentielle Erfahrung/Erkenntnis verloren.
      Zu meiner Sammlung gehören viele Werke aus den Verlagen EK, TransPress und SSB-Medien. Das Problem mit Büchern ist, dass im Gegensatz zu heutige technischen Möglichkeiten (digitale Bildbearbeitung, Vergrößerung, Archivierung), immer ein Qualitätsverlust durch den Druck einhergeht. Eine digitalisierte Glasplatte als hochaufgelöstes, unkomprimiertes Digitalbild bietet ganz andere Möglichkeit, als das in 300/400dpi gedruckte Äquivalent auf Bilderdruckpapier mit 120g+. Natürlich ist das Glasbild immer noch das Beste…

      Für meine (Schmalspur-) Modelle in 3D bin ich überwiegend auf alte Skizzen und Fotos angewiesen, die leider zumeist in Büchern viel zu klein in A4 (oder nur einen Teil einer Seite füllen) abgedruckt sind, um Konstruktionsdetails oder handschriftliche Anmerkungen erkennen zu können. Auch die Anreise zu den betreffenden Archiven ist meist aufwändig bzw. lohnt sich nicht, wenn diese nicht zugänglich sind.
      Warum muss in Zeiten der digitalen Medien noch jeder Interessent selber in das Archiv fahren und das Medium für die eigenen Zwecke reproduzieren, auch wenn dies schon einige vor einem gemacht haben (und diese Arbeit auch teilen wollen)?

      Ich möchte niemandem seine Einkommensgrundlage streitig machen oder Aufwände in Frage stellen. Allerdings empfinde ich es auch nicht als fair die (in meinen Augen guten) Absichten anderer schlecht zureden, ihre Sammlungen allen zugänglich zu machen. Gerade Wikipedia ist eine Plattform die durch die Gemeinschaft lebt und bei guter Kuration hat es das Potential für eine gute Wissensweitergabe. Andere Online-Angebote (wie z.B. ein langjähriges "Standardwerk" auf saechsische-schmalspurfahrzeuge.de) verschwinden mit der Zeit wenn der Autor, meist aus zeitlichen und/oder finanziellen Gründen, die Pflege einstellt - sehr schade.

      In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen anderen, die auch viel Recherchieren und Zeit in Archiven verbringen, um Schätze ans Tageslicht zu befördern und diese für andere zugänglich machen!
      Eine verhältnismäßig so kleine Gemeinschaft wie die unseren ist einfach auf gute Zusammenarbeit und Austausch angewiesen :cheers:

      In diesem Sinne,
      viele Grüße aus dem Norden
      Daniel
    • Hallo Daniel,

      die Gedanken von Dir möchte ich gerne unterstützen. Ich betreibe privat eine Homepage über die Bahnverbindung von Husum nach Bad St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt. Viele Bahnfreunde, einige Heimatvereine und das Museum der Landschschaft Eiderstedt haben für mich kostenlos ihre Archive geöffnet und mir historisches Material zur Verwendung auf der Homepage zur Verfügung gestellt. So ist mittlerweile die umfangreichste Sammlung über diese Strecke entstanden, die im Netz für Jedermann zur Verfügung steht. Ein Buch über diese Bahnlinie gibt es nicht. Zum Glück haben diese ganzen Bahn- und Heimatfreunde nicht die monetären Interessen in den Vordergrund gestellt und die Bemühungen, für die ich meine Freizeit gerne opfere, freimütig unterstützt. Deshalb finde ich die Entscheidung von Marko sehr löblich, auch wenn mir persönlich weitestgehend der Bezug zu den sächsischen Schmalspurbahnen fehlt.

      Freundlichen Gruß, René
    • Hallo,

      zu jedem Standpunkt gibt es einen Gegenstandpunkt - das liegt in der Natur der Sache. Deshalb: Nein - niemand muss ein neues Buch kaufen. Es muss auch niemand eine Messeneuheit im Modell kaufen, wenn es doch schon Modelle dieser Fahrzeuge von anderen Herstellern aus vorigen Jahrzehnten gab.

