[Wikipedia] "Sächsische Schmalspurbahnen" als Artikel des Tages

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    • [Wikipedia] "Sächsische Schmalspurbahnen" als Artikel des Tages

      Hallo,

      "Sächsische Schmalspurbahnen" als Artikel des Tages bei Wikipedia heute am 14. Mai vorzufinden (ab morgen: siehe "Archiv"), ist bei über 1,7 Millionen Stichworten in der deutschen Ausgabe schon ein Glücksfall. Unverhofft rutscht ein sehr bedeutender Teil deutscher "Bimmelbahnen" mal wieder ganz vorn in´s Rampenlicht und auf den Bildschirm fast aller dortigen Leser heute. Schöne Öffentlichkeitsarbeit ohne Aufwand, oder? Denn nach zwei Klicks bei den Links ist der interessierte Leser dann auch auf den einschlägigen Seiten der Museumsbahnen. Freut mich schon irgendwie.

      Mit herzlichen Grüßen aus Magdeburgerforth, heute ganz besonders nach Sachsen, von

      Carsten.
    • erstes Urteil

      Hallo Carsten,

      vielen Dank für den Link – gab es diese Seiten bis gestern noch nicht? Bisher bestand für mich noch keine Notwendigkeit, bei Wikipedia nach derartigen Angaben zu suchen, deshalb weiß ich das nicht.

      Auch habe ich keine Ahnung, wer diese Texte und Fotos für Wikipedia zusammengetragen hat – aber wer es auch immer war, er hat auf jeden Fall ein Lob für diese Fleißarbeit verdient!

      Falls er hier mitliest, dann würde ich mich jedoch über eine Kontaktaufnahme mit mir sehr freuen.

      Denn zwar hat er viele Klippen erfolgreich umschifft (die HK-Linie ist nur als älteste erhaltene öffentliche Schmalspurbahn korrekt benannt, weil die Mansfelder Bergwerksbahn ja älter, aber über 100 Jahre nicht öffentlich war; es ist korrekt von ... Staatseisenbahnen im Plural geschrieben etc.

      ABER es stecken zahlreiche Fehler im Detail!

      So ist für ein Nachschlagewerk mit Wahrheitsanspruch dieser Satz inakzeptabel:

      "Mangels Alternativen begann das Raw Görlitz-Schlauroth 1962 mit dem Rekonstruktion genannten Neubau zahlreicher Lokomotiven der Gattungen IV K und VI K."

      - der Neubau begann nicht 1962
      - nur weil Eisenbahnfreunde und verschiedene Eisenbahner an Einsatzstrecken das Wort "Rekonstruktion" nachweislich verwendet haben/verwenden, hat es dennoch in der DDR niemals ein Rekonstruktions- oder Neubau-Programm von Schmalspurlokomotiven gegeben. Hier sind die amtlichen Begriffe mit einer erklärenden Redewendung notwendig - etwa so:

      "Nach dem Abbruch der Entwicklung der Baureihe V36K begann das Raw "Deutsch-Sowjetische Freundschaft" Görlitz in Schlauroth 1962 mit der Generalreparatur sowie ein Jahr danach mit der Großteilerneuerung zahlreicher Lokomotiven der sächsischen Gattungen IV K und VI K.
      Verbarg sich hinter dem Begriff Generalreparatur eine Neubekesselung, so fand getarnt unter dem Begriff Großteilerneuerung de facto ein Neubau der betreffenden Lokomotiven unter Verwendung der alten Nummernschilder, Läutewerke sowie anderer Kleinteile statt. Die Eisenbahner vieler Einsatzstrecken sowie viele Eisenbahnfreunde und Modellbahnhersteller verwendeten/verwenden für diese ab 1962 veränderten bzw. neu gebauten Fahrzeuge oft den Begriff "Rekolok". Ein offizielles Rekonstruktionsprogramm für schmalspurige Triebfahrzeuge hat es hingegen in der DDR niemals gegeben."

      Dass auch Einheitslokomotiven in den 1960er Jahren neue Kessel bekommen haben, habe ich dabei noch nicht berücksichtigt.