      Aber akzeptiert bitte auch, dass es Eisenbahnfreunde gibt, die sich dennoch für neue Forschungen, neue Modelle und neue Fotos in Papierform interessieren (- obwohl viele von ihnen Platzsorgen haben).

      Wer sein Wissen und Fotos im Internet holen möchte, der soll das machen - dem Aspekt mit der Auflösung von Fotos stimme ich ebenfalls zu.

      Über Rolfs Wortmeldungen und Erklärungen habe ich mich sehr gefreut! Jetzt verstehe ich vieles.

      Über das Wort "Neubau" ließe sich jetzt noch lange diskutieren. Kommentieren möchte ich den Hinweis auf die Radsätze: Ja, die ersten großteilerneuerten IV K haben wohl ihr alten Radsätze behalten. Aber später fertigte die Reichsbahn auch neue Radsätze ...

      Wenn ich mit vier Pkw-Rädern, zwei Nummernschildern, einem Autoradio, einem Blinkgeber und dem Zulassungsbrief in die nächste Kfz-Werkstatt gehe und dort "um die fehlenden Teile" zu einem Auto ergänzen lasse, dann war das de jure vielleicht kein Neubau, aber de facto in meinen Augen sehr wohl!

      Von ganzen Herzen gönne ich in dieser Frage aber jedem seine eigene Interpretation - doch einig sind wir uns, dass es nur durch die bis 1967 im Raw Görlitz (Fußnote - Baugruppen auch aus anderen Dienststellen) ausgeführten Arbeiten möglich war, dass viele Schmalspurbahnen in der DDR das Ende der 1960er Jahre im Betrieb erlebt haben.

      Unter dem Strich zählt nur das - und darüber freuen wir uns schließlich alle!

      In diesem Sinne - einen schönen Abend wünscht

      André
    • Hallo,

      ich finde Beides hat seine Berechtigung. Ich kaufe (obwohl ja eher jüngeren Jahrgangs) gern Fachbücher zu mich interessierenden Themen, wobei man durchaus sagen muss (beurteilen kann ich das nur für das Themengebiet HSB) dass das fachliche Niveau in dem Bereich sehr unterschiedlich ist. Und wenn ich Geld investiere, dann erwarte ich auch solide recherchierte und tiefgründige Inhalte und nicht nur oberflächliches blabla was ich nach dem Lesen des erstbesten Wikipedia-Artikels auch gewusst hätte.
      Dennoch bieten Internetangebote (ob nun Forenbeitrag, eigene Homepage oder Wiki-Artikel) umfangreichere Möglichkeiten, allein durch die fehlende Platzbegrenzung z.B. Bilder zu zeigen die ins Druckwerk keinen Eingang gefunden hätten. Außerdem veranlassen mich z.B. viele excellent bebilderten Artikel im DSO-Hifo auch mal den Blick außerhalb des eigenen Themengebietes schweifen zu lassen und haben mich sogar in Einzelfällen schon zur Beschaffung von passenden Büchern animiert.

      In diesem Sinne würde ich sagen zusammen statt gegeneinander arbeiten.

      Gruß Michael
    • Hallo Rolf-Dresden

      Zwei Dinge möchte ich Dir entgegnen.
      Erstens: Ich sehe überhaupt kein Problem bei weiteren Büchern zur Frauensteiner oder anderen Strecken, wenn es neue Informationen, Belege, Korrekturen gibt. Es tauchen so viele Dinge auf, die eine Überarbeitung der Darstellung der Geschichte durchaus rechtfertigen. Außerdem liegt das geschäftliche Risiko immer bei den Initiatoren des Werkes und ich gehe fest davon aus, dass ihnen bewußt ist, keinen "kalten Kaffee" verkaufen zu können.

      Zweitens: Das Thema Neubau, Reko, Großteilerneuerung ist von mir hinlänglich im EK Buch BR 99.64-71 dargestellt worden.
      Eine notwendige Erneuerung von (Groß-) Teilen im Raw DSF im Rahmen eine Aufarbeitung ist absolut unstrittig und wurde (aber auch nur mit Segen der HvM/ M Tu) genehmigt. Bei den IV K, VI K und anderen Maschinen sind aber nicht einzelne verschlissene Baugruppen, sondern die ganze Lok erneuert worden.