      Bei der für die Seite angegebenen Literatur handelt es sich fast ausschließlich um Sekundärliteratur (nur eine Primärquelle).
      Auf meinen beim EK-Verlag verlegten Bildband von 2006 hätte man getrost verzichten können - sooo viel habe ich damals dort nicht reinschreiben dürfen.
      Wenn hingegen ein Überblick über inhaltsreiche, aussagekräftige Sekundärliteratur gegeben werden sollte, dann dürfen bitte Peter Wunderwalds Titel sowie die Baureihenbücher von EK-Verlag und SSB-Medien (I K) nicht fehlen! Zur II K, III K und V K sind die von der Traditionsbahn Radebeul initiierten Broschüren zu nennen - wenn man da reingeschaut haben sollte. Das fehlt alles!

      Aktuelle Veröffentlichungen wie der Band 1 von SSB-Medien über die sächsischen Wagen fehlen ebenfalls – das Sekundärbahnwagenbuch vom EK-Verlag von 1998 hat der Autor/haben die Autoren der Wikipediaseite hingegen sehr unbeholfen und fehlerhaft ausgewertet.

      So begann der serienhafte Bau von vierachsigen Wagen nicht 1901, sondern 1899 (OOw).
      Der Bau von Güter- und Reisezugwagen der Einheitsbauweise begann nicht 1928, sondern 1929.
      1906 wurden keinerlei Sitzwagen gebaut.
      Der Bau der oberlichtslosen Wagen begann vielmehr 1907. Dabei handelte es sich aber eben NICHT um Traglastenwagen, sondern um Wagen 2. und 3. Klasse, so dass die Bildunterschrift "zwischen 1906 und 1928 gebauter Traglastenwagen" falsch ist und geändert werden muss auf:
      "zwischen 1913 und 1928 gebauter Traglastenwagen"

      Aber auch andere Feinheiten sind mangelhaft:

      So hat es nach Lieferung der Einheitswagen keine Strecke Freital-Hainsberg – Kurort Kipsdorf gegeben, weil Hainsberg erst 1964 in Freital eingemeindet worden ist – bis dahin gab es keinen Bahnhof Freital-Hainsberg.

      Der Satz:

      "Prägend für die Zeit ab 1929 (schon von A. Marks von 1928 auf 1929 korrigiert ...) ist die Indienststellung der modernen Einheitswagen, mit denen technische Neuerungen wie Dampfheizung, elektrische Beleuchtung, Saugluftbremse und halbautomatische Scharfenbergkupplung auf den Sächsischen Schmalspurbahnen umfassend eingeführt wurden."

      ist mit "umfassend" mit Verlaub sachlich einfach Blödsinn!

      Es gab mehrere Strecken, auf denen bis zu ihrer Einstellung in den 1960er Jahren es niemals Einheitswagen, niemals Dampfheizung, niemals elektrische Beleuchtung, niemals Saugluftbremse und niemals Scharfenbergkupplungen Verwendung gefunden haben!

      Ob man nun historisch, aber überholt "kurvenreich" anstatt eisenbahntechnisch korrekt "bogenreich" schreibt, mag hingegen im Interpretationsspielraum eines Autors liegen.

      Inhaltlich wie sachlich falsch ist hingegen wieder:

      "Es gelang den Betreibern nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands ..."

      - seit Verstaatlichung der ZOJE (1906) gab es für Sachsens Schmalspurbahnen immer nur noch einen Betreiber: die jeweilige Staatsbahngesellschaft (K.Sächs.Sts.E.B., Sächs.Sts.E.B., die Reichseisenbahnen, Deutsche Reichsbahn, DRG, DRB, DR)

      - kapituliert hat damals im Mai 1945 lediglich die Wehrmacht, das Reich hat bis heute nicht kapituliert (– und kann es aufgrund des Todes der ganzen NS-Verbrecher nun auch nicht mehr ...)

      - IV K ist keine Reihe, sondern eine Gattungszeichnung

      Damit habe ich hier keinesfalls alle Ungenauigkeiten aufgezählt.

      Dennoch ist es sehr schön, dass die Seite einen allgemeinen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen gibt. Es ist ein guter Anfang, auch im Internet viele Zusammenhänge nachlesen zu können. Das Netz bietet ja außerdem auch die geniale Möglichkeit, Fehler zu korrigieren. Wenn Autoren wie ich Fehler in Printprodukten veröffentlichen, dann stehen wir hilflos da und können im Nachhinein nichts mehr machen. Das ist konkret für mich immer eine Situation, in der ich mich sehr niedergeschlagen und traurig fühle, mich schäme, einen Fehler gemacht zu haben. Aber Fehler zu machen, ist wohl ein Teil von uns Menschen - nur wer nichts macht (und/oder nichts schreibt), macht keine Fehler!

      Fehler oder nicht Fehler - das frage ich mich übrigens, wenn ich mitten im Text der Internetseiten fast immer vor Schmalspurbahnen "Sächsische" mit großem s finde.

      Bei der Zweite Weltkrieg wird seit vielen Jahrzehnten das Z groß geschrieben, weil in dieser Zeit und in der Zeit danach so viel Leid über die Menschen gekommen ist (siehe Erster Weltkrieg).

      Bei Eigennamen wie Deutsch-Französischer Krieg, Sächsischer Landtag, Deutscher Bundestag etc. werden Adjektive ebenfalls groß geschrieben. Daran gibt es nichts zu rütteln?

      Aber "Sächsische Schmalspurbahnen"?!?

      Zwar wird vom VSSB bzw. der Stiftung Sächsischer Schmalspurbahnen und oft und gern auch von SSB-Medien – es sei denn, ich konnte es rückgängig machen ;-) –
      "Sächsische Schmalspurbahnen" als Eigenname verwendet, aber eine sachlich einleuchtende Begründung für diese Schreibweise kann ich nicht finden. Im Gegenteil: Ich habe mir deshalb bereits viel Spott aus anderen deutschen Regionen anhören dürfen. Die Freunde fragten mich mit einem Augenzwinkern, wo die "Sächsischen Schmalspurbahnen" ihre Generaldirektion hatten - ob sie überhaupt zu den K.Sächs.Sts.E.B. zählten oder direkt dem König unterstellt waren etc.

      Versteht mich nicht falsch - die Schmalspurbahnen in Sachsen sind, wie Ihr alle wisst, auch für mich eine sehr, sehr faszinierende Angelegenheit - aber sie als Bestandteil der gesamten sächsischen Eisenbahngeschichte mit einem Eigennamen zu versehen, verzerrt sowohl ihre damalige wie heutige Bedeutung und gibt sie damit unnötig in einem gewissen Maße der Lächerlichkeit preis.

      Solche Gedanken zählen zu den Fragen in einem Kopf, den auf der anderen Seite gesprochene Worte wie "Personenhänger" anstatt Personenwagen oder jüngst in einem beletristischen Buch das gelesene "Dampflock" anstatt Dampflok nachdenklich stimmen ... ;-)

      Viele Grüße

      André
    • Zu Wiki allgemein bekannt

      Hallo Andre,

      die Artikel werden von jedem geschrieben, der da will. Die erste Version der Pöhlwassertalbahn habe ich vor vielen Jahren selbst angestoßen und das ist über die Jahre von anderen ergänzt worden.
      Als Autor bei Wikipedia anmelden und dann selbst tätig werden, könnte die eine oder andere Unrichtigkeit ändern, aber da eben nicht nur absolute Fachleute am Werk sind, habe ich auch in "meinem" Artikel schon mal nachträglich eingebaute Fehler wieder entfernen müssen...

      Gruß Gert.

      P.S.: mein Handy kann kein "Oben-Komma"
      Spendenaktion "Kohle für Holz" des Sächsischen Schmalspurbahn-Museum -
      mehr dazu unter www.kohle-fuer-holz.de
    • Lieber André,

      Deine berechtigten Hinweise werde ich mal auf der zugehörigen Artikeldiskussionsseite ansprechen. Vermutlich lassen sich auch noch ein paar Anregungen ergänzen: So könnte man den Artikelgegenstand wohl etwas schärfer in der Einleitung eingrenzen, denn die nach dem letzten Krieg von der DR betriebene Waldeisenbahn Muskau ist heute ja auch eine sächsische Schmalspurbahn (und wird in der Literatur als solche behandelt), verständlicherweise aber nicht Bestandteil des Artikels.

      Mit der Verwendung aktueller Literatur ist es im Wikipedia-Bahnbereich wirklich ein Problem. Man hegt dort eine Vorliebe für die alten Transpress-Bücher und DMV-Broschüren. Wenn man neue Werke in die Artikel einfügt, muss man die alten Schinken unbedingt drin stehen lassen, sonst wird einem auf die Finger geklopft.

      Vielleicht noch etwas zu Gerts Anmerkung: Es stimmt zwar, dass jeder in Wikipedia schreiben kann. Man sollte in der Tat auch immer Vorsicht walten lassen, weil man ja auch nicht weiß, von wem die Artikel stammen - viele Autoren schreiben nur unter einem Nickname (was hier ja nicht anders ist). Das muss aber nicht bedeuten, dass die Wikipediaautoren keine Ahnung haben. Ich habe in Wikipedias Bahnbereich z.B. Artikel über Günter Meyer, den bekannten Eisenbahnfotografen, Andreas Knipping, einen ebenfalls bekannten Eisenbahnautor, Renate Fölsch, ehemalige Rbd-Präsidentin, und über Alfred Baumgarten, den Erfinder des modernen Kursbuchs, geschrieben.

      Viele Grüße

      GL

      P.S.: Das mit der Sekundärliteratur in Wikipedia hat seine absolute Richtigkeit, weil in der Enzyklopädie kein Original Research betrieben werden darf und nur in der Literatur bereits veröffentlichtes Wissen wiedergegeben werden. Leider wird dieser Grundsatz im Bahnbereich, wo viel auf eigener Anschauung der Autoren basiert, oft missachtet, obwohl er gerade Fehler vermeiden helfen und die Herkunft von Angaben nachvollziehbar machen soll.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Gert Lauken ()

    • Lieber Gert,

      besten Dank für diese Rückmeldungen. Da ich bei "Mittelsmannübermittlungen" die Gefahr eines Informationsverlustes/-verfälschungen sehe bzw. Antworten auf Nachfragen stets wieder umständlich von mir eingeholt werden müssen, schlage "Rolf"? doch vor, er könne sich direkt an meine E-Mail-Adresse wenden. Viel Zeit habe ich nicht, aber an Monatsanfängen kann ich manchmal etwas stemmen.

      Viele Grüße

      André
    • Lieber André,

      Dein freundliches Hilfsangebot habe ich auf der Artikeldiskussionsseite hinterlassen. Dort kann übrigens jeder, auch jeder unangemeldete Benutzer, Anregungen für den Artikel hinterlassen. Der Hauptautor namens "Rolf-Dresden" hat sich bereits zurückgemeldet, gibt aber an, ihm fehle für eine Einarbeitung der Hinweise die Zeit.

      Unabhängig von dem direkten Draht zu "Rolf", wäre eine wertvolle Unetrstützung bereits die Erstellung einer Liste maßgeblicher Literatur, die aber nur eine Auswahlbibliographie sein kann. Grundsätzlich sehen die Wikipedia-Richtlinien die Aufnahme von etwa fünfen Werken zu einem Artikelgegenstand vor. bei einem Überblick wie diesem, wird man die Zahl gewiss höher ansetzen. Literatur zur Einzelthemen, etwa zu einzelnen Strecken, sollte man in der Regel nicht aufnehmen, denn man findet sie ja in den jeweiligen Artikeln.

      Ich würde unter Berücksichtigung Deiner Hinweise mal folgenden Anfang machen und bitte ggf. um Ergänzung. Nach Möglichkeit sollte es sich um lieferbare oder halbwegs zugängliche Werke handeln.