      Wenn Ulbricht das Neubauprogramm für Dampflokomotiven offiziell und feierlich mit den 50.40 für beendet erklärt hat, war das aus Sicht der Reichsbahn in Teilen sicher verfrüht aber die Partei, die Partei, die hat immer recht....

      Belege dazu sind schriftlich bei mir vorhanden. So schreibt das Ministerium für Verkehrswesen, HvM, M Tu-3 in seiner "Niederschrift über die Erhaltung der Schmalspurlok in den Planjahren 1963, 1964 und 1965 bis 1970" über die schwierige Lage bei der Unterhaltung der Schmalspurlok durch den anhaltend hohen Beförderungsbedarf und das verzögerte Anlaufen der Beschaffung von Diesellok (Plan: 2 Stk 1964, 70 Stk 1966/67).
      Deshalb wurde in dieser Niederschrift beschlossen und untergliedert in: Planmäßige Unterhaltung, Großteilerneuerung und "Nachbau bzw, Neubau".
      Für Nachbau/ Neubau waren schwerpunktmäßig die IV K und VI K vorgesehen. Offiziell durfte es ja aber keine Neufertigung von Dampflok mehr geben, weshalb man den Trick mit den alten Schildern und Büchern bemühte. Erneuert wurde einfach alles. Was von den namensgebenden IV K verwendet wurde, sollte vom Umfang her in eine Schubkarre passen.
      Deshalb haben André und Andere absolut recht, wenn sie von Neubaulok sprechen, denn als solche waren sie geplant und als solche wurden sie gefertigt. Ich finde es vor diesem eindeutig mit Belegen versehenen Hintergrund eben falsch, den Gästen einer Bahnstrecke oder Museums die Geschichte der "über 100 Jahre alten Lok" zu erzählen, derartige Lokomotivgeburtstage zu feiern oder gebaut bei "Hartmann in Chemnitz" zu behaupten. Nein, die betroffenen IV K Lok (es sind ja nich allle Neubaulok) sind Baujahr 196_ und hergestellt im Raw DSF Görlitz in Anlehnung an die Konstruktion der SMF Chemnitz. Ein leidiges und irgendwie nur schwer vermittelbares Thema. :wall:

      Mit besten Grüßen

      Marko :wink:
    • Rolf-Dresden schrieb:

      Mit einiger Verwunderung muss ich lesen, das nun das wahrscheinlich dritte Buch zur Frauensteiner Strecke in Vorbereitung ist.
      Glück Auf

      welche zwei Bücher soll es denn da geben/gegeben haben (mal abgesehen von den Schmalspuralben - die aber keine Streckenmonographien sind und wohl auch nicht sein wollen )?



      Die Broschüren von Peter Wunderwald "Die Schmalspurbahnen Mohorn - Klingenberg-Colmnitz und Klingenberg-Colmnitz - Frauenstein" Wilsdruff 1991 (88 Seiten, 91 Abb. Format A5) und "Die Schmalspurbahn Klingenberg-Colmnitz - Frauenstein" Wilsdruff 1998 (48 Seiten, 85 Abb. Format A4) sind beide längst vergriffen und mit einem Alter von 27 bzw. 20 Jahren auch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Von daher wäre eine gut recherchierte Streckenmonographie über diese Schmalspurbahn im Osterzgebirge durchaus wünschenswert.

      Bis bald

      Gerd
    • Hallo Andre,

      ein interessanter Faden , den ich erst jetzt entdeckt habe.

      Zur IVK-Erneuerung im Raw Görlitz:

      Ich teile Deine Ansicht, dass es sich hier um einen versteckten Neubau handelte, der von der alten Lok lediglich Radsätze, Strahlpumpe, Läutewerk und vor allem das Betriebsbuch übernommen hat.