      Gesamtdarstellungen
      * Gustav W. Ledig, Johann Ferdinand Ulbricht: Die schmalspurigen Staatseisenbahnen im Königreiche Sachsen. 2. Auflage. Engelmann, Leipzig 1895. Reprint: Kartenhaus-Verlag, Ludwigshafen 2009, ISBN 978-3-9804083-5-6
      * Reiner Preuß: Alles über Schmalspurbahnen in Sachsen. Transpress, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-71440-3

      Einzelne Netze (Auswahl)
      * Ludger Kenning: Schmalspurbahnen um Mügeln und Wilsdruff. Kenning, Nordhorn 2000, ISBN 3-933613-29-9.
      * Stephan Häupel, Eberhard Schramm: Schmalspurbahnen um Thum. Kenning, Nordhorn 2011, ISBN 978-3-933613-39-4

      Fahrzeuge (Auswahl)
      * Rainer Fischer, Sven Hoyer, André Marks, Joachim Schulz u.a.: Die Wagen der sächsischen Schmalspurbahnen. Band 1: Personen-, Gepäck- und Postwagen. SSB Medien, Zittau, ISBN 978-3-00-056717-5
      * Rainer Fischer, Andreas Winkler: Die sächsische IK. SSB Medien, Zittau 2009, ISBN 978-3-00-028277-5
      * Dirk Lenhard, Gerhard Moll, Reiner Scheffler: Die sächsische IV K: Die Reichsbahn-Baureihe 99.51-60. 2. Auflage. EK-Verlag, Freiburg i. Br. 2004, ISBN 3-88255-199-2
      * Dirk Lenhard, Marko Rost, Dietmar Schlegel: Die Baureihen 99.64-71 und 99.19: Sachsens Schmalspurbulle und seine Verwandten. EK-Verlag, Freiburg i. Br. 2012, ISBN 978-3-88255-197-6

      Grüße

      GL
    • bibliographische Angaben

      Lieber Gert,

      alles gute Ideen.
      Bitte bei den bibliographischen Angaben aber aufpassen - hier Korrekturen:

      Einzelne Netze (Auswahl)
      * Ludger Kenning: Schmalspurbahnen um Mügeln und Wilsdruff. Verlag Kenning, Nordhorn 2000, ISBN 3-933613-29-9.
      * Stephan Häupel, Eberhard Schramm: Schmalspurbahnen um Thum. Verlag Kenning, Nordhorn 2011, ISBN 978-3-933613-39-4

      Fahrzeuge (Auswahl)
      * Rainer Fischer, Sven Hoyer, André Marks, Joachim Schulz u.a.: Die Wagen der sächsischen Schmalspurbahnen. Band 1: Personen-, Gepäck- und Postwagen. SSB Medien, Zittau 2012, ISBN 978-3-00-056717-5
      * Dr. Andreas Winkler, Ingo Neidhardt (Hrsg): Die sächsische I K. Wiedergeburt einer Legende - Nr. 54. Autoren: Rainer Fischer, André Marks, Jörg Müller, Wolfram Wagner, SSB Medien, Zittau 2009, ISBN 978-3-00-028277-5
      * Dirk Lenhard, Gerhard Moll, Reiner Scheffler: Die sächsische IV K: Die Reichsbahn-Baureihe 99.51-60. veränderte und ergänzte 2. Auflage. EK-Verlag, Freiburg i. Br. 2004, ISBN 3-88255-199-2
      * Dirk Lenhard, Marko Rost, Dietmar Schlegel: Die Baureihen 99.64-71 und 99.19: Sachsens Schmalspurbulle und seine Verwandten. EK-Verlag, Freiburg i. Br. 2012, ISBN 978-3-88255-197-6

      Beim IV K-Buch steht das mit den Veränderungen und den Ergänzungen zwar so nicht drin, ist aber inhaltlich notwendig - und z.B. von Ludger Kenning bereits mehrfach angemahnt worden, dass solche Feinheiten sowohl bibliographisch als auch für die Leser notwendig und hilfreich sind.
      Es ist nun einmal ein Unterschied, ob ein Buch unverändert neu aufgelegt wird - oder ob derart umfangreich in das Buch eingegriffen wird, wie beim IV K-Buch damals geschehen ...

      Viele Grüße

      André
    • Ich muß für Wikipedia mal eine Lanze brechen. Bei den (sicher berechtigt) stark steigenden Preisen für Fachbücher, halte ich Wikipedia als eine gute Alternative für weniger finanzstarke Eisenbahnfreunde oder Modellbahner, die wegen einem "Liter Milch nicht die ganze Kuh" kaufen möchten. Da Wikipedia vom Mitmachen lebt habe ich mich mich entschlossen, meine Sammlung nach und nach dort für alle kostenlos zur Verfügung zu stellen. Zum Bahnhof Wilsdruff habe ich nun die ersten, bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus den 1890er Jahren hochgeladen. Weitere, auch zur Frauensteiner Strecke, werden nach und nach folgen.

      Viel Spaß am Hobby wünscht :wink:

      Marko
    • Hallo Marko,

      wir leben in einem so genannten "freien Land". Jeder kann tun und lassen, was er will, wenn er sich an gewissen Grundregeln hält.

      Natürlich darfst Du mit Deinem Eigentum machen was Du willst - aber wenn jeder ab sofort seine bisher in Büchern unveröffentlichten Fotos nur noch gratis ins Internet stellt, dann sorgst Du und sorgen Deine Nachahmer ganz wesentlich für genau das, was Du selbst bedauerst:

      Für deutlich steigende Buchpreise!

      Zur Frauensteiner Strecke sind einige Männer, auch einige, die Du noch gar nicht kennst, dabei, ein Buch im A4-Format vorzubereiten, was wohl nicht mehr in den 2010er Jahren erscheint, aber dann wohl schon bald für den Druck bereit sein könnte. Ich lade Dich ganz herzlich dazu ein, Deine Schätze dafür zurückzuhalten.
      Wenn Dich selbst Geld nicht interessiert, dann kannst Du a) die Bilder gratis dafür zur Verfügung stellen und damit Deinen Anteil dafür leisten, dass sich der Buchpreis nicht wesentlich erhöht - oder b) Dein Honorar an einen Verein Deiner Wahl spenden.

      Diese Wort bitte ich alle Eigentümer von derartigen Schätzen zu beherzigen, die wie Marko denken. Gern stehe ich für Rückfragen im Sinne einer optimalen Veröffentlichung derartiger Aufnahmen zur Verfügung. Es geht mir übrigens NICHT darum, dadurch die Wünsche nur eines Herausgebers zu befriedigen, sondern uns allen als Leser auch in Zukunft nicht nur Freude und Überraschungen beim Lesen, sondern auch beim Betrachten von bisher unveröffentlichten Fotos zu bewahren.

      Schreibt jemand, der wie Peter Wunderwald davon leben muss, dass nicht alle Aufnahmen im Internet gratis gezeigt werden, damit sich das in Archiven und Gesprächen mit Zeitzeugen mühsam gesammelte Wissen auch in Zukunft zu wenigstens im Ansatz fairen Preisen an den Mann bringen lässt ...

      Herzlich Euer

      André
    • Hallo André,

      ja ich habe mich bewußt entschieden, bisher nicht veröffentlichte Bilder, allen Interessierten frei zugänglich zu machen. Ich habe so viele Dinge im stillen Kämmerlein gehortet und möchte ganz gezielt keinen Gewinn daraus schlagen, sondern andere daran teilhaben lassen.
      Die Zahl derer, die sich für die Bewahrung von Geschichte und Traditionen engagieren, sinkt leider rapide.
      Man kann die Notwendigkeit guter Fachbücher überhaupt nicht in Abrede stellen, sie sind unverzichtbar aber der Preis macht sie leider nur einem bestimmten Kreis zugänglich.
      Ein gewisses Maß an Informationen (nicht alles), auch Bilder gehören dazu, sollte aber für jeden frei zugänglich sein. Dazu hoffe ich gerade auf junge Menschen, die sich vielleicht begeistern lassen.
      Wenn sich jemand freiwillig dazu entschließt, seine Brötchen mit Büchern zu verdienen, kann das kein Argument für Andere sein, Ihre Informationen, vielleicht auch aus Gewinnabsichten, zurück zu halten.
      Ich glaube, dass der Kreis der Betrachter in Wikipedia ein Größerer ist und damit auch die Zahl derer die sich hoffentlich für unser Hobby begeistern lassen. Übrigens kann jeder, ob Autor oder nicht, die Bilder von Wikipedia frei verwenden.

      Es grüßt herzlichst

      Marko