      Ähnliche Vertuschungsaktionen fanden übrigens auch im Raw Halle statt: Hier wurden diverse Kleinloks von nach 1949 verstaatlichten Bahnen, die alle der Baureihe Kö zugeordnet wurden, in den 1960er einer "Umfangreichen HU" unterzogen:Loks, die äüßerlich in keinster Weise einer Kö ähnlich sahen, weil sie einem herstellerspezifischen Loktyp angehörten, sahen nach der HU im Raw Halle "plötzlich" aus wie die DR Einheits Kö. Nach der Wende fanden wir Eisenbahnfreunde aus den alten Bundesländern dann heraus, dass die hauptuntersuchte Kö mit der angelieferten Lok in der Regel nur das Betriebsbuch und die Beschilderung gemein hatte.

      Extrem war das Beispiel einer Schmalspur-Kö, die irgendwo im Norden der DDR lief und nach der HU in 1435mm-Spurweite wieder aus dem Raw Halle rauslief - und wie eine Köf II bei uns hier im Westen aussah. Leider ist mir bis heute nicht bekannt, ob irgendwelche Eisenbahnfreunde Akten des Raw Halle mit den dort untersuchten Kleinloks und deren "Groß-HU" haben retten können . In Halle erhielten auch viele Werkloks der DDR-Industrie eine HU - und das waren nicht nur LKM-Typen wie V 10 B , V 18 B oder V 22B (V10 B wurden dort angeblich auch untersucht). Hat jemand auch dazu Daten/Akten retten können?

      1992 war ich im Raw Halle, Betriebsteil IV in Leipzig-Wahren. Um Platz in seinem Archiv für die Aufnahme eines Untermieters zu schaffen (AWO-Ersatzteilservice Leipzig), ließ ein kurzsichtiger (nein: eher ein vertrottelter) Standortleiter vor meinen Augen Unmengen von Aktenordnern mit Karteikarten der von Leipzig betreuten Schmalspurloks im Ofen des Heizhauses in der Hauptmontagehalle verbrennen, irgendwelche Daten durfte ich nicht notieren. Er war der im Nachinein richtigen Ansicht, dass jene Loks nie mehr den Weg in die Pittlerstraße finden würden.

      Er teilte mir jedoch mit, dass der LKM Typ Ns3 das größte war, was hierhin gelangte. Ns4 würden in Halle untersucht.
      Als Abschiedsgeschenk gabs immerhin eine Bedienungsanleitung der Ns3.


      Zu dem "Verbrennen" von Fotos im Internet:


      Auch ich teile Deine Ansicht, das hochwertige, unveröffentlichte Fotos erst in ein Druckwerk, sprich Buch, gehören und erst später in die Öffentlichkeit des Internet. Warum?: Neue, umfangreichen Monographien leben davon bzw. lassen sich wesentlich leichter verkaufen, wenn dem Leser viel Neues bzw. bis dato Unbekanntes geboten wird. Dazu zählt auch die Veröffentlichung von bislang unbekannten Fotos.
      Daher finde ich es auch bedauerlich, wenn einige Besitzer der in meinen Augen falschen Annahme sind, alles müsse sofort breitgetreten werden, um dann z.B. ihr Privateigentum mittels Wikipedia in "Volkseigentum" zu überführen. Davon profitieren übrigens eine ganze Menge von "Geiz-ist-geil" Mentalisten, wie die vermehrten Aussagen von "Ich kaufe keine Kuh, wenn ich einen halben Liter Milch brauche" -Zeitgenossen hier im Forum beweisen. Aber das sind vmtl. auch jene , die fast alles Online bestellen und sich beim Sonntagsspaziergang in der Stadt oder im Ort über die vielen abgeklebten Schaufenster wundern oder ärgern und sich fragen, warum sie bspw. 100 km oder mehr bis zum nächsten Buchhandel brauchen, um ein Buch einzusehen.

      In einigen Internetforen habe ich sogar schon negativ-schlaue Eisenbahnfreunde kennen lernen müssen, die meinten, warum denn Bücher kaufen, per Fernleihe geht es doch auch. Sicherlich- aber woher kommen denn die Bücher der Fernleih-Bibliotheken?
      Schreiben diese Bücher etwa die dortigen Bibliothekare?

      Grüße nach Sachsen

      -railfox-


      Admina: Off-Topic-Diskussion zu "Bücherkauf vs. -leihe" abgetrennt und nach hier verschoben... :pw: